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Aufgepasst: Heute ist Freitag, der 13.

Kein Tag wie jeder andere Aufgepasst: Heute ist Freitag, der 13.

Zwischen Hoffen, Bangen und Gelassenheit – so sehen Menschen im Hohen Fläming den heutigen Freitag, den 13. Der eine spielt Lotto, der andere geht wie gewöhnlich zur Arbeit. Steckt ein heidnischer Brauch hinter dem Aberglauben?

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Am Freitag, den 13 .spielt Joachim Guba aus Borkheide Lotto: Verkäuferin Anette Knobloch reicht dem 76-Jährigen den Lottoschein.

Quelle: Fotos: J. Uminski

Borkheide. Der Aberglaube hält sich hartnäckig, dass Freitag, der 13. ein Unglückstag sei. Während einige ängstliche Zeitgenossen an diesem besagten Unglückstag lieber gleich ganz zu Hause bleiben, wagen andere den Schritt vor die Haustür – denn für sie ist Freitag, der 13. ein ganz normaler Tag. Wie sehen das aber die Menschen im Hohen Fläming?

Für Schornsteinfegermeister Torsten Gensicke ist der heutige Freitag ein Tag wie jeder andere. Und natürlich geht der Bad Belziger ganz normal arbeiten. „Mein Arbeitsbuch ist voll, dann ist alles gut“, sagt der 46-Jährige. Woher dieser Aberglaube um Freitag, den 13. kommt, das wisse er nicht, betont der Schornsteinfegermeister. Als Quatsch würde er dieses Phänomen dennoch nicht abtun. „Die Leute, die daran glauben, haben vielleicht ihre Erfahrungen mit diesem Tag gemacht.“

Die 13 als Glückszahl

Daniel Geißler, evangelischer Pfarrer aus Niemegk, sieht dem besonderen Tag auch gelassen entgegen. „Das ist für mich ein ganz normaler Tag.“ Allerdings sei die Zahl 13 seine Glückszahl. „Das war schon so, als ich jugendlich war und irgendwie ist das auch heute noch so“, betont der 38-Jährige. „Im babylonischen Denken war die 13 keine Unglückszahl, sondern positiv belegt.“ Das habe sich im Mittelalter geändert. „Die Primzahl 13 passte irgendwie nicht rein.“ Der Freitag sei für die Christen ein besonderer Tag, da Christus an diesem Wochentag starb.

Für Bürgermeister Andreas Kreibich aus Borkheide ist Freitag, der 13. weder ein Pech- noch ein Glückstag. „Das ist ein ganzer normaler Tag wie immer“, sagt der 46-Jährige. Dennoch betont das Gemeindeoberhaupt, dass man die Menschen, die an diesen Unglückstag glauben, durchaus auch ernst nehmen sollte. „Es kann sein, dass sie diesen Tag mit etwas Extremen verbinden und dieser daher ein Unglückstag ist.“ Negative Ereignisse an diesem Tag seien jedoch nur Zufälle.

Furcht vor der Rache der Götter?

Das sieht auch der evangelische Pfarrer Martin Gestrich aus Bad Belzig so. Allerdings sei für den Geistlichen der Freitag durchaus ein besonderer Tag. „An dem Tag passiert nichts Besonderes, aber man kann sich auf besondere Weise verhalten, wenn man an den Tod Jesu denkt“, sagt der 49-Jährige. Die Zahl 13 stamme aus der heidnischen Zeitrechnung, während die Christen die Zeitrechnung der Römer, wie beispielsweise die 12 Monate, übernommen haben, sagt der Pfarrer. „Während der Umstellungszeit haben sich die Leute gefragt, was richtig ist.“ Und wer abergläubig war, der rechnete am Freitag, dem 13. mit der Rache der alten Götter.

Manche markieren sich den Tag

Manche markieren sich den Tag.

Quelle: Johanna Uminski

Joachim Guba aus Borkheide bezeichnet sich selbst als „abergläubig“. Für ihn ist Freitag, der 13. zwar ein ganz normaler Tag, „aber ich genieße diesen Tag mit Vorsicht“, betont der 76-Jährige. Woher dieser Aberglaube aber stamme, das wisse er nicht, sagt der gebürtige Niederlaussitzer. „Das hat man von der älteren Generation übernommen.“ So sei sein Vater beispielsweise mit dem Auto nicht weitergefahren, wenn eine Katze die Straße von rechts nach links überquerte, erinnert sich Joachim Guba.

Burkhard Stegemann, katholischer Pfarrer aus Bad Belzig, rät, dass man sich um diesen besagten Unglückstag nicht zu viele Gedanken machen soll. „Wenn man daran glaubt, dass es ein schlechter Tag wird, dann ist die Chance, dass es einer wird, viel größer.“

Von Johanna Uminski

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