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Potsdam-Mittelmark Auf der A10 drohen wieder lange Staus
Lokales Potsdam-Mittelmark Auf der A10 drohen wieder lange Staus
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08:20 19.05.2016
Auf der A10 könnte es an den beiden Mai-Wochenenden zu langen Staus kommen.
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Potsdam-Land

Autofahrer müssen sich an den beiden kommenden Wochenenden auf dem südlichen Berliner Ring (A 10) und auf umliegenden Straßen in der Region wieder auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Grund sind erneute Markierungsarbeiten auf dem A-10-Abschnitt zwischen den Dreiecken Nuthetal und Michendorf, der bis 2020 von sechs auf acht Spuren ausgebaut wird. Wie die zuständige Planungsgesellschaft Deges mitteilte, sind die Markierungsarbeiten für eine geänderte Verkehrsführung am 22. Mai sowie am 28. und 29. Mai jeweils von 8 bis 18 Uhr geplant.

Bauphasen an der A 10

Wegen der hohen Verkehrsbelastung auf dem meistbefahrenen Autobahnabschnitt Brandenburgs sollen auch während der Bauzeit drei Spuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.

Bei speziellen Arbeiten wie etwa die Fahrbahnmarkierungen ist die Maßgabe für kurze Zeit nicht einhaltbar. Die erneuten Markierungsarbeiten im Mai sind laut Deges notwendig, weil nun die drei Spuren jeweils nach innen gelegt werden, um im äußeren Bereich der Fahrbahn arbeiten zu können.

Der rund 150 Millionen Euro teure Ausbau der A 10 zwischen den Dreiecken Nuthetal und Potsdam erfolgt in sechs Bauphasen und soll bis 2020 abgeschlossen sein.

Von Juni bis Dezember 2016 steht Bauphase 2 an, bei der unter anderem die südliche Richtungsfahrbahn provisorisch verbreitert wird, um dann den gesamten Verkehr dorthin zu verlegen.

Anschließend kann die nördliche Fahrbahn gebaut werden – bis Oktober 2018. Ist sie fertig, wird der Verkehr über sie geführt, um die südliche Richtungsfahrbahn bis 2020 zu bauen.

Um die bestehenden Fahrbahnmarkierungen am 22. Mai abzulösen und die neuen Markierungen an dem darauffolgenden Wochenende aufzubringen, muss der Verkehr auf der A 10 in beiden Fahrtrichtungen zeitweise auf eine Spur eingeengt werden, sagte Deges-Abteilungsleiter Holger Behrmann bei einem Pressegespräch.

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Auch zwischen den Dreiecken Havelland und Werder soll die Autobahn 10 ausgebaut werden.

Öffentliche Leben lag in Beelitz nahezu lahm wegen der Staus

Im April hatten Markierungsarbeiten riesige Staus in der Region verursacht. Viele Autofahrer versuchten, den A-10-Stau zu umfahren und sorgten damit auf vielen Straßen im Umfeld der Autobahnen 10 und 9 für Chaos. Vor allem in und um Beelitz war das öffentliche Leben durch die Blechlawine zeitweise lahmgelegt worden. Die Arbeiten hatten sich Ende April wegen der damals feuchten Witterung länger als geplant hinausgezogen und vor allem an drei Werktagen für verstopfte Straßen gesorgt.

Im April kam es in Beelitz wegen Arbeiten auf der A10 zu langen Staus. Quelle: Lähns

Arbeiten am Wochenende – weite A-10-Umfahrung trotzdem sinnvoll

Die erneuten Fahrbahnmarkierungen wurden bewusst auf das Wochenende gelegt, „weil da der Lkw-Verkehr weitgehend fehlt“, sagte Behrmann. Außerdem wird für die nun anstehende längere Bauphase 2 sogenannte gelbe Kaltspritzplastik verwendet. Dieses Verfahren sei „etwas schneller in der Aufbringung und nicht ganz so empfindlich gegen Restfeuchte“. Behrmann geht davon aus, dass die Belastung an den drei Maitagen geringer ausfallen wird als im April. Trotzdem sei absehbar, dass der Verkehr erneut erheblich behindert werde. „Wir bitten Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbetreibende der umliegenden Kommunen schon heute um Verständnis und Geduld, denn ohne Staus und eine Mehrbelastung auf den Ausweichstrecken werden auch diese Arbeiten nicht ablaufen“, so Behrmann. Er rät für die drei Maitage allen, denen es möglich ist, den Bereich der A 10 weiträumig zu umfahren. Wer auf der A 10 durchfahren muss, sollte auch bei Stau auf der Autobahn bleiben, empfiehlt er. Der Verkehr laufe in der Regel dort dennoch schneller, als auf zugestopften Umfahrungsstrecken.

Zwischen dem Dreieck Potsdam und dem Dreieck Nuthetal wird gearbeitet. Quelle: Scheerbarth

Die Deges appelliert zudem an alle Fahrzeugführer, während der gesamten Bauzeit in der Baustelle besonders aufmerksam zu fahren und das Tempolimit von 80 Stundenkilometern zu beachten. Jeder Unfall in der Baustelle führe wegen der fehlenden Standstreifen automatisch zum Stau.

Von Jens Steglich

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