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Potsdam-Mittelmark Aufruf zur drastischen Wildschwein-Bejagung
Lokales Potsdam-Mittelmark Aufruf zur drastischen Wildschwein-Bejagung
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14:40 22.11.2017
In Potsdam-Mittelmark haben die Jäger im zurückliegenden Jagdjahr 6128 Wildschweine erlegt. Für den Brandenburger Amtstierarzt Knut Große sind das noch nicht genug, um der drohenden Afrikanischen Schweinepest zu begegnen. Quelle: dpa
Mittelmark/ Brandenburg/H

Die Afrikanische Schweinepest hat Tschechien erreicht und die Nervosität vor der hochansteckenden Tierseuche wächst. Der Brandenburger Amtstierarzt Knut Große ruft nun die Jägerschaft zu einem drastischen Schritt auf. Schweine könnten in Gattern angekirrt werden, schlägt Große vor. Sprich: Jäger sollen die Tiere mit Mais in einen umzäunten Bereich locken, das Gatter schließen und dann alle Wildschweine erlegen, die sich dort befinden.

Bei einer Ansitzjagd würden pro Nacht ein bis zwei Wildschwein geschossen, sagt Große. Das sei zuwenig. Bei einem Sauenfang, wie er es nennt, „werden erheblich mehr Tiere erlegt“. Die Population von etwa sieben bis acht Tieren pro Quadratkilometer müsste auf 0,5 reduziert werden, „dann hätten wir das Infektionsrisiko schon wesentlich gesenkt“, sagt Große.

Torsten Fritz, Sachbearbeiter in der Unteren Jagdbehörde des Landkreises, verweist darauf, dass in Potsdam-Mittelmark den Wildschweinen im zurückliegenden Jagdjahr bereits schärfer auf die Pelle gerückt wurde als im Jagdjahr zuvor. Zwischen dem 1. April 2016 und dem 31. März 2017 erlegten die Jäger 6128 Wildschweine. Im Jagdjahr zuvor waren es noch 1287 Tiere weniger.

Kreissprecherin Andrea Metzler zeigt sich angesichts des Aufrufs von Große zum Ankirren und Töten der Tiere skeptisch. „Um die Gefahr drastisch senken, müsste man die Tiere schon ausrotten.“ Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Osteuropa aus. Im Sommer erreichte sie Tschechien. Die Infektion endet bei Haus- und Wildschweinen fast immer tödlich. Eingeschleppt werden kann die Seuche durch Fleischwaren von Tieren, die in der Inkubationszeit verarbeitet wurden. Abfälle solcher Lebensmittel etwa an der A 2 könnten Wildschweine anlocken, die sich so infizieren würden. Für Menschen ist die Seuche ungefährlich.

Von Marion von Imhoff

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