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Alljährliche Jagd in Wiesenburg

MAZ hautnah dabei Alljährliche Jagd in Wiesenburg

Gute Tradition ist mittlerweile das alljährliche Jagen in den Wiesenburger Wäldern (Potsdam-Mittelmark). An diesem Wochenende waren insgesamt 13 Jäger wieder unterwegs. Ihre Ausbeute: Drei Schweine, vier Rehe und ein Fuchs.

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Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. „He jo, he jo!“ Im Forstteil des Wiesenburger Parkes geht es am Sonnabendvormittag ziemlich lautstark zu. Die Rufe von Treibern schallen zuerst durch den Wald. Tatsächlich schreckt das Wild bald hoch, lässt es im Unterholz krachen und nimmt querfeldein eilig Reißaus vor dem Quartett in Orange. Wenn allerdings nicht die richtige Richtung ansteuert wird, kann es gefährlich für die Tiere werden. Nicht weniger als 13 Jäger stellen ihnen nach.

Mit Grund: Die Population ist groß geworden und richtet nicht selten Schäden an. Wildschweine kamen vom Maisacker am Klärwerk herüber. Von ihnen umgewühlte Wege an den Rhododendren sind eher noch das kleinere Übel. Verbissschäden in den Schonungen, wo sich Dam- und Rehwild an den jungen Bäumen laben, hat Ulrich Jarke häufig zu beklagen. Deshalb ist es durchaus im Sinne des Parkleiters, wenn auf den mehr als 100 Hektar Wald und Flur, die sich an den gestalteten Garten anschließen, das eine oder andere Tier zur Strecke gebracht wird. Seit Mittwoch hatten die Kollegen der Parkbrigade deshalb dort kein Holz mehr gesägt, sondern für freilich trügerische Ruhe im Revier, in dem für gewöhnlich Klaus Schubert für die weidmännischen Belange verantwortlich zeichnet, gesorgt.

Population ist groß geworden

Prompt fallen schon die ersten Schüsse. Dass Personen nicht zu schaden kommen sollen, hat oberste Priorität. Darüber sind die Weidmänner morgens bei der Einweisung belehrt worden. Deshalb sind Ankündigungen vorab ausgehängt und aktuelle Schilder an den Zugängen aufgestellt. Immerhin muss dennoch ein Besucher gebeten werden, ausnahmsweise einen Bogen um das Areal zu machen. Selbst haben die Schützen alle stehend in einem zugewiesenen Sekttor ihre Position bezogen und nehmen das tatsächlich passierende Wild ins Visier.

„Normalerweise findet die Jagd im Park immer schon vor Weihnachten statt“, sagt Matthias Brandt. Wegen der Witterung ist der Termin aber verschoben worden. „Es braucht neben Laubfreiheit immer eine gewisse dünne Schneelage. Dann sind die Sichtverhältnisse am besten“, erklärt er. Der 54-Jährige ist Vorsitzender der Pächtergemeinschaft Wiesenburg, die sich ein paar Gäste aus der Umgebung zu der durchaus attraktiven Jagd im Park eingeladen hat. Die Temperaturen um den Gefrierpunkt sind für die Hubertusjünger jedenfalls kein Grund zum Klagen. Und die Treiber kommen ohnehin gut in Bewegung und ins Schwitzen, wie Michael Pfeiffer schließlich bestätigt.

Termin wurde verschoben

Nicht minder nötig: Die vier Jagdhunde, mit denen es unter anderem auf die Nachsuche geht. Das Damwild hatte offenbar rechtzeitig die Flucht ergriffen. Trotzdem ist eine ganz ansehnliche Strecke auf dem Hof von Egon Pfeiffer zusammengekommen. Drei Schweine, vier Rehe und ein Fuchs sind die Bilanz nach fünf Stunden. Kein großes Zeremoniell zum Ausklang, sondern ein der Zweckmäßigkeit der Veranstaltung angepasster Ausklang am Feuer. Da wird es fast noch etwas besinnlich.

Von René Gaffron

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