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Amt Niemegk will Streetworker engagieren

Stelle für Jugendsozialarbeit Amt Niemegk will Streetworker engagieren

Im Amt Niemegk soll eine Stelle für die Jugendsozialarbeit geschaffen werden. Bedarf für einen Streetworker wird vor allem für die Dörfer gesehen. Entstehen kann die Stelle freilich nur, wenn dafür die beantragte Förderung fließt.

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Barbara Keller (li.) soll für die Sozialarbeit im Amt Niemegk Unterstützung erhalten. Damit soll Nachwuchs, wie hier der Enkel Johann von Monika Hinze aus Niederwerbig, bald mehr Freizeitangebote erhalten.

Quelle: MAZ-Archiv

Niemegk. Für viele Heranwachsende im Amt Niemegk ist die zentrale Stadt mit ihren Angeboten zur Jugendarbeit weit weg und ohne eigenes Fahrzeug nur mühsam zu erreichen. Darum soll ein Jugendsozialarbeiter künftig zu ihnen hinaus auf die Dörfer kommen. Geschaffen werden soll dafür die Stelle eines Streetworkers. Das beschlossen die Mitglieder des Amtsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung auf Antrag der Abgeordneten Bärbel Schüler aus Niemegk einstimmig.

Zunächst jedoch muss ein Konzept her, um die erhoffte Kofinanzierung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark beantragen zu können. „Start könnte frühestens im nächsten Jahr sein“, erklärte Amtsdirektor Thomas Hemmerling gegenüber der MAZ. Er unterstützt den Antrag und sieht durchaus Bedarf für ein weitere Stelle. „Ein Streetworker, der hinaus auf die Dörfer geht, wäre gut“, sagt der Verwaltungschef. „Immerhin ist unser Amtsgebiet so groß wie die Stadt Potsdam, aber in vielen Dörfern mit zumeist weniger als 200 Einwohnern nur relativ dünn besiedelt“, so Hemmerling. Die Arbeit des Streetworkers könne dazu beitragen, den Zusammenhalt und die Identität auf dem Lande zu stärken. „Wir sehen nämlich, dass die sozialen Kontakte sich stark auch an den Schulstandorten entwickeln, die ab der Grundschule dann in Richtung Gymnasium Treuenbrietzen und Oberschule Brück gehen“, sagt der Amtsdirektor.

Koordiniert werden soll die Sozialarbeit weiterhin vom Familienzentrum aus, das Barbara Keller leitet. In Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt ist dort zudem Sandra Schulz tätig. Sie besetzt aktuell je eine halbe Stelle im Familienzentrum sowie als Schulsozialarbeiterin an der Niemegker Grundschule.

Bereits beschlossen hatte die Stadt Niemegk, den ehemaligen Hort zum zentralen Stützpunkt für das Familienzentrum auszubauen. Förderanträge an das Landesamt für Ländliche Entwicklung sind gestellt, „nachdem das Konzept auf der Prioritätenliste der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) in Wiesenburg auf einem vorderen Platz gelistet wurde“, so Hemmerling.

Möglichst bis zum Herbst soll nun auch der Antrag zur Kofinanzierung für die Stelle zur Jugendsozialarbeit an den Kreis gerichtet werden. „Allein aus Mitteln des Amtshaushaltes werden wir diese nicht finanzieren können“, machte Amtsdirektor Thomas Hemmerling deutlich. Der genaue Kostenumfang soll nun ermittelt werden.

Von Thomas Wachs

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