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Aktfotograf sucht die besonderen Momente

Borkheide Aktfotograf sucht die besonderen Momente

Mit seinem „verlängerten Auge“, der Kamera, fängt Lutz Behnke besondere Momente ein. Der Borkheider ist Fotograf. Der gelernte Installationsmechaniker ist über diverse Umwege zu seiner Berufung gekommen. Sein Spezialgebiet ist heute die Aktfotografie. Mit seinen Bildern überschreitet er gelegentlich auch Grenzen.

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Die zehn Monate junge Terrier-Hündin Chillia hält den Aktfotografen Lutz Behnke aus Borkheide in der Freizeit auf Trapp.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Er ist ein Handwerker durch und durch. Mit seinen Händen zaubert Lutz Behnke nicht nur im Garten und im eigenen Haus kreative und gemütliche Ecken. Auch mit seinem „verlängerten Auge“, der Kamera fängt er besondere Momente ein. Lutz Behnke ist Fotograf. Sein Spezialgebiet ist die Aktfotografie. Mit den Fotografien berührt der 55-Jährige ihre Betrachter. Die Bildkompositionen sind meist in schwarz-weiß gehalten, stechen durch ihr Wechselspiel aus Licht und Schatten hervor. Vor drei Jahren ist der gebürtige Berliner von Potsdam nach Borkheide gezogen und fühlt sich in der Hans-Grade-Gemeinde sehr wohl.

Schwarz-Weiße Akte zeichnen den Künstler aus

Schwarz-Weiße Akte zeichnen den Künstler aus.

Quelle: Behnke

Gerne spielt er mit seiner zehn Monate jungen Terrier-Hündin im Garten. In Borkheide schätzt der Fotograf vor allem die Ruhe. „Hinter jedem Baum wohnt hier ein kreativer Kopf“, sagt der Mann mit der runden schwarzen Brille. In seiner Freizeit joggt der 55-Jährige sehr gerne. Früher sei er auch Halbmarathon gelaufen. Daher ist es für den Neu-Borkheider eine Selbstverständlichkeit, am Waldbadlauf im Heimatort teilzunehmen. „Dabei bekomme ich den Kopf frei“, sagt Behnke. Neben dem Laufen ist eine große Leidenschaft des gebürtigen Berliners sein Motorrad, mit dem er gerne durch die besondere Landschaft des Hohen Flämings fährt.

Diverse Ausstellungen

Der Autodidakt Lutz Behnke ist inzwischen eine Institution unter den Aktfotografen in Deutschland.

Seine Fotos fanden Eingang in den 2004 von Hans van Ooyen herausgegebenen Band „Strip Sessions“, der die Bandbreite von Aktfotografie aufzeigt.

Mit seinem Bildern bestückt Behnke seit 1997 diverse Ausstellungen und Fernsehprojekte.

Im Jahr 2007 war Lutz Behnke als einer der wenigen deutschen Künstler in der Gruppenausstellung „Die Ästhetik der Lüste“ des Kamera- und Fotomuseums Leipzig zu sehen.

In Potsdam betreibt der in Borkheide lebende Fotograf seine Studiogalerie.

Weitere Informationen und Fotos von Lutz Behnke im Internet unter www.studio-lb.de.

Linsensuppe mit Thunfisch ist das Lieblingsessen von Lutz Behnke. Auch hier gilt seine Devise: Es muss nicht jedem schmecken. Und so urteilt er auch über seine eigenen Fotos. Der gelernte Installationsmechaniker ist über diverse Umwege zu seiner Berufung gekommen. Nachdem er als Kameramechaniker arbeitete, interessierte ihn zusehends die Arbeit mit dem Fotoapparat. „Fotografieren ist eine Lebenseinstellung“, sagt Behnke, der nur selten ohne seinen Fotoapparat anzutreffen ist.

Es gehe darum, ein Gefühl, eine Situation oder eine Gegend in einem ganz eigenen Licht festzuhalten. „Ich bin ein kreativer, aber realer Mensch“, sagt der Borkheider über sich. Die künstlerische Fotografie hat ihn sofort angesprochen. In der Aktfotografie sieht der Künstler einen ganz besonderen Reiz. „Nackt sind die Menschen am ehrlichsten“, erklärt er. „Nach außen hin spielen wir Menschen eine Rolle – auch mithilfe unserer Anziehsachen“, so der Fotograf weiter.

Nicht jedem gefallen die Bilder von Lutz Behnke, doch sie haben etwas Besonderes

Nicht jedem gefallen die Bilder von Lutz Behnke, doch sie haben etwas Besonderes.

Quelle: Behnke

Er möchte Menschen, die er portraitiert „als Fotograf kennenlernen“. Ein langes und ausführliches Gespräch zu Beginn eines Fotoshootings sei für ihn daher unverzichtbar. „Ich möchte hinter die Fassade schauen, deine Seele herausholen und diese zum Leuchten bringen.“

Wichtig sei es, dass Fotograf und Modell als Team während des gesamten Shootings zusammenarbeiten. „Nur wer sich wirklich fallen lassen kann und während des Shootings seine erotischen Fantasien auslebt, der wirkt auf den Fotos echt“, sagt Behnke. Seine Kunden sind überwiegend weiblich. „Frauen haben mehr Fantasie als Männer“, sagt der Fotograf.

Auch wenn seine Aktfotos gelegentlich Grenzen überschreiten, sollte der Betrachter seine Bilder wie ein Aquarell auf sich wirken lassen. „Kunst macht man vor allem für sich selbst“, sagt Lutz Behnke.

Von Johanna Uminski

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