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Auf dem Weg zum Traumjob

Geltow (Potsdam-Mittelmark) Auf dem Weg zum Traumjob

670 Schüler der siebten und achten Klassen aus Potsdam-Mittelmark durchlaufen derzeit wieder den innovativen Berufsorientierungsparcours von „Komm auf Tour“ in der Mehrzweckhalle in Geltow. Am Mittwochabend ist der Kurs gemeinsam mit Eltern und Jugendlichen eröffnet worden. Die Resonanz war beim vorigen Mal war sehr groß.

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Rahmenmoderator „Futuro“, Vize-Landrat Christian Stein, Ramona Schröder und Staatssekretär Thomas Drescher (v.l.).

Quelle: Luise Fröhlich

Geltow. Probieren geht über studieren: Insgesamt 670 Schüler aus ganz Potsdam-Mittelmark haben bis Donnerstag in der Mehrzweckhalle in Geltow den Erlebnisparcours des Projektes „Komm auf Tour“, der den Jugendlichen hinsichtlich Berufswahl und Lebensplanung auf die Sprünge helfen soll, durchlaufen. Am Mittwochabend ist der Kurs vorgestellt worden. Rund 80 Eltern, Schüler und Lehrer konnten den Parcours gleich selbst testen. Das vom Landkreis und der Bundesagentur für Arbeit mit 40 000 Euro geförderte Projekt findet in Potsdam-Mittelmark bereits zum siebten Mal statt. „Wir haben jetzt schon 150 Schüler mehr, die Resonanz ist gut und die Nachfrage groß. Die Schulen fordern es regelrecht“, sagte Vize-Landrat Christian Stein (CDU).

In 90 Minuten durchlaufen die Schüler der 7. und 8. Klassen in kleineren „Reisegruppen“ verschiedene Stationen. Zunächst geht es in ein Labyrinth, das eine Metapher für das Leben darstellt und zur groben Orientierung beiträgt. Die nächste Station trägt den Namen „Sturmfreie Bude“ und soll Alltagskompetenzen hervorbringen. Ob die Schüler in dem Alter schon gut kochen oder regelmäßig aufräumen, zeigt bereits einige Stärken. Im Zeittunnel, einer raumschiffartigen Röhre, springen die Jugendlichen in ihre Mittzwanziger. Je nach Wahl von Aufgabe und Lösungsweg vergibt der Trainer verschiedene Stärken in Form von Aufklebern an die Schüler. Auf der Theaterbühne können sie in andere Rollen schlüpfen und zum Beispiel Chef spielen oder Vorstellungsgespräche nachstellen. Im letzten Schritt zieht das Leben dann anhand eines Mobiles an den Jugendlichen vorbei und sie erfahren an „Stärke-Schränken“ mit Materialcollagen, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen.

Eltern früh einzubeziehen, hat sich bewährt

„Im Vergleich zu der klassischen Beratung bei uns in der Agentur für Arbeit können die Schüler sich hier in lebensnahen Bereichen ausprobieren. Es ist einfach viel lebendiger“, sagte Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Potsdam. Die Berufsberater der Agentur sind dennoch in den Parcours eingebunden. Noch immer würden Schröder zufolge die 900 betrieblichen Ausbildungsstellen im Landkreis nur zur Hälfte von Absolventen der 10. oder 12. Klassen besetzt. Entwickelt wurde der Parcours von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Projektträger ist das Büro für Kommunikation Sinus mit Sitz in Hamburg. Regionale Partner und Akteure wie das Technologie- und Gründerzentrum Fläming (TGZ), die Industrie- und Handelskammer, das Oberstufenzentrum Werder oder Pro Familia arbeiten eng zusammen.

Die Präsentation des Parcours als Elternabend zu gestalten, hat sich bewährt: „Eltern sind die ersten Berufsberater, dementsprechend wichtig ist es, dass Elternhaus und Schule zusammenarbeiten. Sie müssen dies als einen kontinuierlichen Prozess verstehen, die Kinder auf das Berufsleben vorzubereiten“, so Staatssekretär im Brandenburger Bildungsministerium, Thomas Drescher. Auf den Erlebnisparcours aufbauend ist das Projekt „Job Navi PM“ vom TGZ, das im Oktober von Schülern in der Geltower Halle getestet wurde.

Von Luise Fröhlich

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