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Potsdam-Mittelmark „Borkwalde liest ein Buch“ geht in neue Runde
Lokales Potsdam-Mittelmark „Borkwalde liest ein Buch“ geht in neue Runde
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15:07 01.03.2016
Bürgermeisterin Renate Krüger ist die Schirmherrin von „Borkwalde liest ein Buch“. Quelle: Andreas Trunschke
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Borkwalde

Die fünfte Auflage von „Borkwalde liest ein Buch“ hat gleich mehrere Neuerungen im Gepäck. Zum ersten Mal wird kein skandinavischer Autor gelesen – das sei der Wunsch mehrerer Teilnehmer gewesen. Außerdem dauert die Aktion diesmal nur knapp einen Monat und hat mit der Bürgermeisterin der Waldgemeinde, Renate Krüger, erstmals eine Schirmherrin.

Gelesen wird „Der Trafikant“ des österreichischen Autors Robert Seethaler. „Das Buch wurde einerseits wegen seiner literarischen Qualität gewählt – also der Sprache und der besonderen Sicht auf die damalige Situation“, erläutert Mit-Initiator Andreas Trunschke. „Zum anderen war das Gefühl ausschlaggebend, dass sich manches – nicht alles – erschreckend ähnlich anfühlt.“

„Der Trafikant“ spielt im Österreich des Jahres 1938, nachdem das Land von Deutschland annektiert worden ist. Erzählt wird die Geschichte von Franz Huchel. Er wird von seiner Mutter nach Wien geschickt, um in der Trafik – österreichisch für Tabakwarenladen – ihres Ex-Geliebten zu arbeiten. In Wien lernt Huchel schließlich Liebe und Hass, Politik, Freundschaft und Sigmund Freud kennen.

Wunderbare Erzählweise

„Für die diesjährige Leseaktion wurde ein Buch ausgesucht, dass meiner Meinung nach auch aus einem anderen Grund wichtig ist“, sagte Renate Krüger. „Der Autor beschreibt in einer wunderbaren Erzählweise das normale Leben, wie es von Menschen vor rund 80 Jahren gelebt wurde.“ Und weiter: „Ich stellte fest: Da werden Geschehnisse und Entwicklungen beschrieben, die uns auch heute nicht ganz fremd sind – und nicht nur Gutes bedeuten.“ Die Menschen würden zwar im Buch gar nicht so in den Mittelpunkt gerückt, seien aber trotzdem präsent. Sicher könne nicht alles gleichgesetzt werden, sagte die Schirmherrin. „Aber mich beschleicht beim Erleben der Gegenwart mitunter die Erinnerung an das, was ich aus der Zeit von 1938 erfahren habe.“

Mit ihren Worten traf Krüger durchaus die Stimmung bei der Auftaktveranstaltung von „Borkwalde liest ein Buch“ in der gemütlichen Waldkirche. Die rund 20 Besucher diskutierten eifrig und verglichen die Zeit des Nationalsozialismus mit den heutigen Spannungen und der Gewalt gegen Flüchtlinge.

Mit dem Auftakt sehr zufrieden

„Wir waren mit dem Auftakt sehr zufrieden“, resümierte Stefan Penzel vom Kulturverein Zauche, der die Leseaktion seit 2012 veranstaltet. „Ein paar mehr Leute hätten es natürlich sein können, aber die Atmosphäre stimmte und die Besucher haben tatsächlich mit diskutiert.“ Für Andreas Trunschke war die Lesung von „Der Trafikant“ eine der rundesten Veranstaltungen in der Reihe. Vielleicht auch deshalb, weil sich die kulinarischen Genüsse ebenfalls am Spielort des Buches orientierten. Gab es in den Vorjahren typisch skandinavische Zimtschnecken, so wurde diesmal Kaiserschmarren serviert.

Wer neugierig geworden ist, kann sich das Buch an mehreren Stellen in Borkwalde ausleihen. So liegt es in der Bücherzelle „Frida“ am Kreisverkehr und in der Bibliothek aus, außerdem ist es in der Gaststätte „Siedlerstuben“ und der Arztpraxis Schröder zu haben. „Borkwalde liest ein Buch“ endet am 4. März mit einer Diskussion.

Von Andreas Koska

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