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Absage an Verband der Kurorte

Gemeinde Schwielowsee will Titel verteidigen Absage an Verband der Kurorte

Die Gemeinde Schwielowsee will sich weiter als Erholungsort profilieren. Dem Brandenburgischen Verband der Bäder- und Kurorte will die Gemeinde aber nicht beitreten. Man verspricht sich keine nennenswerten Resultate durch die Mitwirkung. Darüber hinaus ist der Beitrag von 7195 Euro für die Gemeinde zu hoch.

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Zum Fährfest ist die Uferpromenade in Caputh ein beliebter Anziehungspunkt. Experten empfehlen aber den Uferstreifen zu verschönern.

Quelle: Köster

Schwielowsee . Der staatlich anerkannte Erholungsort Schwielowsee lehnt eine Mitgiedschaft im Brandenburgischen Kurorte- und Bäderverband ab. Darauf haben sich die Fachausschüsse der Gemeindevertretung geeinigt. Somit reagiert die Gemeinde Schwielowsee mit einer Absage an den Verband, der für eine Mitwirkung im Gremium geworben hatte. „Für die Gemeinde ist durch eine Mitgliedschaft im Kurorte- und Bäderverband kein Mehrwert ersichtlich“, begründet Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf Nachfrage der MAZ. An der Entscheidung der Gemeinde konnte auch die Auffassung des Verbandes nichts ändern, für den der „Schulterschluss zwischen den Kur- und Erholungsorten im Hinblick auf neue Anforderungen und Ausrichtungen im Gesundheitstourismus notwendig ist“. Der Verband hatte die Kommune im Vorfeld zu einer einjährigen, kostenlosen Mitgliedschaft und verschiedenen Verbandsversammlungen eingeladen. Doch als Mitglied müsste Schwielowsee künftig jährlich 7195 Euro Beitrag zahlen. Zuviel für eine Gemeinde, die inzwischen bei der Haushaltsführung den Gürtel enger schnallen muss, sagt Hoppe. Durch die Absage wird der Erholungsort auch nicht in der neuen Imagebroschüre des Verbandes, die für 2016 geplant ist, vertreten sein.

Trotz der Absage will die Gemeinde aber ihren Titel als Erholungsort verteidigen. Deshalb hat sie bereits frühzeitig eine Studie zu bisherigen Ergebnissen und Zielen in den nächsten fünf Jahren erarbeiten lassen. Im Ergebnis raten Tourismusexperten der Gemeinde, unter anderem ihre kulturellen Angebote auszubauen, die Uferpromenade in Caputh zu verschönern und auf mehr barrierefreie Angebote zu orientieren.

Die Auswertung der Studie hat bereits für Gesprächsstoff in der Gemeindevertretung gesorgt. Eine Entscheidung über einen möglichen Wettbewerb zur Neugestaltung der Promenade ist bisher nicht gefallen. Man war sich in der Gemeindevertretung auch nicht uneingeschränkt einig. Die Mehrheit kann sich zwar einen attraktiveren Uferstreifen gut vorstellen, aber die Abgeordnete der Grünen, Winnie Berlin, möchte vielmehr, dass alles so bleibt, wie es ist. Der Handlungsspielraum der Gemeinde ist bei einer Vielzahl von privaten Flächen auch begrenzt. Dennoch will man insgesamt in der Gemeinde Schwielowsee weitere Anziehungspunkte für Touristen schaffen.

Mit dem neuen Aussichtsturm auf dem Wietkiekenberg in Ferch hat man bereits einen Volltreffer gelandet. Um den eröffneten Turm noch besser zu erschließen, die Beschilderung zu optimieren, sollen aus dem Haushalt 2015 nachträglich 7600 Euro bewilligt werden. Eine neue Treppe am Caputher Gemünde steht auch auf der Wunschliste der Gemeinde. Das Konzept soll erst überarbeitet werden, um die Chance auf Fördermittel zu erhöhen.

Von Regine Greiner

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