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Potsdam-Mittelmark Audioguide führt durch Einstein-Haus-Geschichte
Lokales Potsdam-Mittelmark Audioguide führt durch Einstein-Haus-Geschichte
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00:20 09.09.2017
Krystyna Kauffmann testet den neuen Audioguide in der Ausstellung zu Einsteins Sommer-Idyll in Caputh. Quelle: Luise Fröhlich
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Caputh

Der Verein Initiativkreis Albert-Einstein-Haus Caputh kann sich über eine Innovation für die Ausstellung im Bürgerhaus freuen. Ab sofort können Besucher die Schau zusätzlich zu den Tafeln und Modellen mit einem Audioguide erleben. 6000 Euro hat der Verein dafür von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) über ein Sonderprojekt gesponsert bekommen, wie Vereinsvorsitzende Wiebke Franck berichtet. Dieses Geld hat für acht Audioguides gereicht. Doch das war noch nicht alles, denn für den Hörführer mussten zunächst Texte verfasst, dann korrigiert, dann ins Englische übersetzt, dann eingesprochen und schließlich noch einmal korrigiert werden. „Alles hat viel länger gebraucht, als wir dachten“, sagt Wiebke Franck.

Im November 2016 kam die Zusage für die Förderung und Anfang Januar hat Dietmar Strauch mit dem Verfassen der Texte begonnen. Der Sachbuchautor ist Kurator der Ausstellung und hat unter anderem eine Biografie über Einsteins Sommerhaus (2015) und über die Stationen von dem Architekten Konrad Wachsmann geschrieben (2013), der das Sommer-Idyll in Caputh entworfen hat. Übersetzt wurden die Texte für den Audioguide von einem Vereinsmitglied aus Liechtenstein. „Er war uns vor allem für Fachbegriffe wie Walmdach oder Holzrahmenbau eine große Hilfe“, sagt die Vereinschefin. Das Einsprechen hat ebenfalls ein Fachmann übernommen, der über die Herstellerfirma der Audioguides kontaktiert wurde.

22 Stationen in 45 Minuten

Die ersten Besucher haben den Hörführer schon ausprobiert. Bisher sei nur einer nicht damit zurecht gekommen. „Die meisten kennen das ja aus anderen Museen“, so Wiebke Franck. Eine Bedienungsanleitung liegt dennoch gleich obenauf – auch für die Mitarbeiter, die nur aushilfsweise da sind und sich mit der Technik nicht so gut auskennen. Das Audioguide-Konzept in der Ausstellung zum Albert-Einstein-Haus in Caputh ist anders als etwa das in Kunstausstellungen.

Texte zu 22 Stationen sind auf dem Audioguide gespeichert, der insgesamt 45 Minuten läuft. Alle Teile können separat angewählt, wiederholt oder die Ansage auch angehalten werden. „Die Besucher bekommen nicht den Text von den Schautafeln vorgelesen, sondern kriegen Hintergrundinformationen“, erklärt Wiebke Franck. Beim Modell vom Sommerhaus zum Beispiel wird erklärt, wie es überhaupt zustande kam und wie es später aufgeteilt war. Viele Ausstellungsbesucher fragen nach einer Führung, wenn sie die Treppen des Caputher Bürgerhauses hinauf gestiegen sind, sagt die Vorsitzende. Das könne der kleine Verein mit den 32 Mitgliedern auf ehrenamtlicher Basis aber nicht stemmen, so dass der Audioguide künftig als Ersatz angeboten werden könne.

Ausstellungsbesucher kommen von weit her

Rund 2000 Besucher sehen sich jährlich die Ausstellung an. Dafür zahlen sie weiter 3 Euro Eintritt. Ob es für den Hörführer eine Gebühr geben wird, müsse der Vorstand noch beraten. Im Schnitt kommen die Gäste aus 15 verschiedenen Nationen wie Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Niederlande, Dänemark, Island oder Italien. Diejenigen, die kein Deutsch sprechen, können sich auf Englisch durch die Einstein-Haus-Schau führen lassen.

Der Caputher Verein lässt die Geschichte dieses Hauses sowie ein Andenken an dessen Architekten und an Albert Einstein, den Urheber der Relativitätstheorie, selbst aufleben. Den Initiativkreis gründeten fünf Caputher bereits 1999, als sich das Einsteinhaus noch in desolatem Zustand befand. Der Verein zum Initiativkreis wurde sieben Jahre später aus der Taufe gehoben.

Zwei Höhepunkte stehen noch auf dem Plan

Von den insgesamt sechs Veranstaltungen in diesem Jahr sind noch zwei übrig.

Am 28. Oktober beteiligt sich der Verein mit der Ausstellung im Bürgerhaus Caputh ab 13 Uhr an dem Aktionstag „Feuer und Flamme für unsere Museen“.

Um 14 Uhr wird zunächst das GPS-Exponat vorgestellt und anschließend gibt es eine Einführung in das Geocaching – eine Art Schatzsuche.

Am 11. November hält Annemarie Jaeggi, Direktorin am Bauhaus Archiv in Berlin, einen Vortrag zu Konrad Wachsmann und Walter Gropius. Los geht es um 17 Uhr im Gemeindesaal der evangelischen Kirche Caputh.

Von Luise Fröhlich

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