Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Am Einheitstag wird eingeheizt
Lokales Potsdam-Mittelmark Am Einheitstag wird eingeheizt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 07.10.2015
Am Tag der Deutschen Einheit wird in Emstal Brot gebacken. Quelle: Christine Lummert
Anzeige
Emstal

Der Tag der Deutschen Einheit ist in Emstal traditionell Backtag. 25 Mitglieder zählt die Interessengemeinschaft (IG) Backofen. Am Samstag waren fast alle auf den Beinen, um in zwei Backgängen je 60 Brote über den Verkaufstisch gehen zu lassen. „Der letzte Backtag liegt schon ein paar Monate zurück. Deshalb haben sich alle Mitglieder und Besucher besonders gefreut, dass es wieder los geht“, erklärte Udo Wernitz, der Vereinsvorsitzende.

Schon am Vortag war einiges zu tun. Der traditionelle Lehmbackofen wird vorgeheizt, in der kleinen Backstube der Sauerteig angesetzt. Zum Backtag geschieht dann rund um die Backöfen in der Ortsmitte alles vor einem interessierten Publikum. „Nur zu unserem Backofenfest haben wir zwei Öfen in Betrieb, an normalen Backtagen schonen wir dagegen unseren alten Ofen, der in den 1980er Jahren von uns restauriert wurde“, erklärte Vereinsmitglied Klaus Dietrich Weinreich.

Zwei Stunden Wartezeit

Am neueren, original nachgebauten Backofen war Ralf Gruner als Heizer in Aktion, der dabei anschauliche Erklärungen für die Gäste gab. „Der ganze Backvorgang vom Einheizen mit Reisigbündeln bis zum fertigen Brot dauert etwa zwei Stunden“, erklärte Gruner und einige Besucher nahmen sich die Zeit, um alles von Anfang bis Ende zu beobachten. Zumal die Wartezeit auch mit herzhaften Schmalzstullen oder süßem Zuckerkuchen und Bienenstich frisch aus dem Ofen der Backstube gut zu überbrücken war. Einige Gäste hatten auch gleich alles für ein zünftiges Picknick von zu Hause mitgebracht und brauchten nur noch das frische Emstaler Brot zu ihrem kulinarischen Glück.

Außerdem stand das Backofenmuseum offen, das neben der kleinen Backstube vor allem ein Museum rund die jahrhundertealte Tradition des Backens auf dem Land beherbergt. „An Backtagen ist das Museum natürlich immer offen, aber auch an jedem Samstag zwischen Mai und Oktober wird es von einem IG-Mitglied von 14 bis 16 Uhr geöffnet“, erklärte Weinreich.

Auf die richtige Hitze kommt es an

Natürlich kamen die meisten Gäste, um eines der traditionellen Kugelbrote mit nach Hause zu nehmen. „Wir versuchen uns auf die Wünsche der Käufer einzustellen. Deshalb haben wir zum ersten Mal ein hundertprozentiges Roggenvollkornbrot gebacken, das auch bei Glutenunverträglichkeit bekömmlich ist“, berichtete Vereinschef Wernitz, der einer von drei gelernten Bäckern in der IG ist. „Die Bäcker haben bei uns das Sagen,“, sagte Ralf Gruner den Zuschauern, „denn das Brot soll schließlich keine schwarzen Füße bekommen.“ Deshalb war es auch Gerhard Beling überlassen mit der Mehl- und Ährenprobe den Ofen auf die richtige Ober- und Unterhitze zu prüfen. Dann wanderten mit der Hilfe vieler Hände, die Brote in einem eingespielten Ablauf in den Ofen und nach einer Stunde Backzeit über den Verkaufstisch in die Hände der erfreuten Kunden.

Von Christine Lummert

Potsdam-Mittelmark Burgenradtour startet in Wiesenburg - Auf dem Rad durch den Fläming

Die 280 Teilnehmer der dritten Fläming-Burgenradtour am Wochenende waren begeistert. An vier Tagen fuhren die Radfans von Wiesenburg aus Touren mit Zielen wie Thießen, Loburg, Ziesar und Rietz. Doch unterwegs machten Reetzer Bürger sowie die Einwohner aus Reetzerhütten und Reppinichen auf ein großes Problem aufmerksam.

07.10.2015
Potsdam-Mittelmark Einzug in Großzelte nicht ausgeschlossen - Flüchtlinge: Kreis prüft Traglufthalle in Werder

Auf der Suche nach neuen Unterkünften für Flüchtlinge prüft der Kreis Potsdam-Mittelmark jetzt auch die Unterbringung in beheizbaren Traglufthallen. Zu den ausgewählten Standorten gehört auch eine Freifläche am Oberstufenzentrum in Werder. Eine endgültige Entscheidung ist nach den Worten von Landrat Wolfgang Blasig (SPD) aber noch nicht gefallen.

05.10.2015
Potsdam-Mittelmark Richtfest für Kleinmachnower Schulneubau - Irrer Duft von feinem Holz

Die Freie Waldorfschule Kleinmachnow investiert in ihren Standort auf dem Seeberg weiter. Jetzt entstehen für rund 2,3 Millionen Euro Neubauten für die Grundschüler. Beim Richtfest am Freitag wurden die Vorzüge des Holzbaus gefeiert. Bislang lernten die Kleinsten noch in Containern.

02.10.2015
Anzeige