Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Anglerheim soll in neuem Glanz erstrahlen
Lokales Potsdam-Mittelmark Anglerheim soll in neuem Glanz erstrahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:25 21.03.2018
Harald Lübbe (67) ist der neue Vorsitzende des Bad Belziger Angelvereins „Fläming“. Er setzt sich dafür ein, dass das Vereinsheim in Ordnung gebracht wird. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

1970 starteten die Angler eine Bauoffensive: An ihrem Gewässer haben sie sich in Eigenleistung ein Vereinsheim errichtet. Im Jahr darauf war der Bau bezugsfertig und die Freude groß.

Ein für damalige Zeiten allen Ansprüchen genügendes Domizil war geschaffen. Weit in den Hohen Fläming bekannt ist die Kulisse wegen der Freilufttanzveranstaltungen, die bis zur Wende dort über die Bühne gingen.

Heute, über 47 Jahre nach Vollendung, ist offensichtlich, dass das Haus die besten Zeiten hinter sich hat. Es soll und muss dringend saniert werden. Aktuell werden die Vorbereitungen getroffen. Die Stadtväter stärken den aktiven Ehrenamtlichen den Rücken.

Das Vereinsheim der Bad Belziger Angler soll auf Vordermann gebracht werden. Es ist wegen Schmierereien und Einbrüchen in Mitleidenschaft gezogen worden. Quelle: Christiane Sommer

„Eigentlich sollte das Vereinsheim unser Aushängeschild sein. Stattdessen ist es unser Sorgenkind“, sagt Harald Lübbe. Im Januar übernahm der 67-Jährige den Vorsitz des Angelvereins „Fläming“, der aus der Ortsgruppe Bad Belzig des Deutschen Anglerverbandes hervorgegangen ist.

Nicht nur, dass die knappen Finanzen des Vereins kaum Spielraum für Sanierungen lassen. In der Vergangenheit kam es außerdem wiederholt zu Graffiti-Schmierereien und Einbrüchen. Zum Ärger der Petrijünger, die jeweils viele Kräfte mobilisieren mussten, um Zerstörtes wieder herzurichten. „Wir wollen das Anglerheim wieder auf Vordermann bringen“, sagt Lübbe.

Damit das Vorhaben verwirklicht werden kann, hat der Verein um eine Änderung der Laufzeit des 2012 mit der Kommune geschlossenen Pachtvertrages gebeten. Im städtischen Bau- und Planungs-, Wirtschafts- und Finanzausschuss ist jüngst über den Antrag beraten worden, der nach kurzer Diskussion einstimmig empfohlen wurde.

„Ich denke, wir sollten ihn befürworten, aber darauf achten, dass die Öffentlichkeit stets Zugang zum Gewässer behält“, gab Ursula Schwill (Bündnis 90/Die Grünen) zu bedenken. Für die Stadtverordnetenversammlung, die am 16. April endgültig über das Gesuch entscheiden muss, bedeutet das Votum des Ausschusses eine Leitlinie.

Verantwortlichkeiten genauer abgrenzen

Inhalt des Pachtvertrages ist der mit Bäumen bewachsene Uferrandbereich des Anglerteiches.

Zur Pachtsache gehören darüber hinaus die Steganlagen, die Holzplattform, die Holzbrücke sowie der Fußsteg. Nicht jedoch die Gewässerfläche selbst.

Das Gewässer wird vom Landesanglerverband bewirtschaftet.

Kommt es einmal zu einer Änderung des Pachtvertrages, werden zugleich die Verantwortlichkeiten und die Haftung bezüglich des Bewuchses, der Wege, der Steganlagen und der anderen Pachtsachen zwischen den Vertragsparteien detaillierter abgegrenzt.

Aktuell hat das Vertragswerk mit den Angelfreunden eine Laufzeit von einem Jahr mit Verlängerungsklausel um jeweils ein weiteres Jahr. „Die Frist für die ordentliche Kündigung beträgt sechs Monate. Neben der ordentlichen Kündigung wurde für die Stadt zur Wahrnehmung kommunaler Aufgaben ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten vereinbart“, erklärt Bauamtsleiter Christoph Grund das bestehende Reglement.

Zu wenig, um längst überfällige Investitionen am Anglerheim zu erledigen. Deshalb hofft der Verein auf einen langfristigen Pachtvertrag über 15 Jahre. Kommt derselbe zustande, sollen Fördermittel, Spenden und ähnliche Zuwendungen eingeworben werden, um das Vereinsheim in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Mangels ausreichender Finanzausstattung sind die Anglerfreunde allein nicht in der Lage, die kostenintensiven Arbeiten vorzunehmen. Die Dachsanierung und Fassadeninstandsetzung stehen auf der Liste der dringend zu erledigenden Arbeiten ganz oben.

„Ein langfristiges Pachtverhältnis ist für diese Vorhaben unerlässlich“, bestätigt Grund, der in diesem Zusammenhang auf Zweckbindungen verwies, die mit der Inanspruchnahme von Fördergeldern verbunden sind.

„Wir wollen mehr tun als bisher“, so Lübbe weiter. Den Startschuss dafür legen die Angler bereits Anfang April mit einem Frühjahrsputz. Leisteten sie in der Vergangenheit jeweils zwei Einsätze dieser Art pro Jahr, werden es künftig drei sein. „Es gibt eine Menge zu tun“, so der 67-Jährige, der zudem auf Verstärkung hofft.

Aktuell zählt der Bad Belziger Anglerverein nur noch 42 Mitglieder, darunter vier Jugendliche. „In den besten Zeiten während der 80-er Jahre waren es noch mehr als 100 Mitglieder“, schließt Vorsitzender Lübbe.

Von Christiane Sommer

Die Musik-Kita „Mäuseburg“ in Stahnsdorf begeht in diesem Jahr ihr 55-jähriges Bestehen. Im Mai 1963 bezog der damalige Betriebskindergarten des Geräte- und Regler-Werkes (GRW) Teltow sein erstes eigenes Haus. Eröffnet hatte der Betrieb seine Betreuungseinrichtung allerdings schon 1957 in einer benachbarten Villa.

10.04.2018

Das Logistikbataillon 172 der Bundeswehr in Beelitz hat einen neuen Kommandeur. Mit einem feierlichen Appell in der Hans-Joachim-von-Zieten-Kaserne übergab Oberstleutnant Marco Haub das Bataillon an seinen Nachfolger Oberstleutnant Thomas Henschke. Der neue Kommandeur hatte zuletzt im Bundesverteidigungsministerium in der Abteilung Planung gearbeitet.

23.03.2018

Noch lässt das neue Familien- und Jugendzentrum in der Adolf-Damaschke-Straße in Werder auf sich warten. Demnächst wird die Umnutzung beim Landkreis beantragt und nebenbei arbeitet die Sozialraumkonferenz fleißig an einem neuen Konzept. Für Familienzentrum und Jugendclub wird die Luft unterdessen dünn.

23.03.2018