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Alles dreht sich um das Thema Ei

Kurioses Dorffest in Schlalach Alles dreht sich um das Thema Ei

So zerbrechlich Eier auch sind – den Zusammenhalt eines Dorfes zu festigen, taugen sie allemal. Beim jüngsten Dorffest in Schlalach drehte sich alles ums Thema Ei. An kreativen Einfällen herrschte dabei kein Mangel.

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Von den Händen der anderen getragen: Steffi Roloff mit Töchterchen Lina.

Quelle: Julia Wasmuth

Schlalach. Wie Kolumbus, als der einst die Weltmeere durchquerte, mögen sich am vergangenen Sonnabend auch Steffi Roloff und ihr Töchterchen Lina gefühlt haben. Im schaukelnden (Schlauch-)Boot, getragen auf den Händen und über den Köpfen der anderen, durchquerten sie das Kirchenschiff des Schlalacher Gotteshauses. „So viel Kraft hat die Gemeinschaft – keiner im Boot geht unter“, lautetet die Botschaft, die Pfarrer Helmut Kautz dem Dorffest voran stellte. Ob das das vielzitierte „Ei des Kolumbus“ sein könnte, durften die Schlalacher im Anschluss erkunden.

Denn die inzwischen schon traditionelle Dorfolympiade in der Regie des Medien- und Kulturvereins Schlalach (MuKS) drehte sich diesmal ausschließlich ums Thema Ei. Rumgeeiert wurde dabei mindestens ebenso viel, wie rumgegackert. Die Frage, ob denn nun das Huhn oder das Ei zuerst da gewesen sein mag, dürfte, zumindest für Schlalach, beantwortet sein: Beides.

Die sechsjährige Lana Kleinschmidt auf dem Eierlauf-Hindernis-Parcours

Die sechsjährige Lana Kleinschmidt auf dem Eierlauf-Hindernis-Parcours.

Quelle: Uwe Klemens

„Einmal im Jahr ziehen alle Vereine des Dorfes an einem Strang“, freut sich Julia Wasmuth, die vor zwei Jahren aus Berlin nach Schlalach zog und das Dorf auch wegen dieser Gemeinsamkeit nicht mehr missen möchte. Feuerwehr, Fußballverein, Tischtennisspieler, Heimat- und Reitverein und natürlich der MuKS überlegen im Vorfeld, was das neue Dorffest-Thema sein könnte und denken sich dann die dazu passenden Stationen aus. Beim Ei konnten sie dabei aus dem Vollen schöpfen. Denn nicht nur das Kinderspiel Eierlauf ist mitmachtauglich für Jung und Alt. Eierkrocket und Eierzielkullern durch die große Plastikröhre etwa machten ebenso allen Schlalachern Spaß. Dass der Straus die größten Eier legt weiß jeder. Aber von welchen Vögeln stammen die anderen zehn Eier? Beim Quiz durfte geraten werden. Zumindest Mario Weber, der die elf Eier auf einer Holzscheibe befestigt hatte, kannte alle richtige Antworten. Dass jemand alle hier möglichen 300 Punkte bekam, war die Ausnahme.

David Günther (li) ist nun „Schlalacher des Jahres“

David Günther (li.) ist nun „Schlalacher des Jahres“. Ortschronist Uli Knopke hatte ein Bilderrätsel vorbereitet.

Quelle: Uwe Klemens

Für noch mehr Kopfzerbrechen sorgte das Bilderrätsel von Ortschronist Uli Knopke, der Alltagsgegenstände heutiger und vergangener Tage fotografiert und als Rätsel-Blätteralbum zusammengestellt hatte. Hacke kennt jeder, aber eine Disse? Auch Teerbesen und Jaucheeimer sind für Jüngere heutzutage rätselhafte Überbleibsel der Vergangenheit. Der (bitte langsam lesen!) Eierschalensollbruchstellenverursacher hingegen ist ein moderner Designer-Gag, den in Schlalach kaum jemand kannte. „Ich will die Leute animieren, sich ein bisschen mehr für die Vergangenheit zu interessieren“, freute sich der Ortschronist.

Schlalach – ein Ort mit Geschichte

Der Name Schlalach ist vermutlich slawischen Ursprungs und bezeichnet eine sumpfige Waldlichtung.

Die Ersterwähnung als Slanlach oder Slanloch stammt von 1342, die früheste Urkunde datiert aus dem Jahr 1375.

Wahrzeichen des Ortes ist die um 1500 erbaute Feldsteinkirche. Der Taufstein ist nach Schätzungen noch 200 Jahre älter.

Bedeutendster Schlalacher war der Kirchenpolitiker Matthias von Oppen, der um 1565 in Schlalach geboren wurde und später Domherr zu Halberstadt war.

Das dürfte ihm mit seinem Bilderrätsel gelungen sein. Die meisten Punkte auf seinem Zettel hatte nach dem Absolvieren aller Stationen am Ende David Günther, der nun für ein Jahr „Schlacher des Jahres“ ist. Darauf ein Eierlikör.

Von Uwe Klemens

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