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Amt Brück sucht einen neuen Winterdienst

Nachgefragt Amt Brück sucht einen neuen Winterdienst

Weil die aktuellen Verträge überholt sind und das zu räumende Straßennetz nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, soll der Winterdienst für das Amt Brück angepasst und neu ausgeschrieben werden. Marion Jahn, Leiterin des Fachbereiches Bauen und Ordnung im Amt Brück, erklärt im Interview, wie das genau aussehen soll.

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Marion Jahn

Quelle: Andreas Koska

Brück. Der Winterdienst in den Gemeinden des Amtes Brück soll neu vergeben werden. Warum das sinnvoll ist, erklärt Marion Jahn, Leiterin des Fachbereiches Bauen und Ordnung im Amt Brück.

Was ist der Anlass?

Wir arbeiten mit Dienstleistern auf Basis von Verträgen aus dem Jahr 2005 zusammen.Ausgenommen Das ist ein sehr langer Zeitraum in unserer schnelllebigen Welt. Damals hatten wir eine Ausschreibung gestartet. Es gingen auch einige Angebote ein. Jedoch wollte bis auf unseren jetzigen und langjährigen Auftragnehmer niemand den Winterdienst in Borkheide und Borkwalde übernehmen. Da wir aber auch diese Orte berücksichtigen wollten, haben wir den Vertrag dort wieder mit der Agrargenossenschaft Brück abgeschlossen. Weiterhin sind in einigen Gemeinden noch Straßen hinzugekommen, die nicht im bisherigen Vertrag enthalten sind und doch zusätzliche Kosten verursacht haben.

Trotz des eher milden Winters sind die Kosten für den Winterdienst 2016/2017 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen,heißt es. Weshalb?

Bisher liegt die Summe der Ausgaben noch unter dem Wert von 2016. Aber es fehlen noch die Rechnungen für die Ortsdurchfahrtstraßen. Ich denke, die meisten Kosten verursacht nicht das Schneeschieben, sondern der Kampf gegen die Glätte. Wenn dann mehrmals am Tag gestreut werden muss, geht das ganz schön ins Geld. Milde Winter stehen den kalten in nichts nach, da es oft am Tage taut, was nachts wieder überfriert und gefährlich glatt wird.

Streuen statt Räumen und Schilder mit der Aufschrift „Eingeschränkter Winterdienst“ – erhöht das die Sicherheit auf den Straßen?

Das soll doch wohl keine Fangfrage sein? Die Kommunen haben den Winterdienst entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten zu gewährleisten, damit der Kraftfahrer die Straße bestimmungsgemäß benutzen kann. Schafft sie dies nicht, so sollte darauf hingewiesen werden – damit das Sicherheitsgefühl des Straßennutzers auf „besondere Vorsicht“ umschaltet und er somit sich und andere nicht gefährdet.

Die Räumpflicht soll auf weitere Straßen ausgedehnt werden und bei geringerer Schneehöhe gelten. So dass nicht mehr ab zehn, sondern ab fünf bis sechs Zentimetern geräumt werden muss. Das bedeutet sicher höhere Kosten?

Das könnte so sein, jedoch entspricht es auch den Erfahrungswerten der letzten Jahre, dass beim Streuen auf geringere Schneehöhen oft mehrere Streudurchgänge nötig waren. Gerade bei milden Wintern.

Erhofft man sich mit der Neuausschreibung eine Ersparnis?

Das wage ich nicht zu hoffen. Die Preise von 2005 sind seitdem gestiegen. Es lässt sich auch nicht abschätzen ob Dienstleister in Anbetracht der verschiedenen Wintersituationen ein Pauschalangebot abgeben würden, das nicht gleich den bisherigen Kostenumfang sprengt.

Gibt es eine Ausschreibung für jede Gemeinde einzeln oder will man alle sechs zusammen ausschreiben, um günstigere Verträge zu erhalten?

Die Ausschreibung erfolgt insgesamt, jedoch ist im Zuge der kommunalen Selbstverwaltung jeweils ein eigener Vertrag abzuschließen. Auch so erhoffen wir uns für den Gesamtumfang preisliche Vergünstigungen.

Gibt es schon erste Beschlüsse in den Kommunen?

Noch nicht. Die Gemeinde Planebruch hat den Beschluss bis zur Klärung von Fragen zurückgestellt, in einigen Gemeinden durchlaufen die Beschlussvorlagen die entsprechenden Ausschüsse.

Wann wird ausgeschrieben?

Die Kündigung der Verträge ist jährlich zum 30. Juni möglich. Bis dahin sollte die Verwaltung schon wissen, welchen Handlungsauftrag sie erhält. Da noch nicht klar ist, ob alle Gemeinden mitziehen wollen, bleibt die Beschlusslage abzuwarten.


Von Andreas Koska

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