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Potsdam-Mittelmark Aktion Adventsfest für Kinder und Obdachlose
Lokales Potsdam-Mittelmark Aktion Adventsfest für Kinder und Obdachlose
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10:50 18.11.2016
Initiator Andreas Stöckert (vorn mit roter Schürze) mit Unterstützern und Interessenten. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Teltow

Seit Januar ist Andreas Stöckert mit seiner „Suppentriesel – Bistro, fahrbare Kantine & Catering“ in Teltow aktiv. Mit dem Unternehmen, das von Steglitz umgezogen ist, ist er zufrieden, doch Umsatz alleine genügt ihm nicht. „Die allgemeine Gesellschaft wird immer schlimmer. Eine Gesellschaft des Egoismus wird gezüchtet“, kritisiert der 30-Jährige. Deshalb engagiert er sich – unterstützt eine Mannschaft für sozial schwache Jugendliche von Turbine Potsdam mit Mahlzeiten und war im Kinderhilfsprojekt „Kinderhilfe Sambia e.V.“ aktiv. Jetzt haben der gebürtige Leipziger und sein Team mit Rebecca Lanitz und John-Paul Dorn die Aktion „Teltow teilt & gewinnt“ gestartet.

Geplant ist, an je zwei Adventssonntagen Weihnachtsfeiern für Kinder und für Obdachlose in dem Teltower Lokal, Oderstraße 20, auszurichten. Je 20 bis 25 Gäste dürfen sich über ein „ordentliches Essen in weihnachtlicher Atmosphäre“, Kaffee, Tee und Kakao und Weihnachtsgebäck, aber auch über Geschenke freuen.

Benannt wurde das Projekt nach dem Motto „Wer teilt gewinnt“ des Heiligen St. Martin, und folgerichtig erfolgte der Auftakt mit anderen regionalen Unternehmern am 11. November, dem Abend des Martinstages. Die ersten Zusagen gibt es bereits: So möchte der „Lila-Bäcker“ Gebäck für die Weihnachtsessen liefern, Ökobauer Axel Szilleweit stellt Teltower Rübchen zur Verfügung. Die Stadt Teltow hat bereits Wollmützen und Regenponchos zugesagt, wie Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) berichtete. Er betonte, dass er seine Aufgabe vor allem auch darin sehe, ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. „Ich halte das für sehr ehrenswert, dass Andreas Stöckert als Neuunternehmer auch die sozialen Belange im Auge behält und den Schulterschluss zu den anderen örtlichen Unternehmen vornimmt.“ Laut Schmidt gibt es in Teltow acht Obdachlose, „alles Erwachsene“.

In Gesprächen ist Stöckert noch mit der UCI Kinowelt Potsdam, Bahlsen und dem Teltower Kfz-Betrieb Höricke, der seit Jahren das Benefizkonzert „Rock am Kanal“ organisiert. Drei Frauen von der Initiative „Helfen WOLLEn“ aus Berlin sind in der Suppentriesel schon mit dabei. Sie stricken und häkeln sonst für Berlins Obdachlose. Aus dem ganzen Bundesgebiet treffen dafür über das Jahr hinweg Wollspenden und fertig gearbeitete Teile bei ihnen ein, die dann in der kalten Jahreszeit an Kältenoteinrichtungen verteilt werden. Im Sommer sammeln sie so 200 bis 300 Teile, im vergangenen Oktober sind rund 400 Handschuhe, Socken, Mützen und Schals zusammengekommen, so Biggy Gralka, die Organisatorin der Gruppe. Ein Teil davon könnte nun bei den Weihnachtsfeiern in der Suppentriesel an Obdachlose und Heimkinder gehen.

Nikola Liebchen-Höhlein, Marktleiterin von SB-Möbel Boss in der Oderstraße, sagte am Freitag, dass man helfe, „wo man kann“. Sie werde die Aktion ihrer Geschäftsführung vorstellen. Neugierig ist auch Kay Braune von „Helfende Hände“: „Wenn es um Kinder geht, sind wir immer dabei“, sagte er. Mit seinen Kollegen hilft er bei Frank Zanders Weihnachtsessen für Obdachlose in Berlin. Nun überlegt er, wie er auch die Teltower Aktion unterstützen kann.

Spenden und Helfer werden gebraucht

In das „Martin-Sparschwein“ können Gäste des Bistros, Oderstraße 20, Geld werfen. Alle Mitarbeiter des Bistros spenden vom 11. November bis 16. Dezember einen Teil ihres Trinkgeldes.

Gebraucht werden Geld-, Sachspenden, Geschenke und ein Transportunternehmen für die Kinder und Obdachlosen.

Kontakt: Interessenten, die helfen wollen, melden sich unter Telefon 03328/3 39 10 03 oder per Mail: info@suppentriesel.de

Von Konstanze Kobel-Höller

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