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Analyse bestätigt Bedarf für mehr Züge

RE 7 und RB 33 Analyse bestätigt Bedarf für mehr Züge

Taktverdichtung zu Spitzenzeiten, mehr Waggons an den Zügen und Nutzung neuer Trassen – so könnte die Situation auf der RE 7 und der RB 33 entkräftet werden. Das hat jetzt die Korridor-Untersuchung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg bestätigt. Doch es wird wohl dauern, ehe die Theorie in die Praxis umgesetzt wird.

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RE-7-Halt in Borkheide: Die Pendler und die Kommunen fordern mehr Fahrten und längere Züge von und nach Berlin.

Quelle: Johanna Uminiski

Bad Belzig. Mindestens zwischen 6 und 8 Uhr sollten Züge zwischen Bad Belzig und Berlin häufiger fahren. Heute verkehren sie im Stundentakt. Das haben die im Auftrag des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg vorgelegten Untersuchungen ergeben. Die von der Firma ETC Transport Consultants GmbH vorgelegte Korridor-Analyse bestätigt, dass die Züge nach Berlin spätestens ab Beelitz-Heilstätten die Kapazitätsgrenze erreicht haben.

Lieber heute als morgen sollte die Bahn mehr Züge auf die Strecke schicken. Das fordern alle Anrainer-Kommunen und der Landkreises Potsdam-Mittelmark. Der CDU-Stadtverordnete Tobias Paul aus Bad Belzig hatte die Stimmen im Sommer zusammen getragen. Spätestens ab Michendorf müsste ein Halbstundentakt gelten, lautet die Einschätzung der Fachleute. Die Ankündigungen des Infrastrukturministeriums des Landes Brandenburg gehen sogar weiter. Doch dauert es, bis die Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. Demnach werden bei der nächsten Ausschreibung für den Zeitraum ab 2023 insbesondere morgens und nachmittags die Anzahl der Fahrten und die Kapazitäten der Waggons auf der Regionalexpresslinie 7 zwischen Dessau und Berlin mit erhöhtem Umfang bestellt.

Eine Priorität sollte nach Einschätzung der Experten der Wiederaufbau der seit 1998 gesperrten Brücke über die Wetzlarer-Bahn (RE 7) bei Beelitz haben. Dadurch könnte – ebenfalls schon aus dem Hohen Fläming angeregt – der durchgehender Verkehr zwischen Potsdam-Hauptbahnhof über Beelitz (Stadt) und Treuenbrietzen nach Jüterbog ermöglicht werden. Wenn die Brücke in drei Jahren fertiggestellt sei, könnte die Regionalbahn 33 dort entlang in die Landeshauptstadt geführt und das Nadelöhr vor Berlin-Wannsee entlastet werden. Über die Taktdichte auf der Trasse ist noch nicht endgültig entschieden. In der Hauptverkehrszeit könnten die Bahnen durchaus stündlich verkehren.

Überhaupt keine Aussage trifft die Planungsgesellschaft zur Perspektive für den Haltepunkt Medewitz, um dessen Erhalt sich die Einheimischen sorgen. Teilweise ist der Stopp schon zugunsten des Reisetempos aufgegeben worden. Dass nur die Berlin-nahen Problemstellungen betrachtet worden sind, lautet ohnehin eine Kritik, die dieser Tage beispielsweise aus der Prignitz laut geworden ist. Hier wie da gibt es freilich ebenfalls den angemeldeten Bedarf.

Von Andreas Koska

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