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Auf Pirsch im Stadtwald

Einsatz im grünen Werder Auf Pirsch im Stadtwald

Ob Werderaner Stadtwald, Plessower Seeufer oder Glindower Alpen, das Grün sprießt überall. Damit in den Naherholungszentren Wege nicht zuwuchern, Hecken geschnitten und Sturmschäden beseitigt werden, ist jetzt der Internationale Bund mit Langzeitarbeitslosen im Einsatz. Die „Waldläufer“ hoffen dabei auch auf einen neuen Berufsstart.

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Synke Güntheroth (l.) zeigt Karin und Anne (r.) die neue Karte.

Quelle: Greiner

Werder . Nicht nur Spaziergänger und Jogger freuen sich über den Einsatz im Werderaner Stadtwald, am Plessower See und in den Glindower Alpen. Auch die Stadt begrüßt die Aktion. „Dank der fleißigen Arbeit wird die Attraktivität dieser Landschaftsteile und touristischen Anziehungspunkte im Erholungsort Werder weiter sichtbar erhöht“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU).

Seit der Internationale Bund mit „Waldläufern“ den Stadtwald durchforstet, wurden Wege freigeschnitten, Sturmschäden beseitigt, Bänke aufgestellt und repariert. „Am Teich haben wir eine neue Holzbrücke gebaut, wir haben Hecken geschnitten und Rasen gemäht“, sagt Synke Güntheroth aus Berlin. Sie leitet im Auftrag des Internationalen Bundes das Projekt von April bis November 2015 im Zusammenwirken mit dem Jobcenter des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Mit dabei nach langer Arbeitslosigkeit acht Männer als Waldarbeiter und vier Frauen , die Funde und Wege dokumentieren.

„Wir haben schon viel geschafft, sind auf ungewöhnliche Pflanzen gestoßen, haben unsere Erkenntnisse dokumentiert und sind jetzt dabei, die Karten mit Wegesystem zu aktualisieren“, sagt Güntheroth. „Und ich bin sehr zufrieden, denn aus unserer Gruppe, die im April gestartet ist, sind alle noch dabei, geben sich wirklich Mühe. Denn wir wollen sie wieder fit machen für einen Job, nachdem sie sehr lange keinen hatten“, sagt die Gruppenleiterin. Beim Werkeln in der Natur habe in den vergangenen Wochen das Zusammenspiel der Mitwirkenden gut funktioniert, man hat sich gegenseitig motiviert und durch Erfolge sein Selbstvertrauen gestärkt.

Doch für die Teilnehmer ging es nicht nur um neue Herausforderungen im Alltag und Beruf. Beim Durchkämmen des 12 Hektar großen Stadtwalds sind die Männer auf Kulturpflanzen gestoßen, die man im Stadtwald nicht vermutet hätte. „Da wäre zum Beispiel die Felsenbirne zu nennen, auch der Mahonienstrauch. Wir haben den Salomonsiegel ausfindig gemacht und festgestellt, dass selbst der Spargel im Stadtwald eingewandert ist“, sagt die Gartenbauingenieurin. Unübersehbar mache sich die amerikanische Brombeere breit. Weil sie heimischen Arten aber den Lebensraum nimmt, muss man sie künftig im Blick haben und wenn nötig eingrenzen. Wer aufmerksam sei, wird beim Spaziergang durch Wald und Flur aber auf Buntspechte und Eichelhäher stoßen, verspricht Güntheroth. .

Mit den Waldläufern vom Internationalen Bund sind in den vergangenen Wochen nicht nur Wege sicherer und Pflanzen geschnitten worden. Im Zusammenwirken mit der Stadt Werder ist darüber hinaus ein Aussichtspunkt mit Bank entstanden. Und in den nächsten Wochen soll auf jeden Fall in den Glindower Alpen noch die Wildholz-Treppe repariert werden.

Von Regine Greiner

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