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Amtsausschuss Brück hat die Qual der Wahl

Verwaltungschef wird gesucht Amtsausschuss Brück hat die Qual der Wahl

Christian Großmann und vier weitere Bewerber gibt es für den Chefposten in der Brücker Verwaltung. Sie haben sich jetzt im Amtsausschuss vorgestellt. Neben dem Amtsinhaber, der auf seine dritte Dienstzeit von acht Jahren hofft, hat sich noch ein einheimischer Herausforderer in Position gebracht.

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Wer ist ab September Chef in der Brücker Amtsverwaltung? Am Montag fällt die Entscheidung.

Quelle: René Gaffron

Brück. „Ein Konzept für die nächsten acht Jahre vorzulegen, ist nicht einfach. Dann würden Sie mir entgegnen, dass ich die Vorhaben in den vergangenen 16 Jahren hätte erledigen können“, begann Christian Großmann seine Vorstellung vor dem Amtsausschuss. Der Verwaltungschef des Amtes Brück versuchte, den Kritikern etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es gab sie dennoch – am Montagabend bei der Vorstellung der Bewerber für den Posten des Brücker Amtsdirektors.

Allen voran die Abgeordneten Michael Klenke, Ulf Dingelstaedt und Ottheiner Kleinerüschkamp. Mangelhafte Kommunikation haben sie bei dem in Linthe wohnenden Großmann ausgemacht. Dafür ist er der Amtsinhaber, der in der kommenden Woche zum dritten Mal auf den Chefsessel gewählt werden will.

Nachdem sich der Amtsausschuss im Frühjahr für eine Ausschreibung der für acht Jahre zu besetzenden Stelle entscheiden hat, war ein halbes Dutzend Mitbewerber für Montagabend eingeladen, sich zu präsentieren. Zwei von ihnen hatten abgesagt, wohl auch weil die Öffentlichkeit zugelassen war. So hat sich lediglich ein Neulingsquartett dem Kreuzverhör der Abgeordneten aus Borkheide, Borkwalde, Brück, Golzow, Linthe und Planebruch gestellt: zwei Polizei-, ein Finanzbeamter und ein Anwalt. Die Hoffnung, dass junge Menschen, den Posten übernehmen könnten, wird sich kaum erfüllen. Drei der Kandidaten haben das 50. Lebensjahr überschritten, einzig Marko Köhler, wie Christian Großmann mit SPD-Parteibuch ausgestattet, ist mit 42 Jahren, vier Jahre jünger als der Konkurrent.

Entscheidung am Montag

Zur Wahl des Amtsdirektors trifgft sich der Amtsausschuss am Montag, 19 Uhr, im Saal der Verwaltung.

Ein Antrag, nur noch drei Kandidaten vorzuschlagen, ist wieder zurückgezogen worden. So dass können die Mitglieder des Gremiums ihre Vorschläge frei unterbreiten.

Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der 15 Ausschuss-Mitglieder erhält. Gelingt das nicht auf Anhieb, gibt es eine Stichwahl mit den Besten; wobei einer die einfache Mehrheit erreichen muss. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Die Übergabe der Ernennungsurkunde ist für 18. Juli vorgesehen; die Amtszeit beginnt am 4. September.

Der verheiratete Vater von drei Kindern wohnt in Gömnigk. Beruflich ist er stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Teltow-Fläming. Vor Ort engagiert er sich in der Elternvertretung der Grundschule. Seine Prioritäten will er in einem Entwicklungskonzept setzen, das er mit den Kommunen erstellen wolle. Mit seiner Bemerkung, dass er die zentralörtliche Bedeutung von Brück stärken möchte, stieß er auf Widerspruch aus Golzow und den Waldgemeinden.

In Kooperationen mit den Nachbarn in Niemegk und Treuenbrietzen sieht Christian Großmann die Perspektive gerade unter dem Blickwinkel der anstehenden kommunalen Neugliederung, wie nicht zuletzt seine Mitarbeiter zur Kenntnis genommen haben. Sie waren fast vollzählig erschienen, um die Auftritte ihrer möglichen Chefs zu verfolgen. So konnten sie und alle anderen Beobachter auf den Fluren erfahren, dass die Mitglieder des entscheidenden Amtsausschusses jeweils zur Hälfte die beiden Einheimischen favorisieren.

Mit Lutz Reußner stellte sich ein gebürtiger Brücker vor. Er ist Betriebsprüfer beim Finanzamt in Berlin. Reußner sagte, er würde gern in die Heimat zurückkehren. Der 51-jährige hofft, Studenten aus Berlin und Potsdam an die Plane locken zu können. „Man müsste für unsere Wohnungen direkt an der Universität werben. Die Erreichbarkeit mit der Bahn ist optimal“, sagte Reußner.

Bewerber Michael Conrad ist in Rheinland-Pfalz bei einem mittelständischen Unternehmen als Justiziar tätig. Seine Familie wohnt in der Mark. Der Berliner mit CDU-Parteibuch hat zwischen 1991 und 1994 das Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Ludwigsfelde geleitet und war ehrenamtlicher Bürgermeister von Dahlewitz, bevor er in die Wirtschaft wechselte. Seine Verbindung nach Brück datiert aus der Zeit, als er die Tankstelle in der Bahnhofstraße für den Konzern abgewickelt hat.

Bewerber Mike Gepper ist aktuell Polizeichef im Landkreis Hildburghausen, Auch er würde gern seine Zelte wieder in der Heimat aufschlagen, denn er besitzt ein Haus in der Nähe von Schönefeld. Lösungsorientierte Sacharbeit lautet sein Versprechen für die nächsten acht Jahre.

Von Andreas Koska

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