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Potsdam-Mittelmark Achtung, die Polizei kontrolliert weiter
Lokales Potsdam-Mittelmark Achtung, die Polizei kontrolliert weiter
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16:31 08.09.2017
Polizist Heiko Haase hat den Verkehr im Blick. Quelle: Christin Iffert
Brück

Die Polizei kontrolliert zu Beginn des neuen Schuljahrs verstärkt Autofahrer an Schulen im Hohen Fläming. Bis zu 15 Einsatzkräfte vom Polizeirevier Belzig sind dafür täglich an Vor- und Nachmittagen im Einsatz. Mindestens eine Woche läuft die Aktion noch, teilte Revierleiter Silvio Geist mit. Dabei werden nicht nur mittels Lasergeräten die Geschwindigkeiten überprüft. Ebenso achten die Beamten auf Handyverstöße und passende Kindersitze.

„Diese Aktion ist wichtig, um die Menschen, vor allem die Fahrzeugführer zu sensibilisieren“, meint Geist. Kinder seien oft unerfahren im Straßenverkehr. Verkehrsministerin Kathrin Schneider plädierte aus diesem Grund außerdem dafür, dass Eltern den sichersten Weg gemeinsam mit ihren Kindern üben sollten.

In der ersten Schulwoche wurden in der Polizeiinspektion Brandenburg insgesamt 32 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. „Unter anderem gab es vier Überschreitungen der Geschwindigkeit. Der Spitzenreiter fuhr in einer Tempo-30-Zone insgesamt 16 Stundenkilometer zu schnell“, resümiert Pressesprecherin Juliane Mutschischk der Polizeidirektion West. Außerdem wurden vier Verstöße gegen die Gurtpflicht aufgenommen, sieben Mängel an Fahrrädern festgestellt und fünf Mal Zebrastreifen ignoriert.

Der Revierleiter der Polizei in Belzig, Silvio Geist, ist froh, wenn Verstöße erst gar nicht geschehen. Quelle: Christin Iffert

Im vergangenen Jahr kam es auf dem Schulweg in den Gebieten der Polizeiinspektion Brandenburg zu 16 Unfällen. Das waren immerhin zwei weniger als im Vorjahr. Grundsätzlich scheinen die Schwerpunktkontrollen Erfolge zu bringen. Gab es 2015 noch 434 Unfälle auf Schulwegen im Land Brandenburg, waren es 2016 nur noch 343.

Dass die Kontrollen stark medial verbreitet werden, findet der Belziger Revierleiter Silvio Geist wichtig. Wenn es gar nicht erst zu Verstößen kommt, sei das ein gutes Zeichen. „Man merkt aber, dass die Fahrer nach zwei Wochen einen Anstoß brauchen, um sich das wieder ins Gedächtnis zu rufen“, glaubt Revierpolizist Hans-Thomas Christ. Manche Eltern würden außerdem eine Art Schalter umlegen, sofern das Kind aus dem Auto ist. Dann drücken sie aufs Gas.

Marlies Biniok begrüßt die Verkehrskontrollen an den Schulen. Die Mutter fährt ihren Sohn täglich zur Brücker Grundschule. „Hier gibt es ein echtes Chaos. Man muss höllisch aufpassen, dass es nicht kracht“, sagt sie. Neben Radfahrern und Autos fahren auch die Busse in die Straße. Wichtig sei für sie jedoch eine beständige Kontinuität an Kontrollen. „Dann merken sich die Leute auch, dass hier die Polizei stehen könnte und fahren von vornherein etwas achtsamer.“

Von Christin Iffert

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