Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Aufgeregte Jugend an ihrem großen Tag
Lokales Potsdam-Mittelmark Aufgeregte Jugend an ihrem großen Tag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 17.05.2017
Axel Krause (li.) und Bildungsminister Günter Baaske gratulierten am Sonnabend in Bad Belzig den 90 Teilnehmern zur Jugendfeier. Quelle: Thomas Wachs
Anzeige
Bad Belzig/Treuenbrietzen

Es ist ihr großer Tag. Rund 135 aufgeregte Mädchen und Jungen aus dem Hohen Fläming haben an den beiden zurückliegenden Wochenenden ihre Jugendfeier erhalten. In Bad Belzig und Treuenbrietzen gingen insgesamt drei festliche Feierstunden über die Bühnen.

Organisiert vom Humanistischen Regionalverband Brandenburg/Belzig nahmen am Sonnabend in der Kreisstadt diesmal 90 Achtklässler aus dem Gymnasium sowie von der Oberschule an der Feierstunde in der Albert-Baur-Halle teil. „Das ist eine steigende Zahl“, sagt Axel Krause, Geschäftsführer des Verbandes.

Seine Kollegen haben für die rund 650 Gäste ein Programm aus Comedy, Livemusik und Tanzvorführungen auf die Bühne gebracht.

Jugendweihe seit 1852

Der Begriff Jugendweihe, heute zunehmend auch als Jugendfeier bezeichnet, tauchte erstmals 1852 auf.

Die neue Form des Initiationsritus als Alternative zur kirchlichen Konfirmation beziehungsweise Firmung wurde von freireligiösen Gemeinden entwickelt.

In Opposition zu den Kirchen organisierten sie einen kulturgeschichtlichen Moralunterricht für Kinder.

Die abschließende Jugendweihe war vor allem eine Feier zur Schulentlassung, die man mit 14 Jahren erhielt.

Als Festredner zum großen Tag, der den Übergang ins Erwachsenendasein versinnbildlicht, trat einmal mehr Brandenburgs Bildungsminister, Günter Baaske (SPD), ans Pult. So wie eine Woche zuvor auch in Treuenbrietzen, wo zudem Bürgermeister Michael Knape (Parteilos) stets diesen Part inne hat. Baaske ermuntert die Hauptpersonen der Feierstunden, sich auf dem weiteren Weg zum Erwachsenen „immer auch ein Stück Kindheit zu bewahren“. Er warnt vor zu viel Offenheit in sozialen Netzwerken und einem Tonfall dort, „der heute brutaler geworden ist“. Die Jugendlichen ermutigt der Minister, offen für die Welt zu sein, sich selbst einzubringen und gegen vielerorts in Europa aktuell wieder stärker aufkeimenden Nationalismus einzutreten. Dabei wirbt Baaske dafür, „durchaus patriotisch zu denken, andere aber nicht zu verachten“.

Apfelbäumchen statt Blumen: In Treuenbrietzen verfolgten Jungendweiheteilnehmer mit Freude das Festprogramm – unter anderem mit ihren Kinderfotos. Quelle: Marlen Westphal Photographie

Für die Teilnehmer der Jugendweihen und ihre Familien ist die Feierstunde vor allem mit vielen Emotionen verbunden. Besonders dann wenn im Treuenbrietzener Kino zu Gitarrenmusik und Gesang von Marcel Wricke und Lucas Merker noch einmal Kindheitsbilder über die Leinwand laufen. In zwei Durchgänge nahmen dort 44 Mädchen und Jungen aus Treuenbrietzen sowie dem Raum Brück an der Feier teil.

Im Vorfeld des Festaktes fanden für alle seit Monaten regelmäßig Jugendstunden statt. Die Teilnehmer absolvierten Kurse über korrektes Benehmen, besuchten den Bundestag und das einstige Konzentrationslager Sachsenhausen. Auch Tanzstunden durften nicht fehlen. Sie finden drei Wochen nach der Jugendweihe in Treuenbrietzen ihren Abschluss bei einem Ball mit Eltern und Familienmitgliedern.

Dann kann die Festtagsmode erneut zum Einsatz kommen. Dabei fahren die Mädchen groß auf. „Einige hohe Schuhe und schicke Kleider sind dabei”, erzählt Organisatorin Christina Bunzel. Bei den Jungen reicht die Anzugsordnung von gepflegten Hosen mit sportlichen Hemden und Sakkos bis zu festlichen Anzügen mit Schlips und auch einigen Fliegen als Halsschmuck.

Von Thomas Wachs

Potsdam-Mittelmark Michendorf OT Langerwisch (Potsdam-Mittelmark) - Kind beinahe vom Radlader überrollt

Unglück im Michendorfer Ortsteil Langerwisch: Ein 7-jähriges Kind wurde am Samstagnachmittag schwer verletzt. Das Kind war aus der Schaufel eines Radladers gefallen, der von seiner Mutter gesteuert wurde.

14.05.2017

Wenn am 25. Mai Carl Gottlieb Reißigers David-Oratorium in der Schlosskirche zu Wittenberg aufgeführt wird, dann steht auch Jenny Baum mit auf der Bühne. Die Kurstädterin singt seit 2013 im Davidchor. Bei der ersten Chorprobe war sie noch skeptisch – am Ende sorgte sie sogar dafür, dass das Ensemble gleich zwei neue Mitglieder hatte.

17.05.2017

Einen verhaltenen Saisonstart erlebte der Lehniner Strandbadbetreiber Kay Schattenberg am Wochenende. Ganz perfekt für einen Badetag war das Wetter noch nicht. Doch mit steigenden Temperaturen hofft er auf mehr Besucher. Für die Gäste wird eine Menge getan.

17.05.2017
Anzeige