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Potsdam-Mittelmark Anwohner protestieren gegen Umleitung
Lokales Potsdam-Mittelmark Anwohner protestieren gegen Umleitung
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20:01 28.03.2018
Durch die Eisenbahnstraße in Brück-Gömnigk soll die interne Umleitung führen. Die Fliederhecke entlang der Bahnlinie ist bereits gestutzt. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Ende des Jahres soll die Sanierung der Ortsdurchfahrt im Brücker Stadtteil Gömnigk beginnen. Schon jetzt gibt es jedoch Unruhe und Proteste. 38 Anwohner der Trebitzer Straße, der Karl-Marx-Straße und der Eisenbahnstraße haben kürzlich in einem offenen Brief an die Brücker Stadtverordneten gegen die durch ihre Straßen geplante Umfahrungsstrecke protestiert.

Sie fordern unter anderem den Erhalt einer Fliederhecke an der angrenzenden Eisenbahnstrecke. Denn diese „verwandelt seit 100 Jahren den Sandweg in eine Duftallee und schützt vor dem Zuglärm“, argumentieren die Anwohner. Darüber hinaus haben sie Angst vor Staubentwicklung durch das erhöhte Verkehrsaufkommen sowie vor Erschütterungsschäden an den Häusern.

Bürgermeister glättet die Wogen

Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück) hatte in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung jedoch Entwarnung gegeben. Die Wogen seien geglättet. „Ich habe in der Bürgersprechstunde mit den Protagonisten gesprochen“, sagte der Stadtchef.

So habe er noch einmal betont, dass die Umfahrung ausschließlich den Anliegern und Linienbussen gestattet werden soll. Die Eisenbahnstraße selbst werde vor Beginn der Sanierung der Ortsdurchfahrt ausgekoffert, geschottert und dann mit einer Asphaltschicht versehen, ohne dass die Anwohner zu Kasse gebeten werden.

Die Eisenbahnstraße in Brück-Gömnigk  soll zur Umleitung für Busse und Anlieger werden. Quelle: Andreas Koska

Denn es handelt sich um eine Reparatur, deren Kosten nicht umgelegt werden dürfen. Außerdem machte der Stadtchef klar, dass nicht die gesamte Fliederhecke entfernt wird. Sie ist inzwischen lediglich gestutzt worden.

Der Wunsch der Anlieger, den Verkehr während der Bauarbeiten einseitig und durch Ampeln geregelt direkt durch die Baustelle zu führen, wird jedoch nicht erfüllt werden können.

„An einer Stelle ist die Ortsdurchfahrt so schmal, dass diese Variante nicht durchführbar ist“, erklärte der Stadtverordnete Michael Klenke (SPD). Bürgermeister Matthias Schimanowski geht davon aus, mit seinen Erklärungen und Zusicherungen die Anwohner beruhigt zu haben.

Anlieger arrangieren sich mit Umleitung

Zumindest bei dem in der Eisenbahnstraße wohnenden Martin Nicolai trifft dies zu. Der Rentner wartet ab. „Die Fliederhecke hat schon gewuchert, ist jetzt eingekürzt worden, das ist in Ordnung“, sagte er der MAZ. „Wir wollten nur nicht, dass sie ganz verschwindet“, sagt der Anwohner.

Er hat beschlossen, sich mit den Umständen der Umleitung zu arrangieren und freut sich eher auf das Ergebnis danach. „Es stimmt, es werden zwei schlimme Jahre“, so der Anlieger. „Aber die Erfahrung zeigt, dass Autofahrer die Straße auch so als Umleitung für sich entdeckt hätten. Und wenn wir danach eine vernünftige Straße haben, ist das umso besser“, sagt der Senior.

Bäume vor der Kirche schon gefällt

Die vorbereitenden Arbeiten für den Straßenbau im Ort haben kürzlich begonnen. Dazu wurden entlang der Ortsdurchfahrt, vor allem vor der Dorfkirche, Bäume gefällt.

Die geplanten Gesamtkosten der Straßensanierung betragen 1,875 Millionen Euro. Davon muss die Stadt Brück 275 000 Euro tragen. Bauherr ist hauptsächlich der Landesbetrieb Straßenwesen. Mit dem Baubeginn wird im Augenblick im vierten Quartal 2018 gerechnet.

Die Arbeiten zum Ausbau der Ortsdurchfahrt in Brück-Gömnigk waren seit 2014 geplant. Doch immer wieder verzögerte sich der Baubeginn. Mehrfach gab es auch schon Kritik zu den Plänen des Landes.

Von Andreas Koska

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