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Potsdam-Mittelmark Ambulante Kuren führen ein Schattendasein
Lokales Potsdam-Mittelmark Ambulante Kuren führen ein Schattendasein
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02:15 25.03.2017
Viel zu wenige Patienten nutzen ambulante Kuren in der Stein-Therme. Dabei stehen sie vielen Menschen zu. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Wenn über Kuraufenthalte hierzulande gesprochen wird, dann für gewöhnlich mit Bezug auf die idyllisch am Stadtrand gelegenen Rehabilitationsklinik „Hoher Fläming“ in Bad Belzig. Die so genannte ambulante Kur ist indes kaum bekannt und führt – nicht nur in Bad Belzig – nach Einschätzung von Christian Kirchner „unverdientermaßen ein Schattendasein“.

Deshalb hat der Geschäftsführer der Stein-Therme jüngst während der Internationalen Tourismusbörse in Berlin für eine Renaissance dieser Vorsorgekuren mit Anwendungen in Kurmittelhäusern oder -bädern getrommelt. Nicht nur um die Kurortentwicklung in Bad Belzig voranzutreiben, sondern um diese Prävention wieder in das Bewusstsein zurück zu holen. Er erklärt: Es gibt zum einen die stationären Kuren, in die sich Patienten beispielsweise nach Operationen begeben. Zum anderen gibt es aber die ambulante Vorsorgekur.

„Von einem Antrag sollte sich niemand abhalten lassen. Jeder ist anspruchsberechtigt“, klärt der 63-Jährige auf und ergänzt: „Aus dieser Form heraus haben sich die Anforderungen an die Kurorte entwickelt.“

In diesem Zusammenhang verweist seine Assistentin Ina Fink auf das Gastgeberverzeichnis von Bad Belzig. Da gibt es kleine Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Mit und ohne Stern und damit für jeden Geldbeutel ein Quartier. „Die privaten Beherbergungsbetriebe in den Kurorten sind als Partner vorgesehen und dafür auch prädestiniert“, sagt Kirchner. Bei ihnen logiert derjenige, der sich für eine ambulante Kur entschieden hat. In der Kombination mit den Anwendungen im Gesundheitszentrum der Stein-Therme sieht der Chef für das Unternehmen wie für die Patienten ein riesiges Potenzial. „Die ortsansässigen Bäcker, Fleischer und Gemüsehändler sollten davon profitieren“, so Kirchner.

Widerspruch lohnt meistens

Der Weg zur ambulanten Kur beginnt mit einem Gespräch beim Hausarzt. Anhand eines Bäderkalenders, der in 90 000 Arztpraxen deutschlandweit zur Verfügung steht, kann im gemeinsamen Dialog der passende Kurort gefunden werden.

Mit dem Doktor ist der Antrag für die Krankenkasse auszufüllen, die die Zulassung erteilt. Bei einer Ablehnung bringt meist ein Widerspruch den gewünschten Erfolg.

Privatangelegenheit ist die Suche nach einer Unterkunft im Kurort. Dort angekommen, ist der Weg zum Bade- bzw. Kurarzt der erste Termin, der wahrgenommen werden muss.

Die Bade- oder Kurärzte wiederum erstellen individuelle Behandlungspläne. „Weil sie sich mit den ortsgebundenen Heilmitteln am besten auskennen“, so der Thermenchef. In Bad Belzig ist die jodhaltige Thermalsole, die mit einem Salzgehalt von etwa 20 Prozent und einer Temperatur von 30 Grad Celsius in verdünnter Form die Becken der Bade-Welt speist, das zentrale Heilmittel.

Die aufbereitete Sole stärkt das Herz-Kreislauf-System, entlastet Muskeln, Gelenke und die Wirbelsäule und hat außerdem eine positive Wirkung auf die Haut. Zusätzlich gibt es umfangreiche Angebote zur Gesundheitsvorsorge – vom Aqua-Fitness-Kurs über die Rückenschule bis hin zur progressiven Muskelentspannung. Ein hervorragend ausgebautes Wanderwegenetz, gratis viel frische Luft und Ruhe, machen Bad Belzig zu einem idealen Kurort für jeden, der seiner Gesundheit gutes tun und Körper und Seele eine Auszeit schenken will.

Die Kapazitätsgrenze ist bei weitem nicht erreicht. Mit durchschnittlich jeweils 30 bis 35 ambulanten Kuren in den zurückliegenden drei Jahren gibt es noch viel Luft nach oben.

Von Christiane Sommer

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