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Potsdam-Mittelmark Alexander Waschetzko will Rathauschef werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Alexander Waschetzko will Rathauschef werden
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18:33 07.09.2017
Der Stadtpark von Treuenbrietzen und die Natur an der Nieplitz sind Lieblingsplätze für den CDU-Bürgermeisterkandidaten Alexander Waschetzko. Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

Der Stadtpark am Treuenbrietzener Pauckert-Ring weckt Kindheitserinnerungen. „Auch als Jugendliche haben wir uns hier oft getroffen“, erzählt Alexander Waschetzko. Heute spaziert er dort gerne mit seiner Partnerin und den beiden Kindern im Alter von neun und fünf Jahren an der Nieplitz entlang zum Spielpark am Schwanenteich. „Immer wenn wir bei meiner Mutter zu Besuch sind, die in der Nähe des Parkstadions wohnt, geht es auf eine Tour durch den Park“, erzählt der 42-Jährige. Nach einer beruflichen Zwischenstation in Sachsen-Anhalt wohnt der seit 2006 freiberuflich tätige Diplom-Forstingenieur mit seiner Familie seit ein paar Jahren im Beelitzer Ortsteil Buchholz.

In seiner Heimatstadt möchte Alexander Waschetzko jetzt Bürgermeister werden. Als einer von zwei Herausforderern tritt er gegen Amtsinhaber Michael Knape (parteilos) an, der für eine dritte Amtszeit von abermals acht Jahren kandidiert.

Durch Zufall in die Politik geraten

Treuenbrietzen kann mehr“, lautet Waschetzkos Slogan. Im Kampf um den Chefposten im Rathaus steigt er für die örtliche CDU in den Ring. „Vor zwei Jahren hatte ich das mal irgendwo erwähnt, dass ich es mir vorstellen könnte, politisch aktiv zu werden“, erzählt der Kandidat. Anja Schmollack, die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes und Chefin der drei Mitglieder starken Fraktion im Stadtparlament, erinnerte sich bei der Suche nach einem eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl daran. „Als bekennender Christ lag mir diese Partei am nächsten, obwohl ich parteilos bleiben möchte“, sagt Waschetzko. Lokalpolitische Erfahrung habe er während seiner Zeit in Sachsen-Anhalt gesammelt. Dort baute er einen Landwirtschaftsbetrieb mit auf und beriet Umweltaktivisten aus den Reihen von Bündnis 90/Die Grünen als Gutachter. Noch immer ist er als Baumsachverständiger tätig, bietet Schulungen sowie Waldpädagogik an und ist Dozent in der Land- und Forstwirtschaft.

Zur Person des Kandidaten

Geboren wird der CDU-Bürgermeisterkandidat Alexander Waschetzko am 27. Dezember 1974 in Belzig als einziger Sohn von Gudrun und Klaus Waschetzko aus Treuenbrietzen.

In Treuenbrietzen absolviert er von 1981 bis 1991 die Grundschule Geschwister-Scholl und legt 1993 am Jüterboger Goethe-Schiller-Gymnasium Jüterbog das Abitur ab.

Es folgt der einjährige Zivildienst in der technischen Abteilung des Krankenhauses Treuenbrietzen.

Eine Ausbildung sowie Tätigkeit als Versicherungskaufmann folgen von 1994 bis 1999.

Das Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule in Eberswalde führt von 1999 bis 2003 zum Abschluss als Diplom-Forstingenieur.

Als angestellter Einsatzleiter für Forstbelange ist Waschetzko von 2004 bis 2005 tätig.

Seit dem Jahr 2006 ist er freiberuflicher Forstingenieur, Berater für Land- und Forstbetriebe sowie Dozent in der Land- und Forstwirtschaft.

Alexander Waschetzko lebt seit zehn Jahren mit Partnerin Beate Wunderlich (36) und den zwei Kindern Emma (9) und Anton (5) im Beelitzer Ortsteil Buchholz.

Obwohl sein Lebensmittelpunkt seit Jahren nicht mehr in der Sabinchenstadt liegt, fühle er sich dort „noch immer verwurzelt“, sagt Alexander Waschetzko. Geboren ist er in Belzig und aufgewachsen in Treuenbrietzen. In Jüterbog legte er sein Abitur ab und absolvierte ein Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Die Naturliebe führte dann jedoch zum Studium der Forstwirtschaft.

Bei Treuenbrietzen besitzt Waschetzko Waldflächen sowie an „Nichelmanns Teich“ im Nieplitztal ein Erholungsgrundstück. Von dort aus geht der Naturfreund auch gern auf Erkundungstour durch den Wald oder zur Jagd. Als Vorsitzender der örtlichen Jagdgenossenschaft koordiniert der Forstwirt dort auch die Finanzen.

Neue Strukturen für die Waldwirtschaft

Als Bürgermeister würde er die Strukturen zur Bewirtschaftung des mit rund 2000 Hektar recht großen Stadtwaldes neu ordnen wollen. „Dazu brauchen wir keinen eigenen Förster, das kann in privater Dienstleister machen“, sagt Waschetzko. „Und die Jagdreviere sollten an Leute verpachtet werden, die bereit sind, als Jäger dafür viel Geld zu zahlen“, so der Forstmann.

Handlungsbedarf sieht er zudem bei der Schaffung neuer Kindergartenplätze in der Stadt. „Statt dort aber nur teure Ausbauprojekt zu starten, sollten private Initiativen nicht ausgebremst werden.“

In einem Punkt gegen die Fraktion aufgestellt

Beim Streit um die Zukunft der Sabinchenfigur auf den Rathausbrunnen, stellt sich der Kandidat gegen die Position der CDU-Fraktion, die ihn nominiert hat. Sie plädiert für die Umsetzung des SVV-Beschlusses zur Wiederherstellung der ursprünglichen Skulptur von Kurfürst Friedrich I. „Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind dabei war, als die Sabinchenfigur von Lothar Sell auf dem Sockel montiert wurde. Sie gehört heute einfach zu Stadt“, sagt der CDU-Kandidat. Seinen „unverbrauchten Blick von außen“ auf die Lokalpolitik hält er für einen Vorteil im Wahlkampf.

Er habe „viel Unzufriedenheit mit der Stadtpolitik und der Verwaltung registriert“, die bürgerfern seien. „Leute werden oft hintergangen und nicht ernst genommen“, behauptet Waschetzko. Auch sollten örtliche Unternehmer stärker bei öffentlichen Ausschreibungen berücksichtigt werden, auch wenn Vergaberichtlinien dem eigentlich widersprechen. „Nur durch ein Bündnis aus Verwaltung und Abgeordneten mit den Bürgern wird Treuenbrietzen zukunftsfähig“, sagt der Kandidat. So müssten Bürger enger beteiligt und stärker auch in die Haushaltsdebatten einbezogen werden.

Erholung im Harz und an der Ostsee

Potenziale sieht Waschetzko im Ausbau des sanften Tourismus. Angebote müssten stärker gebündelt und ehrenamtliche Aktivitäten stärker wertgeschätzt werden. Das gelte auch für die vielseitige Vereinsarbeit. Beim aktuellen Streitthema zum Motocross-Betrieb am Krähenberg verstehe er „die berechtigten Bedenken der Anlieger“. Doch sollten sich Konflikte „durch festgelegte Trainingszeiten beilegen lassen“.

Selbst genießt Alexander Waschetzko in Freizeit und Urlaub gerne Ruhe und Natur. So beim Wandern mit der Familie im Harz oder an der Ostsee. Dort betreibt er ein Domizil mit Ferienwohnungen und liebt Touren mit seinem Segelboot.

Von Thomas Wachs

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