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Anzeige nach Maisklau bei Görzke

Ungewöhnlicher Ernteverlust Anzeige nach Maisklau bei Görzke

Als Rudolf Lüdemann den Mais vom Acker holen wollte, hat ihm jemand die Ernte schon abgenommen. Auf drei Flächen mit insgesamt 27 Hektar, die der Landwirt aus Sachsen-Anhalt bei Görzke (Potsdam-Mittelmark) bewirtschaftet, war das Getreide schon weg. Er hat Anzeige erstattet, weil es sich wohl nicht um ein Versehen handelt.

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In einem Maisfeld wie diesem haben sich wohl Diebe bedient.

Quelle: Peter Geisler

Görzke. Das staunte Rudolf Lüdemann nicht schlecht. Als er Anfang des Monats nachsehen wollte, ob er den Mais vom Feld holen soll, war er wahrscheinlich längst vom Acker. „Eine Woche zuvor ist noch alles an Ort und Stelle gewesen. Aber das Getreide sollte noch reifen“, sagt der Landwirt aus Sachsen-Anhalt. Jetzt ist es weg und der Großbauer hat Anzeige erstattet.

Wer ihm jetzt die Ernte buchstäblich abgenommen hat, muss erst noch untersucht werden. „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen“, sagt Sandy Fänger von der Polizeidirektion West auf MAZ-Anfrage.

Für den Geschädigten deutet jedenfalls alles auf einen Diebstahl hin. Denn betroffen sind seinen Angaben zufolge gleich drei verschiedene Stellen, die von der Altengrabower Ferkelzucht im Umfeld des Handwerkerdorfes bewirtschaftet werden. Zum einen am Klärwerk, zum anderen zwei Flächen am Ortsrand nach Reppinichen. Dass zufällig die Nachbarn vom dortigen Landgut über ihre Schollen hinaus geraten sein könnten, sei schon bei einem Gespräch miteinander ausgeschlossen worden. „Das lässt sich mit dem GPS-System der Kollegen klären“, so Maik Kirchner. Wie der betroffene Betriebsleiter statt dessen bemerkt, sei es aber vielmehr ungewöhnlich, dass direkt nach der Ernte die Bodenbearbeitung begonnen wurde. „Da ist gescheibt worden, womöglich um Spuren zu beseitigen“, lautet die Vermutung. Zeugenbefragungen stehen noch aus.

Insgesamt fehlt dem Betrieb in Sachsen-Anhalt jetzt der Ertrag von insgesamt 27 Hektar. Je nach Qualität sollte teils Körnermais daraus entstehen, teils die gehäckselte Frucht in die Biogas-Anlage gehen, heißt es. „Der Verlust dürfte sich auf etwa 30.000 Euro belaufen.“

Zwischen Havel und Fläming ist es laut Polizei ein noch nicht da gewesener Fall. Im Norden der Mark wird indes berichtet, dass Streitigkeiten um Eigentums- und Nutzungsrechte zuweilen schon zu ähnlichen Vorfällen geführt haben.

Von René Gaffron

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