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Potsdam-Mittelmark Angst vor Brand auf Recyclinghof
Lokales Potsdam-Mittelmark Angst vor Brand auf Recyclinghof
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00:36 10.07.2015
Einen Brand wie in Potsdam wollen Geltower nicht erleben. Quelle: Stähle
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Geltow

„Wir wohnen nicht weit vom Richter-Recyclinghof in Geltow entfernt, in der Umgebung gibt es viele Bäume und Schutzgebiete. Wir haben einfach Angst vor einem Brand wie vor wenigen Tagen auf dem gleichnamigen Hof in Potsdam“, sagt Eleonore Müller von der Interessengemeinschaft Erholungsort Geltow. „Beim Anblick der Lagerung auf dem Betriebsgelände in Geltow kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Vorgaben zum Brandschutz vom Betrieb eingehalten werden“, sagt Müller.

Die Sorgen sind nicht unbegründet, denn auf Drängen der IG gab es bereits im Dezember 2014 eine Brandverhütungsschau des Kreises. „Und dabei wurden erhebliche Mängel auf dem Gelände in Geltow festgestellt“, sagt Gunter Jung von der IG. So mussten laut Protokoll des Kreises vom Betrieb unter anderem ein aktueller Feuerwehrplan aufgestellt werden, forderte die Behörde notwendige, verfügbare Löschwassermengen und bemängelte den Zustand des Öllagers. „Die Gefahr der unkontrollierten Ausbreitung von Mineralölen oder anderen Gefahrenstoffen ist offensichtlich gegeben“, heißt es im Bericht des Kreises, der eine unverzügliche Beseitigung der Mängel forderte. Die technische Bauaufsicht des Kreises räumt aber gegenüber der IG ein, dass in Teilen dem Betrieb Fristverlängerungen gewährt wurden, weil Fachfirmen zur Mängelbeseitigung nicht immer sofort verfügbar seien. Weitere Gesprächstermine mit der Firma Richter sind nach Angaben der Kreisbehörde anberaumt.

„Inzwischen haben wir aber die Auflagen erfüllt und die Mängel beseitigt“, versichert auf Nachfrage der MAZ der Geschäftsführer Jens Bahnemann. Er hält die Ängste der Anwohner in Geltow für unbegründet. „Die Brandursache in Potsdam kann eine brennende Kippe oder eine Glasscherbe gewesen sein“, sagt der Geschäftsführer. Er rechnet nicht damit, dass die Brandursache eindeutig geklärt werden kann.

„Beruhigen kann uns das alles nicht“, sagt Müller. Für die Interessengemeinschaft Geltow sind die Kontrollen der Behörden nicht gründlich genug. Schließlich musste der Betrieb auch schon Lagerflächen zurückbauen. Den Umfang von 1000 Quadratmeter weniger hat Bahnemann auch der MAZ bestätigt. Er räumte auch ein, noch immer auf eine wasserrechtliche Erlaubnis für den Ausbau zu warten. Das Unternehmen will den Umschlag auf dem Areal in Geltow von gegenwärtig 55 000 Tonnen um annähernd 10 000 Tonnen im Jahr erweitern.

Von Regine Greiner

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