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Potsdam-Mittelmark Altenpflegeheim am Brücker Herz
Lokales Potsdam-Mittelmark Altenpflegeheim am Brücker Herz
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00:43 19.07.2015
Das „Brücker Herz“ soll links hinten um ein AWO-Pflegeheim ergänzt werden. Quelle: Thomas Wachs
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Brück

Für das im Brücker Zentrum geplante Seniorenpflegeheim laufen die Planungen auf Hochtouren. „Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen“, sagte Angela Basekow jetzt auf Nachfrage. Sie ist Geschäftsführerin des Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt Potsdam (Awo). Das gemeinnützige Unternehmen plant seit mehr als einem Jahr den Neubau mit zirka 60 Plätzen zur Altenpflege. Investiert werden sollen rund acht Millionen Euro. Derzeit laufe die Abstimmung des Bebauungsplanes mit Behörden und Trägern öffentlicher Belange, erklärte Basekow. Vorgesehen ist ein dreigesschossiger Winkelbau. Entstehen soll das Pflegeheim hinter dem bereits heute von der Arbeiterwohlfahrt betriebenen „Brücker Herz“ gegenüber des Amtsgebäudes und des Supermarktes an der Ernst-Thälmann-Straße. Der Awo-Komplex mit altersgerechten Wohnungen soll rückseitig zum Acker hin um den Neubau erweitert werden.

Lediglich Einzelzimmer geplant

Der Brücker Neubau der Arbeiterwohlfahrt mit Sitz in Potsdam soll eine Grundfläche von zirka 3300 Quadratmetern umfassen.

Dabei entsteht eine Nutzfläche von rund 2800 Quadratmetern.

Vorgesehen sind rund 60 Pflegeplätze – ausschließlich in Einzelzimmern.

Angeordnet werden könnten 16 Zimmer im Erdgeschoss sowie jeweils 22 im ersten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss. Im Parterre sind zudem eine Küche sowie Personalräume vorgesehen.

Die Arbeiterwohlfahrt betreibt in Brück bereits eine Sozialstation und im Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ am Schulcampus eine Tagespflegestelle.

Zudem gibt es einen Treff der Awo-Ortsgruppe und das Mietshaus „Brücker Herz“ mit seniorengerechten Wohnungen.

Baurechtlich ist das möglich. Die nötigen Grundstücke seien gesichert, erklärte die Awo-Chefin. Zwischenzeitlich hatten Mitglieder des Brücker Ausschusses für Infrastruktur, Stadt- und regionale Entwicklung Änderungen des Bauplatzes erwogen. So hätte sich Günther Fischer gewünscht, den Neubau zur hinteren Abrundung des Parkplatzes anzuordnen „Damit wäre städtebaulich ein schönen Effekt erzielt worden, als wenn das neue Haus jetzt in der Ecke versteckt wird“, sagte der in Brück lebende Architektur-Professor und Stadtplaner kürzlich in einer Sitzung. „Wir sind aber sehr glücklich, dass es diesbezüglich keine Veränderungen geben muss“, so Angela Basekow. „Sonst hätten wir unsere schon weit fortgeschrittene Planung ganz von vorn beginnen müssen“, so die Geschäftsführerin.

Nach ihren Angaben werden für das Pflegeheim bis zu 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Neben Personal für Pflege und Verwaltung werden auch Küchenkräfte und Hausmeister benötigt.

Die Stadt Brück unterstützt das Vorhaben. Sie sieht einen wachsenden Bedarf für Pflegeplätze im Ort. Begegnet werden soll dem Wegzug von Senioren aus dem Amtsbereich Brück. Sie können solche Angebote derzeit nur in Bad Belzig, Treuenbrietzen oder Lehnin nutzen.

„Schon länger zeichnet sich der Bedarf für Pflegeplätze ab“, sagte Amtsdirektor Christian Großmann. Laut einer Studie nutzen fünf Prozent der Menschen im Alter über 65 Jahre eine solche Wohnform für ihren Lebensabend. Im Amt Brück wären dies mehr als 112 Personen – „und im Jahr 2030 bereits knapp 200“, rechnete der Verwaltungschef schon vor zirka einem Jahr bei der ersten Vorstellung der Baupläne für das Pflegeheim vor.

Parallel plant der Bezirksverbandes der Arbeiterwohlfahrt Potsdam ein weiteres solches Projekt in Werder/Havel. Dort laufen die Arbeiten bereits. „Brück könnte dennoch früher fertig werden“, sagte Angela Basekow. Denn in Werder wird neben dem Neubau zudem das bestehende Gebäude für betreutes Wohnen saniert. „Dort erfolgt dann auch eine neue Aufteilung der Räume“, erklärte die Geschäftsführerin. In Brück entsteht lediglich der Neubau.

Von Thomas Wachs

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