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Angelfreude im Wiesenburger Park

Hobby in herrlicher Kulisse Angelfreude im Wiesenburger Park

Der Anglerverein „Perle des Flämings“ blickt auf sein 60-jähriges Bestehen zurück. Zwei Hand voll Jugendliche sind die Hoffnung für seine Zukunft. Denn Ausdauer braucht es mitunter nicht nur beim Umgang mit Rute und Rolle. Das wissen die reifen Semester, die einst lange um die Nutzung der Teiche im herrlichen Wiesenburger Park kämpfen mussten.

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Herrliche Kulisse fürs Angeln: Wiesenburger Park

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Alina Ulrich und Justin Sonntag haben die Ruhe weg, fast schon einen erfahrenen Blick und können deshalb längst auf den einen oder anderen bedeutenden Fang verweisen. Sie gehören zu zwei Hand voll Jugendlichen, denen beim Anglerverein „Perle des Flämings“ das besondere Augenmerk gewidmet wird. Denn jener blickt auf sein 60-jähriges Bestehen zurück und muss sich für die Zukunft rüsten. Das Jubiläum wird – vor dem Empfang zum Gründungsdatum im Herbst – am Samstag mit einem kleinem Fest begangen.

Das Schloss steht als Kulisse, die Enten schwimmen ihre Runden und im Prinzessinenbad plätschert das Wasser vor sich hin. Es gibt wohl wenig schönere Plätze als den Wiesenburger Park, um sein Hobby auszuüben.

Gründung vor 60 Jahren

Bis die Gewässer für den Zweck zur Verfügung standen, hat es freilich eine Weile gedauert. Bei der Gründung 1955 konnten die Mitglieder der Wiesenburger Ortsgruppe des Deutschen Anglerverbandes lediglich den See in Jeserig/Fläming nutzen. Die sogenannte Badeanstalt neben dem Wasserwerk kam noch hinzu, doch die Teiche im „Volkspark“ waren seinerzeit begehrt, wie sich in den Schriftwechseln von damals nachlesen lässt.

Rekord mit 264 Mitgliedern

Nach der Gründung am 18. Oktober 1955 wurde im Januar 1956 die erste Jahreshauptversammlung der DAV-Ortsgruppe Wiesenburg mit 16 Mitgliedern abgehalten. Erster Vorsitzender wurde Fritz Grümmer.

Es folgten: auf dem Chefposten Paul Jendras, Heinz Zimmermann, Paul Richter, Hans-Joachim Beckmann, Norbert Graap und nun wieder Hans-Joachim Beckmann.

1986 war zählte die DAV-Ortsgruppe Wiesenburg 264 Mitglieder aus 17 Umlandgemeinden. Es war der größte Zusammenschluss von Petrijüngern im Altkreis Belzig.

Nachdem der Berufsfischer mit seinem Soll zwar ausgelagert worden war, bekam in den 60er-Jahren zunächst die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft den Zuschlag. „Sie dort sogar Karpfen gezüchtet, was aber offenbar nicht einträglich genug war“, erinnert sich Hans-Joachim Beckmann. Er ist – mit Unterbrechungen – ein Vierteljahrhundert lang Vereinschef. Während die Petrijünger im nicht gerade mit fischreichem Wasser geprägten Hohen Fläming sogar Waldteiche pachteten und ihr Glück dort versuchten, kamen sie in den 70er-Jahren schließlich doch noch zum Zuge. Nach der politischen Wende wurden die Verträge zwischen Kommune und Landesanglerverband endgültig neu gemacht, berichtet der Vorsitzende. Der örtliche Verein beangelt und bewirtschaftet neben dem Jeseriger See nunmehr Schloss- , Insel-, Winkel-, Mühlen- und Fabrikteich.

Nur noch 60 Mitglieder

„Man weiß nie, was kommt“, beschreibt Sven Jeske die Faszination am Angeln. Sich in Geduld üben zu müssen, ist in der heutigen hektischen Zeit häufig eine Herausforderung, sagt der selbstständige Handwerker. „Aber eben auch ein guter Ausgleich.“ Als Steppke hat er einst die Grundlagen vermittelt bekommen und war begeistert bei der Sache. Nach einer Pause und der Zuwendung zu anderen Interessen war es Sohn Johnny, der bei seinem Vater vor einiger Zeit die alte Leidenschaft wieder entfachte. Inzwischen geht er nicht nur in der Heimat, sondern einmal jährlich mit Gleichgesinnten in Norwegen auf Fischzug. Darüber hinaus teilt er sich mit Frank Ebert die Stellvertreterrolle an der Vereinsspitze.

Jener hat mit 60 Mitgliedern nicht mehr die Größe früherer Zeiten. Im Gegensatz zu einst, wo er obendrein viel kulturelle Aktivitäten im Dorf initiiert hat, konzentriert er sich jetzt auf seine Kernaufgabe. Was nicht heißt, dass nicht die Geselligkeit noch gepflegt wird. Wer will, kann sich am Samstag davon überzeugen. Dabei bekommt nicht nur Anglerlatein der Oldies zu hören, sondern Jung und Alt dürfen sich selbst mal den Umgang mit Route und Rolle probieren – wahlweise an Land beim Zielwerfen auf die Arenbergscheibe (Casting) oder unter Aufsicht direkt am so herrlich gelegenen Gewässer.

Von René Gaffron

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