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Anwohner sperrt Uferweg in Geltow

Blockade an der Havel Anwohner sperrt Uferweg in Geltow

Das Havelufer im Geltower Ortsteil Wildpark-West ist ein beschauliches Fleckchen Erde, doch das Idyll trügt. Ein Anwohner hat zum Ärger vieler Geltower den Weg hinab ans Ufer mit Ästen versperrt – obwohl das Gericht verlangt, dass er die Blockaden zu entfernen hat.

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Geltower ärgern sich über die unberechtigt abgelegten Äste, die den Weg zum Havelufer versperren.

Quelle: Privat

Geltow . Ein versperrter Havelzugang sorgt in Geltow weiterhin für Unmut. „Seit nunmehr einem halben Jahr steht per Gerichtsbeschluss fest, dass der Eigentümer der Villa Maurus in Geltow gegen die Bestimmungen des Landschaftsschutzgebietes ‚Potsdamer Wald- und Havelseengebiet‘ verstoßen hat“, sagt Norbert Kunz, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Schwielowsee aus Wildpark-West der MAZ. Nach Auffassung des Gerichts will der Eigentümer den Hausgartenbereich erweitern. Diese veränderte Nutzung sei aber im Landschaftsschutzgebiet „Potsdamer Wald- und Havelseengebiet“ und in der geschützten Uferzone unzulässig. Trotz einer Aufräumaktion von Bürgern aus Wildpark-West, die den öffentlich zugänglichen Teil des Weges von Laub und Grünschnitt beräumt haben, sind laut Kunz erneut Äste und Zweige abgelegt worden, „um den öffentlichen Charakter unkenntlich zu machen“. Auch fehle der vom Gericht geforderte einen Meter breite Durchgang hin zum Ufer. „Offensichtlich fasst der Eigentümer seine Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet weiterhin als seine Privatangelegenheit auf“, sagt Kunz. Jetzt sei es wichtig, dass das Landratsamt den juristischen Erfolg zügig umsetzt und sich im Interesse der Allgemeinheit entschieden gegen Verstöße gegen das Natur- und Landschaftsschutzrecht mit allen zur Verfügung stehenden Mittel wendet. Die SPD-Schwielowsee wird laut Kunz in Kürze eine Aufräumaktion des öffentlichen Teils des Weges durchführen.

Die Behinderungen auf dem Uferweg verärgern bereits seit Mai 2014 Einheimische und Urlauber. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Eigentümer laut Kunz einen Großteil des neben seinem Grundstück liegenden rund 60 Meter langen Zugangsweges von der Straße Am Wasser bis hinunter zur Havel gesperrt. Die vorhandene Badestelle und der zugleich schöne Aussichtspunkt zur Inselstadt Werder seien für Radler und Wanderer seitdem nicht mehr zugänglich. Nach Protesten von Bürger, des Geltower Heimatvereins und der SPD-Schwielowsee erließ der Landkreis Potsdam-Mittelmark eine Ordnungsverfügung gegen den Eigentümer, den Weg wieder zu öffnen. Dagegen hatte der Eigentümer geklagt. Doch das Verwaltungsgericht Potsdam bestätigte am 13. Oktober 2014 die naturschutzrechtliche Ordnungsverfügung des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Danach ist der Eigentümer der Villa Maurus in Geltow verpflichtet, die heckenartige Absperrung auf einer Breite von einem Meter zu öffnen, sowie Äste, Sträucher, andere Hindernisse und Sperren in dieser Breite rückstandslos zu entfernen, die Bepflanzungen mit Gartenstauden und Zierpflanzen auf dem Weg zur Havel zu beseitigen sowie Blumenkübel und Gartenmöbel zu entfernen. Gegen die sofort vollziehbare Gerichtsentscheidung hat der Eigentümer Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt.

Von Regine Greiner

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