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Anwohner können bald wieder ruhig schlafen

Niemegk Anwohner können bald wieder ruhig schlafen

Die Bauarbeiten in der Niemegker Poststraße gehen gut voran und sollen bis Ende August abgeschlossen sein. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Bauamtsleiter Thomas Griesbach. Begonnen hat der grundhafte Ausbau Mitte Mai. Ins Rollen gebracht wurden die Bauarbeiten durch eine Beschwerde der Anwohner.

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In den kommenden Wochen soll der Ausbau der Niemegker Poststraße komplett abgeschlossen werden.

Quelle: Josephine Mühln

Niemegk. Die Bauarbeiten in der Niemegker Poststraße gehen gut voran und sollen bis Ende August abgeschlossen sein. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Bauamtsleiter Thomas Griesbach. Begonnen hat der grundhafte Ausbau Mitte Mai. Es entsteht ein neuer, einseitiger Gehweg und statt eines Regenwasserkanals wird eine Sickermulde angelegt. Außerdem bekommt die Straße eine fünfeinhalb Meter breite Asphaltdecke.

Ins Rollen gebracht wurden die Bauarbeiten von den Anwohnern selbst. Sie hatten sich mit einem Brief an Bürgermeister Hans-Joachim Linthe gewandt und den schlechten Zustand der Straße bemängelt. Zudem sei die Lärmbelästigung durch das Kopfsteinpflaster sehr hoch.

Kosten tragen die Grundstücksbesitzer

Da es sich bei der Poststraße um eine sogenannte Anwohnerstraße handelt, müssen die anliegenden Grundstücksbesitzer die Kosten der Sanierungsmaßnahmen zum größten Teil selber tragen. „Insgesamt werden etwa 220 000 Euro der Gesamtkosten umgelegt“, sagt Griesbach.

„Im Schnitt zahlt jeder Anwohner circa 5000 Euro, je nach Grundstücksgröße.“ Die restlichen Kosten in Höhe von 95 000 Euro zahlt die Stadt selbst – hat dafür aber eine Förderzusage vom Land bekommen. Die Förderung kommt aus dem Ausgleichsfonds für hoch verschuldete Kommunen.

„Die ursprünglich veranschlagten Baukosten haben sich um gut 30 Prozent erhöht“, sagt Friedwart Neue von der Bauverwaltung. „Das kommt daher, dass sich beispielsweise die Asphaltpreise seit der Schätzung von vor einem Jahr bis zur Ausschreibung erhöht haben.“

Drei Einwohnerversammlungen im Vorfeld

Die Poststraße ist die erste Straße im gesamten Amtsbereich, die grundhaft ausgebaut wird und dabei beitragspflichtig ist, bei der die Kosten also auf die Anwohner umgelegt werden, sagt Thomas Griesbach. „Die Zusammenarbeit zwischen den Anwohnern und der ausführenden Baufirma funktioniert wirklich sehr gut“, lobt der Bauamtsleiter.

Schon der Abstimmungsprozess im Vorfeld sei sehr demokratisch abgelaufen. Die Anwohner hatten fast einstimmig für den Ausbau gestimmt. Bei drei Einwohnerversammlungen waren sie über das komplette Bauvorhaben informiert worden. „Sowas kann man auch nur mit den Bürgern zusammen machen“, schließt Friedwart Neue.

Von Josephine Mühln

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