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Potsdam-Mittelmark Ansturm auf Waldorfschule in Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Ansturm auf Waldorfschule in Werder
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18:42 22.01.2016
Im Zirkuszelt werden künftig Waldorfschüler Sport treiben. Die Schule hat es angeschafft, weil ein Sportraum gebraucht wurde. Quelle: Patrick Ley
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Werder

Die Waldorfschule in Werder erlebt mit dem Zuzug in der Stadt Werder seit Monaten einen Ansturm wie nie zuvor. Die Zahl der Schüler hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf 210 mehr als verdoppelt. Alle 80 Kita-Plätze der Einrichtung sind belegt, die Warteliste ist lang. „Weil die Räumlichkeiten für den Unterricht trotz des Ausbaus in den vergangenen Jahren inzwischen schon wieder nicht mehr ausreichen, haben wir uns ein Zirkuszelt, eine Jurte und Container für den Unterricht angeschafft“, bestätigt Geschäftsführer Dieter Dörflinger auf Nachfrage der MAZ.

Im 350 Quadratmeter großen beheizbaren Zirkuszelt soll nach der Freigabe künftig der Sportunterricht für die Kinder möglich sein. An der Ausstattung inklusive Umkleidemöglichkeiten wird gegenwärtig noch gearbeitet Das Zelt haben die Werderaner von einer Hamburger Schule für 15 000 Euro gekauft, wo es auch als Übergangslösung diente. Die Anschaffung kam bei der beliebten Zirkus AG der Schule natürlich bestens an. In den Containern, die zuvor in Berlin als Tischlerei-Lehrwerkstatt genutzt wurden, werden die Mädchen und Jungen künftig werkeln. 30 000 Euro musste die Schule dafür aufbringen. Auch in der Jurte ist Platz für Unterrichtsstunden, wenn es im Haupthaus zu eng ist. Die Schüler der 4. Klasse sind laut Dörflinger regelrecht begeistert von der besonderen Lernatmosphäre in der Jurte.

„Wir mussten uns einfach etwas einfallen lassen, denn die Nachfrage ist nun mal groß, was uns natürlich freut. Und beim Kauf wurden uns von den Partnern annehmbare Finanzierungen angeboten“, sagt Dörflinger. Er geht davon aus, dass die Übergangslösungen bis zu vier Jahren herhalten müssen. „Die Stadt hat ihre Mittel für die Kita-Finanzierung zurückgefahren, obwohl wir uns dagegen wehren“, sagt Dörflinger. „Unser Budget ist also beschränkt, kurzfristig lassen sich unter diesen Umständen keine Investitionen umsetzen.“

Die Schule will aber langfristig ein Grundstück von 5000 Quadratmeter in der Nachbarschaft erwerben. Dort könnte der Erweiterungsbau mit Turnhalle und die neue Kita entstehen. „Doch die Havelauen Projektentwicklungsgesellschaft und die Stadt haben auf unsere Bewerbung noch nicht reagiert“, sagt der Geschäftsführer und wünscht sich lieber heute als morgen eine Entscheidung. Denn ein Grundstück wäre Voraussetzung für die weiteren Vorhaben und die Entwicklung der Christian-Morgenstern-Waldorfschule zum Campus.

Doch nicht nur die Waldorfschule hat große Platzprobleme. Auch die Stadt Werder bereitet den Bau einer neuen Kita an der Damaschkestraße vor, weil anders als in den Jahren zuvor Kita-Plätze fehlen. Darum wird von vielen Eltern ungeduldig die Fertigstellung der Kita mit 50 Plätzen in den Havelauen erwartet. Sie wird gegenwärtig von der Karina Hauskrankenpflege GmbH errichtet.

Darüber hinaus platzt die Schule Unter den Linden aus den Nähten, so dass die Stadt dort eine Erweiterung planen muss. Ein Ende des Andrangs ist in der Waldorfschule nicht abzusehen, denn schon jetzt haben 42 Familien ihre Kinder für das neue Schuljahr angemeldet. Und in der Nachbarschaft wächst Werders Gartenstadt Havelauen weiter von jetzt 1700 Einwohner auf annähernd 3000.

Von Regine Greiner

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