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Potsdam-Mittelmark Anwohner sind weiter gegen Straßenausbau
Lokales Potsdam-Mittelmark Anwohner sind weiter gegen Straßenausbau
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17:18 06.03.2017
Aktuell entspricht die Margaretenstraße nicht den Anforderungen einer Erschließungsstraße. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Am Donnerstagabend soll bei der Stadtverordnetenversammlung in Werder über den Ausbau der Margaretenstraße entschieden werden. Die Nachbarschaftsinitiative „Margaretenstraße/Am Plessower See“ hat vorab in einem Brief an die Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) um Ablehnung des Beschlusses gebeten. In der vorgeschlagenen Form berücksichtige das Bauvorhaben die Interessen der Anwohner nicht ausreichend, wie der Sprecher der Initiative, Andreas Naumann, der MAZ am Montag mitteilte.

Mehrheitlich ist der Planung im Bau- und Hauptausschuss der Stadt zugestimmt worden. Die Anwohner beklagen jedoch, dass aus dem gewünschten Miteinander ein Gegeneinander geworden ist. Naumann zufolge sind beim Treffen der Initiative mit den Planungsverantwortlichen im November tragbare Kompromisse erzielt worden. „Dennoch blieben Fragen offen, auf die uns schriftliche Antworten zugesagt wurden. Dieses Papier hat uns nie erreicht“, so Naumann.

Straße bleibt für Schwerlastverkehr offen

Konkret wollten die Anwohner von Beginn an wissen, wie die Prognosen für das Verkehrsaufkommen in der Margaretenstraße aussehen. Sie befürchten, dass noch mehr Autofahrer die frisch sanierte Straße als Abkürzung nutzen, um dem Ampelstau in der Innenstadt zu entgehen. Zudem wenden sich die Anwohner gegen eine sechs Meter breite Fahrbahn, da die Straße zu nah an die Häuser rücke und wenn sich so bequem zwei Lkw begegnen können, die Straße noch häufiger von Lastern genutzt wird, als jetzt schon. Der Wunsch der Anwohner, dass die Straße für den Schwerlasttransport gesperrt wird, bleibt offen. Einengungen und Inseln sollen allerdings dafür sorgen, dass die Margaretenstraße nicht zu einer Rennstrecke wird und sich die Autofahrer an Tempo 30 halten.

Was den Kompromiss angeht, sei man bereits über die Schmerzgrenze gegangen, sagte Bauamtsleiter Ralf Schwarzer bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Er betonte mehrmals, dass dies erst die Vorplanung sei und die Verwaltung dringend einen Beschluss und damit eine Grundlage brauche, um überhaupt weitermachen zu können. Viele Fragen der Anwohner könnten in dieser Phase noch nicht beantwortet werden. Die Baukosten von schätzungsweise 930 000 Euro müssen die Anwohner anteilig mittragen. Auch nach der Entscheidung am Donnerstag wolle die Stadt mit ihnen in Verbindung bleiben und Details ausarbeiten.

Von Luise Fröhlich

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