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Auf dem Rad durch den Fläming

Burgenradtour startet in Wiesenburg Auf dem Rad durch den Fläming

Die 280 Teilnehmer der dritten Fläming-Burgenradtour am Wochenende waren begeistert. An vier Tagen fuhren die Radfans von Wiesenburg aus Touren mit Zielen wie Thießen, Loburg, Ziesar und Rietz. Doch unterwegs machten Reetzer Bürger sowie die Einwohner aus Reetzerhütten und Reppinichen auf ein großes Problem aufmerksam.

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Gut gelaunt ging es durch den Fläming

Quelle: Silvia Zimmermann

Wiesenburg. Die 280 Teilnehmer der dritten Fläming-Burgenradtour waren begeistert: Mit Sätzen wie „Das war eine tolle Radtour“ oder „Das war spitze“ lobten die Radler die Veranstaltung am Wochenende. An vier Tagen fuhren die Radfans von Wiesenburg aus Touren mit Zielen wie Thießen, Loburg, Ziesar und Rietz. Nach ausgiebiger Mittagspause führten die Strecken wieder nach Wiesenburg zurück. Start war jeden Morgen um zehn Uhr auf dem Schlossplatz in Wiesenburg. Gut ausgerüstet und vorbereitet kamen die Radler aus ganz Ostdeutschland, um an einer, zweien oder allen vier Touren mit zu radeln.

Die Strecken zwischen 55 und 70 Kilometern wurden von den Radlern zwischen zehn und fast achtzig Jahren gut gemeistert. Kerstin und Michael Neudeck aus Stahnsdorf sind das erste Mal mitgefahren. „Im Internet sind wir auf diese Radtour aufmerksam geworden und hatten uns spontan entschlossen an der dritten Etappe teilzunehmen. Die Landschaft ist sehr schön. Die Radwege von Wiesenburg nach Ziesar kannten wir noch nicht und sind begeistert davon“, lobten sie. Aus Apolda (Thüringen) kam Christian Kleinod angereist, er fuhr an zwei Touren mit. Er war von der Gegend sehr angetan und bereute die lange Anfahrt nach Wiesenburg nicht.

Polizei sagt Unterstützung ab

Eigentlich hatten die Organisatoren des Fläminger Burgenradtour-Vereins an diesem Wochenende mit einer Unterstützung durch die Polizei gerechnet. „Vier Tage vor Tourbeginn teilte uns die Polizei mit, dass sie aus personellen Gründen keine Begleitung für die Sicherung im fließenden Straßenverkehr stellen konnten“, hieß es von Hans-Joachim Urmann und Kerstin Panzer. Auch das Deutsche Rote Kreuz konnte die Rundfahrt in diesem Jahr nicht unterstützen. Umso besser, dass es keine Zwischenfälle gab: „Es hat sich keiner verletzt und an den Fahrrädern gab es auch keine Pannen. Die Radler verhielten sich vorbildlich“, lobte Christian Marthe das Fahrverhalten, der als Ordner die Kolonne anführte. Sechs Ordner achteten darauf, dass die Radler sicher auf allen Strecke fahren konnten.

Bei der zweiten Tour machten die Reetzer Bürger sowie die Einwohner aus Reetzerhütten und Reppinichen auf ein großes Problem aufmerksam. Sie waren nicht nur an die Strecke gekommen, um den Radlern zuzuwinken – sie wollten noch einmal ihre Forderungen für einen Radweg an der B 246 zwischen Wiesenburg und Reetz Nachdruck verleihen. Das fand auch bei den Radfahrern großen Anklang und Unterstützung. Spontan entschlossen sich die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Foto vor dem Plakat. Viele trugen sich in die Unterschriftenlisten ein.

Zu Besuch in Kupferhammerschmiede

Die Radler erlebten nicht nur schöne Landschaften bei herrlichsten Herbstwetter sondern lernten auch idyllisch gelegene Orte wie die Kupferhammerschiede in Thießen und die Burg in Loburg in Sachsen-Anhalt kennen. Die Kupferhammerschiede, die es seit 1603 gibt, ist bis zum heutigen Tag erhalten. Familie Specht betreibt dort eine Ausflugsgaststätte und führte die alten Kupferhämmer vor. Die Kirche in Buckau oder die Burganlage in Ziesar waren für einige Teilnehmer neu. Thomas Gandow vom Buckauer Dorfkirchenverein begrüßte die Radler in der über 800 Jahre alten Kirche und berichtete aus deren Geschichte. „Die Buckauer Kirche ist seit einiger Zeit auch eine Radfahrer-Kirche. Sie liegt an der Tour Brandenburg und dem Radweg von Berlin nach Hamburg“, erklärte er. Auf der Burg Ziesar wurde der Bergfried bestiegen und die Kapelle mit ihrer Ausmalung ausführlich besichtigt.

In alten Unterlagen forschten die beiden Gaukler Olivarius von der Taube und Geronimus. Sie präsentierten während der Mittagsrast kleine Geschichten und Anekdoten nach historischen Vorlagen. Beide bezogen das Publikum in ihre Handlungen ein und erzählten und spielten die Geschichten der Orte nach. So fühlte sich ein „Reicher Sack“ von der Arbeit der Kupferhämmer gestört und bot den Handwerkern Geld an. In Loburg wurde die Stadt von einem Lehnsherren befreit und in Ziesar unterlag der Reiche seiner Gier nach Geld und erbte von dem reichen Steinmetz nur eine Kiste voller Steine.

Von Silvia Zimmermann

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