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Potsdam-Mittelmark Angler schlägt wegen Sturmschäden Alarm
Lokales Potsdam-Mittelmark Angler schlägt wegen Sturmschäden Alarm
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20:05 21.02.2018
Peter Kretschmer vom Deetzer Anglerverein neben einem Baumstamm, der auf dem Weg aufgeschlagen ist. Quelle: MAI
Deetz

Der Chef des Anglervereins Deetz/ Havel, Peter Kretschmer, hat Alarm geschlagen und gefährliche Sturmschäden auf Wanderwegen öffentlich gemacht. In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) warnte er vor der Lebensgefahr für Wanderer durch halb umgestürzte Bäume, die herabzustürzen drohen.

Am heutigen Samstag rücken deswegen rund 40 Mitglieder des Vereins aus, um auch in ihrem Anglerrevier Gefahren zu beseitigen. Zudem wollen sie gefährlich herabhängende Bäume entlang des Weges zum beliebten Ausflugsziel „Schöner Ausblick“ im Landschaftsschutzgebiet an der Havel zu beseitigen.

„Wir machen jetzt Ordnung hier.“ An sich aber seien die Angler damit allein überfordert. Das Durchschnittsalter der rund 100 Mitglieder liege bei über 60 Jahren.

Peter Kretschmer verwahrt sich gegen die Behauptung, der Verein plane eine Fällaktion. „Ein irrender Feigling hat das gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde behauptet, statt einfach auf uns zuzugehen und zu fragen. Aber das hat er sich wohl nicht getraut.“

Es gehe ihm um Verkehrssicherheit, sagt der 54-Jährige. Das Holz werde ordentlich vor Ort geschichtet und nur Sturmschäden beseitigt. „Der Sturm hat schlimm gewütet, die letzten 20 Meter zu dem Aussichtpunkt sind lebensgefährlich“, sagte Peter Kretschmer im Ausschuss. „Wenn man dort spazieren geht, riskiert man Kopf und Kragen.“

Tatsächlich gibt es noch viele Spazierwege in der Region, auf denen noch etliche Gefahren durch Bäume lauern, die halb umgestürzt nur von Nachbarbäumen gehalten werden oder schon halb über einen Weg ragen.

Gegenüber der MAZ betont der Bootsbauer Kretschmer, dass sich die Angler seit Jahrzehnten an den Erdelöchern in Deetz für die Natur einsetzten. Weil dort auch Bauschutt aus DDR-Zeiten im Untergrund liege, hätten Bäume dort wenig Halt.

Der Verein betreut mehrere Hektar an den Erdelöchern in Deetz und setzt in den Gewässern auch immer wieder Jungfische zur Bestandspflege aus. Der Verein besteht seit mehr als 70 Jahren.

Von Marion von Imhoff

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