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Potsdam-Mittelmark Abwassergebühr steigt um satte 140 Prozent
Lokales Potsdam-Mittelmark Abwassergebühr steigt um satte 140 Prozent
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11:10 08.03.2018
Die Gebühren für die dezentrale Schmutzwasserbeseitigung in Bad Belzig und den zur Stadt gehörenden Dörfern werden kräftig steigen. Quelle: Christiane Sommer
Dippmannsdorf

Neben Bergholz, Groß Briesen, Hagelberg, Lübnitz, Lütte und Werbig gehört Dippmannsdorf zu den Ortsteilen, in denen das Abwasser noch immer mobil entsorgt wird. Seit dem 1. Januar gelten dafür neue Gebühren. „Die mobile Entsorgung ist nicht mehr zeitgemäß“, stellt Dirk Gabriel in der jüngsten Ortsbeiratssitzung fest. Der Chef der Stadtwerke-GmbH hat dort um Verständnis für die Preiserhöhung geworben.

Wenige Tage zuvor hatte die Bad Belziger Stadtverordnetenversammlung bereits den entsprechenden Beschluss gefasst und die Einwohner damit zugleich vor vollendete Tatsachen gestellt. In Dippmannsdorf äußerten die Bürger war grundsätzlich Verständnis ob der Kostenentwicklung – nicht jedoch für die in Kraft getretene Preissteigerung um 140 Prozent. Lag die Mengengebühr bislang bei 3,24 Euro pro Kubikmeter, liegt sie nunmehr bei 7,85 Euro.

Bisheriges Entsorgungsunternehmen hatte Vertrag gekündigt

„Für Sie ist das ein dicker Brocken und schwer verdaulich. Dennoch ist die Erhöhung legitim“, erklärt Gabriel mit Verweis auf die erfolgte Neuausschreibung der Abwasserabfuhr. Die war erforderlich geworden, nachdem das bisher mit der Entsorgung beauftragte Unternehmen die Verträge gekündigt hatte. Im Ergebnis der Ausschreibung, an der sich lediglich drei Anbieter beteiligt haben, erhielt das bisherige Entsorgungsunternehmen abermals den Zuschlag.

„Kein Unternehmen kann Verluste zugunsten seiner Kunden machen“, sagt Gabriel weiter. Eine Beibehaltung der Schmutzwassergebühren würde im laufenden Jahr bereits eine Unterdeckung in Höhe von 167 000 Euro nach sich ziehen. Ferner sei die dezentrale Entsorgung der Gruben bereits in den Jahren 2016 und 2017 nicht kostendeckend gewesen. Den Stadtwerken seien dadurch ein sechsstelliger Betrag verloren gegangen. „Wir kommen jetzt dorthin, wo andere schon lange sind“, erklärt der Stadtwerke-Chef mit Blick auf die neuen Preise. Er betont, dass die neuen Gebühren keineswegs überzogen seien, sondern im Durchschnitt denen der umliegenden Unternehmen und Verbände entsprechen würden.

Kosten für zentrale Schmutzwasserbeseitigung bleiben gleich

Klaus Gleisenring (Wir vom Dorf) wollte das Votum der Stadtverordneten über die Erhöhung der Abwassergebühren für die mobile Entsorgung verschoben wissen.

Sein Antrag wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Die Gebühren für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung sind wiederum kostendeckend.

Sie bleiben damit in 2018 unverändert.

Ingo Krugmann vom Stadtwerke-Team, der zugleich in Dippmannsdorf zu Hause ist, versucht zu beschwichtigen. „Im Umkreis gibt es niemanden, der günstiger ist.“ Gleichzeitig prophezeit er, dass eine weitere Kostenerhöhung durch die Einführung der Lkw-Maut nicht auszuschließen sei. Krugmann bezeichnet es jedoch als Fehler, dass es in den vergangenen Jahren keine sukzessive Kostenerhöhung gegeben habe – weshalb die betroffenen Ortsteile jetzt abrupt davon überrascht worden seien. Ortsvorsteher Christian Knie dazu: „Wir haben in den vergangenen beiden Jahren gespart. Das müssen wir uns vor Augen halten. Wichtig ist, dass jetzt Alternativen für die mobile Entsorgung ausgelotet werden.“

Nach Aussage von Dirk Gabriel ist zwischenzeitlich bereits ein Ingenieurbüro beauftragt worden, die jeweils technisch machbaren Möglichkeiten dafür in den betroffenen Ortsteilen und Straßen der Kur- und Kreisstadt darzustellen. Auf die Ergebnisse dieser Analyse sollen Planungen folgen. „Die Umsetzung dauert dann natürlich deutlich länger“, so Gabriel. Er dämpft die Hoffnungen der Dippmannsdorfer auf eine schnelle Alternative zur mobilen Entsorgung.

Gleichzeitig verweist er darauf, dass mit einem Anschluss an ein zentrales Abwassernetz – ob über die Kläranlage in Bad Belzig oder die des Abwasserverbandes „Planetal“ in Brück-Hackenhausen – in jedem Fall von den Grundstücksbesitzern weitere Kosten für Hausanschlüsse zu schultern wären.

Von Christiane Sommer

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