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Potsdam-Mittelmark Alte Pferdebusse bei den Titanen der Rennbahn
Lokales Potsdam-Mittelmark Alte Pferdebusse bei den Titanen der Rennbahn
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12:22 27.06.2016
Der polnische Kutscher Krzysztof Szustel kam aus Warschau nach Brück und möchte auch im kommenden Jahr wieder dabei sein. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Im englischen Pferdemekka Ascot versuchen sich die Damen gegenseitig mit den gewagtesten Hutkreationen zu übertrumpfen. In der Brücker Titanen-Arena gibt es keinen Hutzwang, trotzdem war an diesem Wochenende kaum ein Kopf unbedeckt. Strohhut an Strohhut saßen und standen sowohl die Damen als auch die Herren auf den Tribünen und rund um die Bahn. Anders war die Hitze, vor allem am Samstag kaum auszuhalten.

Zur 15. Auflage der Titanen der Rennbahn strömten wieder Tausende Brandenburger nach Brück. Ein Höhepunkt war die Vorführung historischer Pferdebusse.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte jedoch auf den Kopfschmuck verzichtet. Schon zum sechsten Mal zählte er zu den Besuchern der Veranstaltung. „Die Kraft, die die Kaltblüter hier zeigen, brauchen wir jetzt in Europa“, sagte er mit Blick auf den Brexit. Danach setzte er sich in einen der sechs Pferdeomnibusse, um am Schaubild „Historische Pferdeomnibusse im Parcours“ teilzunehmen. Das Schaubild wurde durch sieben Postkutschen ergänzt, die einst zur Personenbeförderung dienten.

Polnischer Kutscher will 2017 wieder kommen

Zu diesem Zeitpunkt waren die Tribünen sehr gut gefüllt, viele Brandenburger ließen es sich nicht nehmen, die 15. Titanen der Rennbahn zu besuchen. Die Omnibusse kamen indes aus Polen, der Schweiz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Der älteste bediente schon 1893 eine Linie, während der Bus aus der Berlin 1912 die Straßen der Hauptstadt befuhr.

Krzysztof Szustel aus Warschau zeigte sich begeistert. „Es ist eine wunderbare Veranstaltung, mit viel Qualität und mit tollen Zuschauern“, sagte der Kutscher des aus Polen kommenden Busses. Er glaubt, das gut beurteilen zu können, da er selbst Fahrsportevents auf die Beine stellt. „Ich komme nächste Jahr wieder, dann werde ich fünf Dampfspritzen dabei haben und ein Schaubild vorstellen“, versprach Szustel, der erstmals am Titanen-Wochenende teilnahm.

Viel Beifall für Davide Martello

Besonders viel Beifall – auch beim Umzug durch die Stadt am Abend – erhielt Davide Martello, der seinen Flügel auf einen Pferdeanhänger gestellt hatte und durchgehend in die Tasten haute. Martello ist inzwischen weltbekannt als der „Friedensengel am Flügel“. Er spielte bereits auf dem Potsdamer Platz in Berlin, am Majdan in Kiew und dem Taksim in Istanbul. In Brück war er schon im Vorjahr.

Der abendliche Umzug wird immer mehr zu einem Happening für die Brücker. Schon lange bevor die diesmal rund 50 Kutschen und Fuhrwerke – darunter ein von Ochsen gezogener Wagen – ihren Korso gestartet hatten, sah man die Planestädter vor ihren Häusern Platz nehmen. Tische und Bänke wurden herausgestellt, die Kinder spielten, während die Erwachsenen kleine Picknicks veranstalteten. Auch als der Umzug nach rund einer Stunde vorbei war, blieben sie noch lange vor ihren Häusern.

Jürgen Drews ließ Zuschauer lange warten

Dieses Sitzfleisch wäre am Freitag nötig gewesen. Die Eröffnungsparty mit Jürgen Drews forderte viel Geduld von den Besuchern. Der „König von Mallorca“ ließ auf sich warten. Erst gegen 1 Uhr morgens erschien er auf der Bühne, da waren viele der Zuschauer allerdings schon zu Bett gegangen.

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Von Andreas Koska

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