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Potsdam-Mittelmark Aufs Land statt nach Berlin
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16:31 12.02.2013
WIESENBURG

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Mit dem Wanderkino in Gestalt eines roten Magirus Deutz, Baujahr 1959, als Bewegungs- und Transportmittel für Klappstühle, Vorführtechnik, Instrumente, Filmarchiv, Leinwandständer und Kulisse ist er seit 1999 unterwegs. Mit dem Geiger Gunthard Stephan – beide haben die Hochschule für Musik in Leipzig besucht – war der Filmfreund nach einer inspirierenden Auslandsreise zum Kinoveranstalter geworden.

Für die ältere Generation ist die Begegnung mit dem Kinomobil meist mit einem Hauch von Nostalgie verbunden. Erinnern die aufgebauten Projektoren mit ihren surrenden Filmspulen doch an die so genannten Landfilmvorführer, die in den 1950er bis 1970er Jahren durch die Dörfer rollten um der hiesigen Bevölkerung in den Dörfern die Kultur etwas näher zu bringen. Obgleich deren Filmbestand schon vertont war.

Das vergleichsweise geringe Filmangebot in schwarz-weiß von damals ist mit den knapp 400 Filmen die bei der diesjährigen Berlinale präsentiert werden, nicht mehr vergleichbar. „Dennoch sind zwischen den millionenschweren Produktionen und in der Vielzahl der Angebote am Rande mitunter filmische Raritäten auszumachen“, weiß Tobias Rank. Hautnah dabei sein kann der 45-Jährige in diesem Jahr jedoch nicht. Zwei Konzertverpflichtungen in Indien, wo der Pianist gebucht ist, lassen keinen Zwischenstopp in der deutschen Hauptstadt zu.

Anders als zur Berlinale, wohin mit steter Regelmäßigkeit eine riesige Fangemeinde pilgert, um am Roten Teppich für den Bruchteil einer Sekunde einen Blick auf nationale wie internationale Schauspielgrößen zu erhaschen, ist es beim Wanderkino so, dass Tobias Rank und Gunthard Stephan zu ihrem Publikum fahren. Und das seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt. „Das Wanderkino wurde gegründet mit dem Anliegen, Filme an Orten zu zeigen, wo man normalerweise nicht ins Kino gehen würde“, erklärt der Enthusiast. Während dieser Zeit haben sich Strände, Waldlichtungen, Neubaugebiete, Tagebaue und sogar Friedhöfe als geeignete Orte für Freiluft-Kinovergnügen bestätigt. Er erzählt: „Mittlerweile ist das Wanderkino sehr etabliert und wir werden von Veranstaltern europaweit eingeladen.“

Damit haben die beiden Protagonisten, die die von ihren präsentierten Stummfilme live mit Piano und Violine begleiten, tatsächlich ein Kunststück vollbracht. Sie bringen Kultur aufs Land.

Informationen im Internet: www.wanderkino.de (Von Bärbel Kraemer)

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