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Potsdam-Mittelmark Am Fiener Damm baut der Biber nicht mehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Am Fiener Damm baut der Biber nicht mehr
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00:17 25.04.2016
„Dieser Staukopf am Rogäsener Plattenweg ist defekt“, erklärt Mathias Busse. Quelle: C. Nack
Rosenau

„Es gibt keine großen Beschwerden. Alles im grünen Bereich“, sagt Mike Krause vom Wasser- und Bodenverband „Plane-Buckau“ mit Sitz in Golzow. Von elf Schaubezirken war Rosenau die siebte Station der Verbandsschau 2016.

Während die Agrargenossenschaft „Fiener Bruch“ bei Zitz im vorigen Jahr auf eigene Kosten die Bohlen zweier Staue mit Metall beschlagen und bibersicher gemacht hat, ist es diesmal fraglich. „Denn wir haben an den niedrigen Milchpreise zu knabbern“, so Vize-Chef Mathias Busse, der die Gemeinde Rosenau im Verband vertritt. Zwei kaputte und unterspülte Stauköpfe am Rogäsener Plattenweg müssten komplett saniert werden. Problem: Jeder würde 15 000 Euro kosten. „Derzeit ist eine leichte Regulierung des Rogäsener Wasserstandes nur von Viesen aus möglich“, erklärt er. Birgit Kusza von der Unteren Wasserbehörde stellte für die Zukunft in Aussicht, dass mit dem neuen Brandenburger Wasserrecht, das allerdings noch in der Diskussion ist, die Unterhaltung der Stauanlagen und Schöpfwerke zur Pflichtaufgabe der Verbände werden soll. Derzeit tragen die Begünstigten die Kosten.

Am Fiener Damm baut der Biber nicht mehr. „Während der Straßendurchlass sonst ständig mit Ästen zu war, ist seit sechs Wochen Ruhe“, berichtet Busse. Naturexperte Christian Kurjo vom Landkreis erklärt es damit, dass der Bautrieb des Nagers im Frühjahr nachlässt, er sich auch von Gras und Kräutern ernährt und der Wasserstand offenbar noch ausreicht, um sich gefahrlos zu bewegen. In Zitz überzeugte sich Kurjo davon, dass die Störche die im März erneuerte Nisthilfe angenommen haben.

Seit dieser Graben unweit des alten Bahndamms beräumt ist, gibt es für die Zitzer Anwohner bei Starkregen keine Probleme mehr. Quelle: Claudia Nack

Im zurückliegenden fast frostfeien Winter konnte nur ein Teil der Gräben frei geschnitten werden, weil Flächen wegen Staunässe nicht befahrbar waren. Am Rinderfangstand im Zitzer Katzenbusch müssen wuchernde Weiden daher warten. Seit der Beräumung des Grabens am alten Bahndamm ist die Gefahr für Anwohner bei Starkregen gebannt. An der Viesener Mühle wurde der Staukopf mit Betonplatten gesichert. Vermutlich wegen durchgesägter Bohlen hatte die alte Buckau 2015 bei hohem Wasserstand die Wiese überspült.

Das 185-Seelendorf Viesen blieb im vorigen Jahr von einer Überschwemmung verschont. Der Verband hatte an der Ortsdurchfahrt einen Sandfang errichtet und die Agrargenossenschaft im Siethmatenweg Querrinnen gezogen, damit das Regenwasser nicht ungebremst in den Ort, sondern in den Graben läuft. „ Wir bleiben dran und räumen turnusmäßig“, sagt Krause. Dieser Graben sei im Gewässerunterhaltungsplan.

Insgesamt unterhält der Wasser- und Bodenverband „Plane-Buckau“ rund 792 Kilometer Gewässer zweiter Ordnung, davon entfallen geschätzte 75 Kilometer in den Fiener Bruch. Von den Bodeneigentümern erhebt er einen Jahresbeitrag von 6,25 pro Hektar. „Für uns ist es wichtig, dass dieser Beitrag stabil bleibt“, betont Mathias Busse und appelliert mit Blick auf klagende Waldbesitzer im Wiesenburger Raum an das Solidarprinzip.

Von Claudia Nack

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