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Auf nach Afrika – mit Brehm

Aufbau von Volksbibliotheken ab 1903 Auf nach Afrika – mit Brehm

Im Sommer 1958 zog die Kreisbibliothek Belzig von der Straße der Einheit in die Wiesenburger Straße um. Um möglichst viele Leser zu erreichen, hatte man an fünf Tagen in der Woche geöffnet. Im Wechsel zwischen Vormittag und Abend, sogar am Samstag öffneten sich die Türen der Bildungseinrichtung. Nur am Mittwoch und Sonntag blieben sie zu.

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Blick in die Straße der Einheit in Belzig – Postkarte um 1955.

Quelle: Repro: Hesse

Bad Belzig. Im Sommer 1958 zog die Kreisbibliothek Belzig von der Straße der Einheit in die Wiesenburger Straße um. Um möglichst viele Leser zu erreichen, hatte man an fünf Tagen in der Woche geöffnet. Im Wechsel zwischen Vormittag und Abend, sogar am Samstag öffneten sich die Türen der Bildungseinrichtung. Nur am Mittwoch und Sonntag blieben sie zu.

Dabei vermeldete die Leiterin Karin Wolter, dass die Sachliteratur, wie sie es bezeichnete, einige Neuerscheinungen in den Bestand aufnehmen konnte. Besonders stolz war man über eine Neuausgabe von Brehms Tierleben und einen Reisebericht aus Afrika. „Diese Bücher lassen erkennen, dass es nicht immer Romane sein müssen“, belehrte die Bibliothekarin im Kulturspiegel des Kreises Belzig die Leser. Die Nutzer konnten die Bücher für drei Wochen ausleihen. Darunter war Erwin Strittmaters „Der Wundertäter“, ebenfalls im Sommer 1958 angeschafft. Heute ist die Bibliothek mit dem Heimatmuseum auf der Burg Eisenhardt untergebracht.

Bibliotheken existierten schon um das Jahr 1905 in einigen Orten des Kreises Zauch-Belzigs, zumeist in Kirchengemeinden. Gegründet wurden sie stets auf eigene Kosten der Kirche, zum Beispiel in Golzow, Niemegk, Dahnsdorf, Mörz und Lübnitz. Im Verlauf des Jahres 1905 stellte der Kreis Zauch-Belzig Mittel zur Verfügung, um bereits bestehende Volksbibliotheken zu erweitern und zu unterstützen.

Die Kirche war etwas schneller. Die Kreissynode für die beschloss bereits im Juni 1903, eine Volksbibliothek für die Synode ins Leben zu rufen, die den einzelnen Ortsgeistlichen, wo es gewünscht wurde, eine größere Anzahl von „guten“ Volksbüchern zum Ausleihen an die Gemeindeglieder abgab. Die Bücher sollten jährlich wechseln. Ungefähr 400 Bücher der deutschen „Volksschriftsteller“ wurden angeschafft und sind bereits im ersten Winter in Umlauf gesetzt worden. In Belzig wurden die Volksbücher im Diakonat am Kirchplatz ausgeliehen, und standen Lesern zur Verfügung.

Von Andreas Koska

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