Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Auf der Suche nach den Wassermühlen

Nuthetaler Ausstellung Auf der Suche nach den Wassermühlen

Als die Wassermühlen noch Konjunktur hatten, prägten sie auch die Sprache. Das Verbot, dem anderen das Wasser abzugraben, ist heute noch geläufig. Der Nuthetaler Helmut Nega hat sich auf die Suche nach Brandenburger Wassermühlen gemacht. Im Gegensatz zu den weithin sichtbaren Windmühlen sind sie gar nicht so einfach zu finden.

Nuthetal 52.3236954 13.1410803
Google Map of 52.3236954,13.1410803
Nuthetal Mehr Infos
Nächster Artikel
Strampeln für Potsdam und Kleinmachnow

Die Eulenmühle bei Ziesar an der Buckau dreht sich noch.

Quelle: Helmut Nega

Nuthetal. Während die windbetriebenen Artgenossen mit ihren in den Himmel gestreckten Flügelkreuzen nicht zu übersehen sind, muss man nach den Wassermühlen doch intensiv suchen, sagt Helmut Nega. Der Nuthetaler hat sie gesucht und gefunden – die Brandenburger Wassermühlen, die noch gut erhalten sind und auch jene, die fast verschollen sind und nur noch Reste daran erinnern, dass Menschen dort einst auf Wasserkraft gesetzt haben.

Auf dem Motor- oder dem Fahrrad hat Helmut Nega sich zwischen Nuthe, Nieplitz und Fläming über drei Jahre auf eine fotografische Entdeckungsreise begeben und 38 Wassermühlen ausfindig gemacht. Das Ergebnis seiner Touren ist jetzt in einer Fotoausstellung in der Nuthetaler Gemeindeverwaltung in der Arthur-Scheunert-Allee 103 zu sehen. Anschauen kann man sie sich immer zu den Öffnungszeiten der Verwaltung.

Ihn lockte die alte Technik an, „die uns daran erinnern soll, welche gesellschaftliche Bedeutung Mühlen einmal hatten“, und „ein gewisser Hauch von Romantik, der besonders verfallene Anlagen umweht“, sagt Nega, der daran erinnert, dass die Nutzung der Wasserkraft im Brandenburger Tiefland mit seinen Sanderflächen und Urstromtälern seit dem 11. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert zur Tradition gehörte. Insbesondere an der oberen Nieplitz lassen sich viele Mühlenstandorte nachweisen. Dazu zählen etwa die Walkmühle und die Forellenmühle bei Frohnsdorf (Potsdam-Mittelmark), „deren genaue Standorte nur noch zu erahnen sind“. Die Forellenmühle brannte 1871 ab, die Fischteiche sind noch vorhanden. Auch die Plane, ein linker Nebenfluss der Havel, bot Mühlen einen idealen Standort. Gut erhalten ist in der Gegend etwa die Mühle in Locktow (Potsdam-Mittelmark), die bis 1991 arbeitete. In der Ausstellung kann der Besucher an einer Tafel die Mühlenstandorte geografisch einordnen. Aus Negas Heimatgemeinde Nuthetal ist Saarmund mit von der Partie. Die Wassermühle dort wurde 1342 erstmals erwähnt und ist schon länger außer Betrieb.

Bekannt ist noch der Wasserlauf, der von der Nuthe zur Mühle führt. Das Mühlenfließ „hieß auf früheren Karten die Saar“, weiß Nega, dessen Entdeckungstour nicht zu Ende ist. Dieses Jahr geht es weiter. „Man kommt so schnell nicht mehr davon los“, sagt er.

Von Jens Steglich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg