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Alpha-Kurs in Brück wird diesmal international

Glaubensslehre für Erwachsene Alpha-Kurs in Brück wird diesmal international

Der Alpha-Kurs erlebt seine siebte Auflage in Brück (Potsdam-Mittelmark). Das wöchentliche Glaubensseminar geht diese Woche zu Ende. Jürgen Thiele berichtet, warum er zwar nicht in die Kirche zurückkehrt, aber bei der Veranstaltungsreihe dennoch einige gute Erfahrungen gemacht hat. Schon große, internationale Personenkreis war speziell.

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Jürgen Thiele

Quelle: Andreas Koska

Brück. Jürgen Thiele ist einer der 40 Teilnehmer des zum siebenten Mal veranstalteten Alpha-Kurses in der Lambertuskirche. Der 55-Jährige sagt, warum er bei den diesjährigen Glaubensseminaren für Erwachsene dabei ist.

Ist der Alpha-Kurs ihre erste Begegnung mit dem Christentum?

Jürgen Thiele : Nein, ganz und gar nicht. Ich bin auch bisher nicht ohne Glaube, aber ohne Konfession. Ich wurde zwar getauft und konfirmiert, bin allerdings schon vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten. Danach habe ich mich erst einmal dem Taoismus und den asiatischen Kampfsportarten zugewandt.

Weshalb dann die Anmeldung zu der Veranstaltungsreihe?

Thiele : Ehrlich gesagt hoffe ich, dass mir offene Fragen beantwortet werden. Ich habe die Bibel gelesen, meine aber, nicht alles verstanden zu haben. Deshalb bin ich wöchentlich bei den Zusammenkünften und habe Hoffnung auf Erklärungen. Das Angebot kam quasi gerade zur passenden Zeit.

Wie läuft solch ein Gesprächsabend ab?

Thiele : Der Treff findet in einem schön dekorierten Raum statt. Es wird gemeinsam gegessen und getrunken. In dieser angenehmen Atmosphäre werden die Fragen zu Gott und der Welt diskutiert. Immerhin ist es ein großer, interessanter Personenkreis, der sich wöchentlich zusammenfindet. Dieses Jahr wohl besonders: Von den rund 40 Personen sind zwölf Iraner, die sich mit dem christlichen Glauben beschäftigen.

Haben sie für sich die gewünschten Antworten bei den Gesprächsrunden bekommen?

Thiel e: Nur bedingt. Nach jeder Stunde habe ich immer mehr Fragen. Nach der ersten Zusammenkunft war ich sogar so aufgewühlt, dass ich gar nicht schlafen konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Thema so berührt.

Ein Beispiel bitte.

Thiele : Es gibt in der Bibel den Satz: Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, halte ihm die andere hin. Aber:. Wieso sollte ich das tun und mich nicht verteidigen dürfen? Klar bin ich eher ein ruhiger Zeitgenosse, der versucht Konflikte mit Worten zu regeln, aber wenn es um meine körperliche Unversehrtheit geht, würde ich mich verteidigen und mithin anderen in so einem Fall helfen. Der Austausch über die vielen Sichtweisen war sehr interessant.

Nach insgesamt acht Abenden geht der Kurs in dieser Woche mit einem Abschlussgottesdienst. zu Ende. Was fällt Ihre Bilanz aus?

Thiele : Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich werde sicher nicht wieder in die Kirche eintreten. Gleichwohl ich sagen muss, dass mir Pfarrer Helmut Kautz imponiert. Ich schätze seine Arbeit in Brück und Umgebung, weil er nicht nur redet und predigt, sondern glaubwürdig lebt und handelt.

Was war der persönliche Erkenntnisgewinn für Sie?

Thiele : Ich habe für mich bisher mitgenommen, dass unabhängig von der Religion es für das Leben hilfreich ist, wenn man sich an bestimmte Regeln, wie zum Beispiele die zehn Gebote hält. Solche Regeln sind mir wichtiger als einen Gott anzubeten.


Von Andreas Koska

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