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Ärger in Cammer über heimliche Umleitung

Zu viele Autos und Lastwagen Ärger in Cammer über heimliche Umleitung

In Cammer mehren sich die Proteste von Anliegern. Immer mehr Autos und Laster rollen über die heimliche Umleitung. Sie ist eigentlich nur Anlieger vorbehalten, wird aber zunehmend von Durchreisenden genutzt. Beschmutzte Fassaden und zerfahrene Ackerflächen sind die Folgen.

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So ein Dreck: Die Straße ist unzumutbar.

Quelle: Andreas Koska

Cammer. Der Schotter ist inzwischen zerfahren, die Gartenstraße in Cammer gleicht einem alten Waschbrett und eignet sich bestenfalls als Teststrecke für Stoßdämpfer. Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Cammer sind inzwischen gut vorangeschritten. Offiziell gibt es keine Umleitung durch den Ort, einzig die Einwohner dürfen die provisorische Umfahrung durch die Gartenstraße nutzen. Alle anderen müssen den Umweg über Brück und Bad Belzig nehmen, wenn sie nach Golzow wollen. Tun sie aber nicht.

Trotz gelegentlicher Polizeikontrollen rollen viele Ortsfremde über die Umfahrung. Die Staubwolken bei Trockenheit und die durch Schlamm bespritzten Fassaden der Häuser bei Regen sprechen eine deutliche Sprache. „Das ist eine Sauerei“, schimpft Bernd Schwärecke und zeigt auf den Giebel seines Hauses. „Uns liegen einige Beschwerden vor, dass Lastwagen über 7,5 Tonnen ebenfalls durchfahren“, sagt Marion Jahn. Die Leiterin des Brücker Ordnungsamtes berichtet, dass es weitere Umfahrungsstrecken gibt. So wird in der Lehniner Straße über den Wendehammer und dann über eine Stilllegungsfläche zur Chaussee genutzt.

Dem will die Verwaltung jetzt Einhalt gebieten. „Wir müssen den Wendehammer und die Straße schützen“, argumentiert Jahn. Es wird wohl ein Sandwall aufgeschüttet, um die Durchfahrt zu verhindern. Ob dies Erfolg haben wird, kann angezweifelt werden. Denn die Agrargenossenschaft hat versucht, durch Umpflügen den Weg unbrauchbar zu machen. Genützt hat es wenig, es wird dort weiter gefahren.

Bernd Schwärecke klagt über die verspritzte Hauswand

Bernd Schwärecke klagt über die verspritzte Hauswand.

Quelle: Andreas Koska

An der Brachfläche nördlich des Dorfes ist inzwischen ein Straßennetz entstanden, mit Querwegen und Kreuzungen, „rechts vor links“ wird immerhin eingehalten, haben Anlieger beobachtet. Das Ordnungsamt hat an dieser Stelle jedoch keine Handhabe, da es sich um Privatgelände handelt, sagt Jahn. So zieht im Berufsverkehr eine kleine Karawane übers Feld.

Am stärksten vom Dreck, Staub, Schmutz und Lärm betroffen sind die Anlieger der Gartenstraße, wo auch die im Volksmund als „Feldautobahn“ bezeichnete Piste mündet. „Es ist kaum auszuhalten“, schimpft Dietmar Lucke. Ans Fensterputzen und Staubwischen sei nicht zu denken, da sich danach sofort wieder ein feiner Staubfilm auf die Häuser senkt, erzählt der Anwohner. Die Anlieger dürfen jedoch auf Besserung hoffen. „Wir sind trotz unerwarteter Probleme im Untergrund bei Ausbau der L 85 im Zeitplan“, sagt Luise Rother. Sie überwacht für den Landesbetrieb Straßenwesen die Arbeiten. Demnach liegen die Kanalarbeiten in den letzten Zügen. Am 20. November werden Kraftfahrer den Ort dann wieder auf der normalen Straße passieren können. „Allerdings mit kleinen Einschränkungen, da dann noch die Restarbeiten erledigt werden“, sagt Rother.

Eine Atempause ist den Cammerschen über Weihnachten vergönnt. Im kommenden Jahr will der Landesbetrieb Straßenwesen bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt den zweiten Bauabschnitt in Angriff nehmen.

Von Andreas Koska

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