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Alle am Ziel – verlaufen war nicht möglich

Görzke Alle am Ziel – verlaufen war nicht möglich

Egal ob barfuß, mit dem Esel oder ganz klassisch auf Schusters Rappen - beim Wanderfest des Naturparkes Hoher Fläming kamen alle Teilnehmer je nach individuellen Wünschen voll auf ihre Kosten. Bereits zum 12. Mal fand das Ereignis als Sternwanderung statt. Dieses Mal führten die unterschiedlichsten Routen zum Handwerkhof in Görzke.

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Hoher Fläming hautnah: Ulrich Conrad (rechts) und seine barfüßigen Begleiter aus Berlin, Freiburg und Flensburg.

Quelle: Johanna Uminski

Görzke. Egal ob barfuß, mit dem Esel oder ganz klassisch auf Schusters Rappen - beim Wanderfest des Naturparkes Hoher Fläming kamen alle Teilnehmer je nach individuellen Wünschen voll auf ihre Kosten. Bereits zum 12. Mal fand das Ereignis als Sternwanderung statt. Dieses Mal führten die unterschiedlichsten Routen zum Handwerkhof in Görzke.

Entscheiden konnten sich die Naturfreunde zwischen elf Touren. Mit dem Sportverein Empor Berlin ging es auf dem Burgenwanderweg, die Naturwacht entführte die Wanderer auf ihrem Weg zu Schloss, Rummel und Ruine, während es auf dem acht Kilometer langen Rundwanderweg 62 vor allem um Koordination, Kraft, Ausdauer und Entspannung ging.

Vize-Landrat Christian Stein (CDU/l) und Naturparkchef Steffen Bohl (r) ehrten die Mitglieder der Wimpelwandergruppe

Vize-Landrat Christian Stein (CDU/l.) und Naturparkchef Steffen Bohl (r.) ehrten die Mitglieder der Wimpelwandergruppe. Werner Rudolph, Rainer Leschbor, Peter Rabenhorst, Steffen Hercher und Manfred Reschke (von links).

Quelle: Johanna Uminski

Margot und Helmut Adam wagten sich an die längste Wanderstrecke mit dem Berliner Wanderverein SV Empor. „Die 20 Kilometer waren kein Problem für uns“, sagen die beiden Brieselanger, die schon seit vielen Jahren wandern. Beim Naturpark-Wanderfest ist das Ehepaar bereits zum dritten Mal dabei.

Eine größere Herausforderung stellte da eher das frühe Aufstehen dar. „Wir sind um 4.30 Uhr aufgestanden, haben in Ruhe gefrühstückt und sind mit dem Zug nach Wiesenburg gefahren“, sagt Helmut Adam. Für die beiden ist das Wandern im Naturpark immer wieder ein Erlebnis.

„Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, die Wege sind breit und gut ausgeschildert.“ Von den Wanderwegen im Hohen Fläming ist auch Stephan Seelbach begeistert. „Es ist sehr angenehm zu laufen, weil überall Sand ist“, sagt der Flensburger, der eigens zur Veranstaltung nach Brandenburg gekommen ist, um an der 12,5 Kilometer langen Barfuß-Strecke teilzunehmen. Eine der Teilnehmerinnen ist auch Angela Reiser. „Man spürt den Boden mehr und hat mehr Bewegungsfreiheit“, betont die Freiburgerin, die seit einigen Jahren barfuß wandert.

Getanzt wurde in Görzke auch

Getanzt wurde in Görzke auch.

Quelle: Johanna Uminski

Neben der vielfältigen Auswahl an Wanderrouten konnten die Teilnehmer auch einen Spaziergang durch den Töpferort und Führungen auf dem Handwerkerhof unternehmen. Neben köstlichen Erfrischungen und Stärkungen gab es auch kulturelle Darbietungen der heimischen Hortgruppe, die mit einer Tanz- und Trommelaufführung die Zuschauer begeisterte. Auch die Linedancegruppe aus dem Ort beeindruckte die Teilnehmer. Der stellvertretende Landrat Christian Stein (CDU) überreichte nach einer Laudatio die Wanderdiplome, die in diesem Jahr an Bernhard Mainzer aus Großbeeren und weitere Mitglieder der Wimpelwandergruppe gehen.

Zeigt her eure Füße

Zeigt her eure Füße!

Quelle: Johanna Uminski

120 Anmeldungen gab es offiziell im Vorfeld für die verschiedenen Wanderrouten. „Wir haben aber mindestens 200 Teilnehmer“, sagt Naturparkleiter Steffen Bohl. Er und seine Mitstreiter durften sich über gute äußere Begingungen freuen. Das lockte augenscheinlich nicht nur die Wanderfreunde aus der Region.

Dass viele Teilnehmer immer wieder den Naturpark als Wanderort für sich entdecken, hat für den Chef des Schutzgebietes ganz einfache Gründe. „Die Infrastruktur ist super, hier kann sich niemand verlaufen, alles ist gut ausgeschildert, wir haben eine wunderschöne Landschaft, die auch nicht so steil ist.“

Vor allem zieht der Hohe Fläming Wanderer an, die die Stille suchen, betont Bohl. „Wir haben keine Massen an Wanderern hier.“

Von Johanna Uminski

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