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„Apfelblau“ trifft sich am Stammtisch

Stahnsdorf „Apfelblau“ trifft sich am Stammtisch

Marion Storm hat in Stahnsdorf eine gemischte Künstlergruppe aus der Region zum Austausch und zur Inspiration gegründet. Einmal monatlich treffen sich die Kreativen, die auch aus Berlin und Potsdam kommen.

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Stammtisch-Initiatorin Marion Storm (vorn rechts) mit einigen Mitgliedern ihrer Künstlergruppe.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Stahnsdorf. Sie sind Maler, Fotografen, Keramik- oder Origamikünstler, Literaten – aber so unterschiedlich sie auch sind, gemeinsam sind sie „Apfelblau“, eine Gruppe, die sich der „Begegnung der Künste“ verschrieben hat und sich einmal im Monat in Stahnsdorf trifft. Begonnen hat alles mit Marion Storm (66), die in ihrem, inzwischen aufgegebenen „Café im Garten“ in der Ruhlsdorfer Straße zusätzlich zu wechselnden Ausstellungen auch den Austausch zwischen Malerei, Literatur und Musik ermöglichte. „Künstler sind oft isoliert in ihren Ateliers und haben doch das Bedürfnis, sich auszutauschen“, sagt Storm, die Lesungen veranstaltet.

Aber nicht nur das Gespräch miteinander, auch die Tipps, an welchen Orten man gute Erfahrungen mit Ausstellungen gemacht habe oder die Berichte über eigene Vernissagen und Verkäufe sind es, weswegen Apfelblau eine stabile Gruppe bleibt. „Das hat auch mit Mutmachen zu tun, wenn jemand schon wo war und darüber erzählen kann“, sagt die Steglitzerin Sabine Christel Schmidt, die als Malerin tätig ist, und ergänzt: „Und es ist absolut konkurrenzlos.“ Fotograf Eberhard Trauer (79) aus Lichtenrade, der für seine Makrofotografie von Blüten bekannt ist, bestätigt: „Man freut sich von Herzen, wenn der Kollege etwas verkauft.“ Auch unterstützen sich die Stammtisch-Mitglieder gegenseitig bei Vernissagen, zum Beispiel mit Lesungen, Musik oder Filmen. Zudem wurden gemeinsame Ausstellungen organisiert. Bei der Veranstaltung „Kunst im Kleingarten“ in der Kleingartenanlage Am Stichkanal in Berlin-Lichterfelde stellt seit mehreren Jahren ein Teil der Gruppe aus und auch bei einer Ausstellung im Schloss Blankensee mit insgesamt rund 20 Künstlern seien mehrere vom Stammtisch mit dabei gewesen, erzählt Wilfried Zoppa (72), Maler aus Lankwitz.

Zwölf waren sie beim ersten Treffen, erinnern sich die aktuellen Mitglieder, und die meisten davon sind der Gruppe treu geblieben, ein paar sind sogar noch dazu gekommen. Rund 15 sind es heute, die immer wieder vorbeischauen, unter ihnen auch Karin Flora Hirsch, die für eines ihrer Bilder 1000 Origami-Kraniche gefaltet hat, oder Porträt-Schnellmalerin Melinda Mosbacher (49) aus Kleinmachnow. Dass sie nicht nur unterschiedliche künstlerische Bereiche bedienen, sondern aus verschiedenen Orten kommen, war ganz bewusst gewünscht, sagt Storm. Potsdam, Berlin, Stahnsdorf, Kleinmachnow, Caputh sind vertreten und bereichern so das Miteinander. Fotograf Eberhard Trauer ergänzt: „Ich möchte auch, dass wir innerhalb der Gruppe Ideengeber sind.“ Und dann wird diskutiert – über den ersten eigenen Flyer, mit dem sich Apfelblau nach außen präsentieren möchte, über einen Film, in dem blinde Fotografen vorgestellt werden, sowie über neue Ideen, und wie sie von den einzelnen Kunstrichtungen umgesetzt werden könnten.

Der Stammtisch trifft sich an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr im Lokal „Stahnsdorfer Hof“.

Kontakt: Marion Storm, 0173/8 38 69 07 oder marion-storm@gmx.de

Von Konstanze Kobel-Höller

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