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Potsdam-Mittelmark Anhaltender Frost sorgt für Frust
Lokales Potsdam-Mittelmark Anhaltender Frost sorgt für Frust
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18:30 03.04.2013
BAD BELZIG

. „Da blutet einem schon das Herz, wenn man das hier sieht“ so die Gärtnerin aus Borkheide mit einem verzweifelten Blick.

Seit August vergangenen Jahres halten sie und ihre Belegschaft jene Frühblüher auf Trab, die jetzt kaum jemand haben will. Ihre vier Teilzeit-Beschäftigten bearbeiten fast 10 000 Quadratmeter Beete. 900 Quadratmeter davon unter Glas – dort findet die erste Blumenpracht des Jahres statt. Teures Heizöl macht das möglich, wo die Sonne versagt. „Vor einem Jahr hat es kaum noch Primeln gegeben – jetzt sind sie fast alle noch da“, so die 60-Jährige über ihre Ladenhüter. Zeit- und Kostenintensiv wirke sich zudem auch das notwendige Umräumen aus, weil die 2000 Frühblüher zwingend frostfrei stehen müssen. Wegen der längst nachgerückten Sommerbepflanzung müsse für Primeln und Co. jede noch so kleine Ecke genutzt werden. So halten zwei einfache Folienzelte, die eigentlich für Gurken und Tomaten gedacht sind, derzeit als „Asyl“ für die Frühlingsblümchen her. Vagen Schätzungen zufolge, muss Anette Mahs mit Umsatzeinbußen von mindestens einem Drittel rechnen.

Etwas entspannter sieht es derzeit noch Carsten Hahn. „Zurzeit ist noch alles im grünen Bereich. Die Natur ist halt in der Ruhephase“, sagt der Obstbauer im Nebenerwerb. Er bewirtschaftet unter anderem einen halben Hektar Obstwiese in Bad Belzig. „Sind erst einmal durchgehend Plusgrade, dann haben wir innerhalb von drei Wochen Baumblüte.“

Für ihn stellt sich eher ein ganz anderes Problem dar. „Ich konnte bisher die notwendigen Pflegearbeiten wegen des Frostes nicht erledigen. Da staut sich viel Arbeit an“, sagt der Lohnarbeiter, der zwischen Luckenwalde und Werder/Havel noch gut 120 Bäume zu beschneiden hat.

Arbeitsstau beklagt auch Erhard Tietz, Chef der Agrargenossenschaft Brück. Angesichts der langhaltenden kalten Temperaturen kann der 49-Jährige nur den Kopf schütteln. „Mit der Frühjahrsbestellung sind wir schon jetzt vier Wochen überfällig. 150 Hektar müssen wir noch mit Sommergerste, Kartoffeln und Erbsen bestellen“, erklärt der Betriebsleiter besorgt.

Neben der verspäteten Aussaat macht dem gelernten Landwirt noch etwas ganz anderes Sorgen. „Wir Bauern im Hohen Fläming haben die Befürchtung, dass nach der großen Kälte gleich sommerliche Temperaturen ohne Niederschlag kommen“, so Tietz. „Das wäre das Letzte, was wir dann gebrauchten könnten.“

Noch umweht den Landwirt eisiger Wind auf dem leicht schneebedeckten Roggenschlag zwischen Brück und Gömnigk. Doch während dort die weiße Pracht die zarten Pflanzen schützt, wurde sie ein paar Meter weiter schon komplett weggeweht. Dort könnten nach Tietz’ Meinung frostbedingte Ernteausfälle auftreten.

Generell sehe es aber derzeit noch nicht so schlimm aus im Hohen Fläming. „Die Kulturen haben dank der Schneedecke gut überwintert“, erklärt Dirk Schlage, hiesiger BASF-Außendienstmitarbeiter, der für Pflanzenschutz veranwortlich zeichnet. „Die Frostschäden halten sich im Gegensatz zu 2012 bisher noch in Grenzen.“ (Von Anne Voß

und Rainer Marschel)

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