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Potsdam-Mittelmark Angst und eine Menge Hilfsangebote
Lokales Potsdam-Mittelmark Angst und eine Menge Hilfsangebote
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21:58 24.02.2016
Volles Haus und viele Fragen zur Flüchtlingsunterkunft. Foto: Quelle: Bungert
Bergholz-Rehbrücke

„Maximal 300 Flüchtlinge werden frühestens im April in den ehemaligen Baumarkt in Bergholz-Rehbrücke ziehen“, sagte zum Auftakt der Bürgerversammlung am Mittwochabend Thomas Schulz von der Kreisverwaltung. Es war rappelvoll in der Aula der Grundschule, annähernd 300 Bürger waren gekommen, um Fragen zur Asylunterkunft und den angekündigten Flüchtlingen zu stellen und ihre Meinung zu sagen. Hartmut Lindemann von der Gemeindeverwaltung bat vor der Diskussion die Bürger darum, fremdenfeindliche Äußerungen zu unterlassen.

In der Fragerunde schimpfte ein Anwohner aus der Nachbarschaft der neuen Asylunterkunft über die Flüchtlingspolitik in Deutschland und geplante Wohnbauten in der Gemeinde. „Es geht hier nicht um die Bundespolitik, sondern um die Flüchtlinge und die Unterkunft in unserer Gemeinde“, tönte es aus verschiedenen Ecken im Saal. Der Mann wollte sich nicht das Wort verbieten lassen, wurde dann aber doch still, weil sich immer mehr Bürger meldeten, die bei der Betreuung der Flüchtlinge helfen wollen. Manche sprachen aber auch von Ängsten, weil das Gelände für die Flüchtlinge und angrenzende Bewohner noch zu dunkel ist. Thomas Schulz von der Kreisverwaltung äußerte Verständnis, will mehr Beleuchtung prüfen lassen. Das Heim werde aber rund um die Uhr bewacht, auch schon vor dem Einzug der Asylbewerber. Sie werden künftig von der Johanniter Unfallhilfe vor Ort umsorgt.

Der Sportverein 05 Rehbrücke will die Flüchtlinge beim Training einbeziehen, Annerose Hamisch-Fischer wünscht sich gemeinsame Kochkurse. Katrin Krumrey verkündete, dass sich eine Flüchtlingshilfe in Bergholz-Rehbrücke gegründet hat und viele bereits ihre Mitwirkung zugesagt haben.

„Für die Flüchtlingskinder ist eine Willkommensklasse in der Schule möglich, auch wenn sie aus den Nähten platzt“, antwortet Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) auf eine Bürgerfrage. Das Mehrgenerationenhaus habe zum Beispiel beim Deutschunterricht für die Kinder Unterstützung zugesagt. Eine Kinderärztin aus Potsdam-Kirchsteigfeld versicherte Hilfe bei Untersuchungen der Kinder.

Zum Abschluss der Einwohnerversammlung dankte Hustig den Bürgern und Vereinen aus den Ortsteilen für ihre Bereitschaft, den Flüchtlingen zur Seite zu stehen.

Von Regine Greiner

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