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Potsdam-Mittelmark An der Burg entsteht ein exklusiver Gehweg
Lokales Potsdam-Mittelmark An der Burg entsteht ein exklusiver Gehweg
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02:15 05.11.2017
Arbeiter der Spezialtiefbau GmbH Magdeburg setzen diese Woche unter Vollsperrung der Straße Spundwände für den Gehwegbau zur Bad Belziger Burg Eisenhardt. Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Besucher des Wahrzeichens der Kur- und Kreisstadt sollen künftig sicher dorthin gelangen. Zwischen dem (Bus-)Parkplatz an der Eisenbahnbrücke und dem Aufgang zur Burg Eisenhardt wird jetzt aus diesem Grund ein Gehweg eingerichtet. Nach jahrelanger Vorbereitung wurden die Kraftfahrer nun freilich über das verlängerte Wochenende von der Baustelle überrascht.

„Die Arbeiten, die unter Vollsperrung erledigt werden müssen, sollten wegen der Pause des Schulbusverkehrs unbedingt während der Herbstferien erfolgen“, so Timo Völker. „Die verkehrsrechtliche Anordnung dafür und für die Umleitung ist jedoch erst sehr kurzfristig eingetroffen“, so der Mitarbeiter des städtischen Bauamtes auf MAZ-Nachfrage.

Derzeit ist die Wittenberger Straße jedenfalls gesperrt und eine Umleitung durch den Papendorfer Weg ausgeschildert. Während des eigentlichen Gehwegbaus, den die Zerbe-Tiefbau-GmbH aus Brück-Gömnigk ausführen soll, können die Kraftfahrzeuge voraussichtlich ab nächster Woche mittels Ampelregelung an der Engstelle wieder vorbei geleitet werden.

Diese Woche ist die Wittenberger Straße voll und danach halbseitig gesperrt. Quelle: Thomas Wachs

Kaum mehr als 50 Meter lang wird der Bürgersteig an der südlichen Fahrbahnseite werden. Trotzdem handelt es sich um eine gewisse Herausforderung für die Bauleute. Schließlich hatte es der Kreisstraßenbetrieb Potsdam-Mittelmark abgelehnt, einen Teil der Piste an der Stelle auf Dauer an die Fußgänger abzutreten. Er beharrte seinerseits auf sechs Meter Breite wie sie für den Durchgangsverkehr üblich sind.

So musste die Kommune nicht nur den Eigentümer des Grundstücks Wittenberger Straße 9 um Einverständnis für ihr Anliegen bitten. Vielmehr ist ein erheblicher Eingriff in das profilierte Gelände nötig. Auf etwa 40 Metern Länge wird deshalb jetzt eine Spundwand eingesetzt, die das Abrutschen der Böschung verhindern soll. So schlägt die Investition immerhin mit 140 000 Euro zu Buche. Ein Großteil des Betrages kann aus dem Fonds für Städtebauförderung akquiriert werden. Dennoch mussten zunächst vorgesehene Gestaltungselemente für die Stahlkonstruktion aus Kostengründen gestrichen werden. Darüber hat Christoph Grund die Stadtväter dieser Tage informiert. „Womöglich sieht es trotzdem annehmbar aus oder kann schlicht von oben mit Efeu zuwuchern“, gibt sich der Bauamtsleiter pragmatisch.

Viel Aufwand ist nötig für 50 Meter Fußweg zwischen Burg und Parkplatz. Quelle: Thomas Wachs

In den neuen Gehweg-Abschnitt wird seinen Aussagen zufolge mithin die Bushaltestelle von Burgen- und Stadtlinie integriert. Sie wird in Abstimmung mit dem Behindertenbeauftragten des Kreises Potsdam-Mittelmark, Udo Zeller, barrierefrei angelegt.

Ob das Geld an der richtigen Stelle ausgegeben wird, daran hatten selbst die Lokalpolitiker ihre Zweifel. Zumindest ist die Strecke am Fuß der Burg Eisenhardt nicht als Unfallschwerpunkt bekannt geworden.

Dennoch lässt sich immer wieder zu beobachten, wie insbesondere Ortsunkundige versuchen, die Übersicht zu behalten.

Eine Verkehrszählung im Sommer 2013 hatte schließlich ergeben, dass etwa 2500 Autos und 200 Lastkraftwagen täglich die Stelle passieren sollen.

Die Zahl der Leute, die täglich zur Burg Eisenhardt pilgern, war freilich nicht beziffert worden.

Von René Gaffron

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