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Aktiv im Alter: Antragsflut aus dem Fläming

Förderprogramm für reife Semester Aktiv im Alter: Antragsflut aus dem Fläming

Das 2015 erstmals aufgelegte Förderprogramm „Aktiv im Alter“ ist offenbar eine Erfolgsgeschichte. Die 100.000 Euro für Bildung und Beratung sowie Projekte sind fast ausgeschöpft. Die größte Nachfrage kam aus dem Hohen Fläming. Dort wurde fast die Hälfte des Budgets ausgegeben.

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Swetlana und Sirko Neumann bieten szenische Lesungen des Lebens von „August Krause – Vagabund aus dem Fläming“ an.

Quelle: privat

Bad Belzig. Die Offensive „Aktiv im Alter“ ist nach internen Startproblemen und anfänglicher Kritik des Seniorenbeirates wohl doch eine Erfolgsgeschichte geworden. Sie wird dieses Jahr zumindest fortgesetzt. Die 2015 erstmals bereit gestellte Summe von 100 000 Euro zur Unterstützung von Angeboten für die Generation 55plus im Landkreis Potsdam-Mittelmark ist erwartungsgemäß fast ausgeschöpft worden war.

Noch bis Monatsende kann erneut Geld aus dem Budget beantragt und verteilt werden. Das hat Doreen Klaucke bestätigt. „Die 4500 Euro, die zur Durchführung von Veranstaltungen nicht genutzt wurden, werden genau für diesen Zweck in den Etat für dieses Jahr übertragen“, erklärte die Koordinatorin. Neben den Bildungs- und Beratungsangeboten, besonders häufig altersgerechte Computerschulungen, konnten teils innovative Projekte unterstützt werden.

Hunderttausend Euro Unterstützung

Der Tanzkurs für Menschen mit Handicap, der nach wie vor wöchentlich im Brücker Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ läuft ist daraus entstanden. Oder: Die szenische Lesung mit Swetlana Neumann über den Fläming-Vagabunden August Krause in Wiesenburg und die Herstellung von Skulpturen prominenter Bewohner von Fredersdorf konnte so ermöglicht werden. Nicht minder interessant: In Michendorf und Teltow wurden von der Arbeiterwohlfahrt neue Patenschaften zwischen jüngeren und älteren Senioren auf die Beine gestellt.

Der Förderbedarf besteht augenscheinlich im Hohen Fläming am meisten. Die Hälfte der Projektanträge kam nämlich aus Bad Belzig, Brück, Niemegk, Treuenbrietzen und Wiesenburg/Mark. Der Raum Teltow sowie Beelitz/Werder (Havel) mit je drei und das Brandenburger Umland mit nur einem Antrag rangieren deutlich dahinter. Ähnlich die Verteilung des Geldes für Seminare und ähnliche Offerten: 45 Prozent des Fonds gingen in den Südwesten; 5 Prozent ins Brandenburger Umland; je ein Viertel in die zwei Regionen am Potsdamer Stadtrand. „Insgesamt wurden bei den 44 Veranstaltungen um die 300 Rentner und Ruheständler erreicht“, bilanziert Doreen Klaucke. Nicht berücksichtigt werden konnten vor allem investive Vorhaben.

Antragsschluss am 31. Januar

20 000 Euro stehen bereit, um Angebote im Sinne des lebenslangen Lernens zu realisieren. Ein kostenloser Versammlungsraum muss bereit stehen; mindestens fünf Teilnehmer im Alter von 55plus sind gefragt.

Einzelpersonen, Vereine und Einrichtungen könnten sich um die Zuschüsse zwischen 500 und 5000 Euro für – am besten generationsübergreifende – Projekte bemühen. Insgesamt werden dafür 40 000 Euro pro Jahr ausgeschüttet.

Die erste Abgabefrist endet am 31. Januar. Dann entscheidet eine Jury, ob und welche Sach- beziehungsweise Honorarkosten übernommen werden.

Information zur Förderung von Projekten: Daniela Berlin, Landratsamt Bad Belzig, Papendorfer Weg, 033841/91 368; Förderung von Veranstaltungen: Monika Haferkamp, Außenstelle Brandenburg/Havel, 03381/20 99 728

Ziel war es letztlich unter anderem, den älteren Bürgern. die Teilhabe an Bildung, Kultur und Sport zu ermöglichen, ohne dass sie zwingend zentrale Orte aufsuchen müssen, zu denen gerade abends kaum Busse fahren. Stattdessen kümmert sich die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark um Dozenten, schickt sie auf’s Land und bezahlt sie – zumindest teilweise.

„Von den Bürgern wird das einfache Verfahren begrüßt“, sagt Doreen Klaucke. „Im Prinzip reicht ein Anruf, es braucht keine komplizierte Abrechnung“, so die Verwaltungsmitarbeiterin. Das deren Engagement und die sehr umfassende Reklame mit aus dem Engagement finanziert werden, hatte Wolfgang Kroll aus Langerwisch vor Jahresfrist kritisiert. Der Vorsitzende des Seniorenbeirates im Landkreis Potsdam-Mittelmark rührt dennoch die Werbetrommel für das Förderprogramm. Seiner Meinung nach wäre Potsdam-Mittelmark freilich leistungsfähig genug, bedeutend größere Beträge in die Hand zu nehmen und beispielsweise Kommunen bei der Durchsetzung von Barrierefreiheit zu unterstützen, die Errichtung von Aktivplätzen zu fördern und das bürgerschaftliche Engagement zeitgemäß zu würdigen. .

Von René Gaffron

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