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Ankerhaus soll versteigert werden

Caputh Ankerhaus soll versteigert werden

Das ehemalig Hotel „Goldener Anker“ in Caputh soll zwangsversteigert werden. Gegenwärtig leben dort 22 junge Flüchtlinge. Der Kreis ist am Kauf interessiert, um das Haus weiter als Heim für Asylbewerber zu nutzen. Auch in Werder entstehen in einem ehemaligen Internat bis zum Sommer Unterkünfte für Flüchtlinge.

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Das ehemalige Hotel in Caputh soll zwangsversteigert werden.

Quelle: Foto: Christel Köster

Caputh/Werder. Das ehemalige Hotel „Goldener Anker“ in Caputh soll am 26. April im Amtsgericht Potsdam zwangsversteigert werden. Der Verkehrswert des Anwesens aus dem Jahr um 1920, zentral gelegen in der Friedrich-Ebert-Straße 18, wird mit 580 000 Euro angegeben. Das Haus wird gegenwärtig vom Landkreis Potsdam-Mittelmark als Mieter für die Unterbringung von 22 unbegleiteten minderjährigen Ausländern genutzt, wie Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert auf Nachfrage der MAZ bestätigt. Eine geplante Zwangsversteigerung war Schwinzert nicht bekannt. Nach seinen Worten ist der Kreis aber am Kauf des ehemalen Hotels als Heim für junge Flüchtlinge interessiert. Es habe auch schon entsprechende Gespräche des Landkreises mit dem Eigentümer gegeben. Für die Nutzung des Gebäudes als Unterkunft für Flüchtlinge wurde aus brandschutztechnischen Gründen eine Außentreppe angebaut. „Doch für die weitere Nutzung als Flüchtlingsunterkunft sind vom Eigentümer noch Auflagen unter anderem für den Brandschutz zu erfüllen“, sagt Schwinzert. Wie sich der Kreis verhält, wenn das Anwesen nach der Zwangsversteigerung einen neuen Eigentümer hat, ist noch nicht entschieden.

Klar dagegen scheint, dass im Sommer die ehemaligen Internate auf der Jugendhöhe in Werder mit kleinen Wohnungen für 140 Flüchtlinge hergerichtet sind. „Der Eigentümer hat um eine Verlängerung der Sanierungszeit gebeten, ursprünglich sollte der Einzug bereits im März möglich sein“, sagt Schwinzert. „Gegenwärtig wird aber noch am Ausbau gearbeitet.“ Das Vorhaben des Kreises ist in der Umgebung nicht unumstritten, weil sich in der Nähe eine Grundschule befindet. Die Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Betrieb auf der Insel Töplitz dagegen hat der Kreis aufgegeben. Die Erschließung konnte nicht gewährleistet werden.

Von Regine Greiner

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