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Potsdam-Mittelmark Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Neubau
Lokales Potsdam-Mittelmark Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Neubau
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20:29 27.06.2017
Mit den Arbeiten am geplanten Neubau (rechts) in der Beethovenstraße will die Gewog im nächsten Jahr beginnen. Quelle: Gewog
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Nuthetal

Der Aufsichtsrat der Kleinmachnower Wohnungsgesellschaft Gewog hat für ein Projekt in der Gemeinde Nuthetal grünes Licht gegeben. Es geht um einen Neubau in der Beethovenstraße im Ortsteil Bergholz-Rehbrücke, der in einer Baulücke zwischen zwei vorhandenen Wohnhäusern entstehen soll.

Wie von Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) zu erfahren war, sollen von Seiten der Kommune die Weichen für den würfelförmigen Neubau jetzt schnell gestellt werden. Geplant ist, am 18. Juli in einer Sondersitzung der Gemeindevertreter den fürs Projekt geänderten Bebauungsplan für das Gebiet in der Beethovenstraße zu verabschieden. So soll der Gewog ermöglicht werden, anschließend noch in diesem Jahr mit den Ausschreibungen beginnen zu können. Der Baustart ist für 2018 geplant. „Wir gehen davon aus, dass in dem Neubau 18 bis 22 Wohnungen entstehen können“, sagte Gewog-Geschäftsführerin Katja Schmidt der MAZ. „Wir planen je nach Bedarf Zwei-, Drei- und Vier-Raumwohnungen“, sagte sie.

Mit dem Bebauungsplan, der am 18. Juli beschlossen werden soll, wollen die Gemeindevertreter zugleich auch die Voraussetzungen schaffen, um einen weiteren Bestandteil des Vorhabens umsetzen zu können. Die Rede ist von einer Aufstockung der zwei vorhandenen Plattenbauten in der Beethovenstraße, für die es aber noch keinen Zeitplan gibt. Die beiden Wohngebäude aus DDR-Zeiten sollen mittelfristig von vier auf sechs Etagen erhöht werden. Sollte es am Ende auch dafür grünes Licht geben, könnten auf diese Weise nach ersten Überlegungen 24 neue Wohnungen in den Plattenbauhäusern entstehen. Die Aufstockung würde mit einer Modernisierung der Gebäude einhergehen, sagte Nuthetals Bürgermeisterin. Noch nicht abschließend entschieden ist, ob auch am Mozartweg in Bergholz-Rehbrücke vorhandene Plattenbauten aufgestockt werden, sagte die Gewog-Geschäftsführerin.

Wie groß aktuell die Nachfrage nach neuen Wohnungen in der Gemeinde Nuthetal ist, zeigt sich an dem Umstand, dass es für den geplanten Neubau in der Beethovenstraße bereits jetzt Anmeldungen gibt, wie die Gewog-Geschäftsführerin bestätigte.

Um auf den gestiegenen Bedarf vor allem nach bezahlbaren Mietwohnungen reagieren zu können, hat die Nuthetaler Gemeindevertretung jüngst auf Antrag der Bürger für Nuthetal (BFN) einstimmig beschlossen, eine Studie zur „Ermittlung von Baulandpotenzialen“ erarbeiten zu lassen. So sollen innerhalb des Flächennutzungsplanes (FNP) zügiger zusätzliche Möglichkeiten für den Wohnungsbau erschlossen werden. „Wir sind damit schneller handlungsfähig“, sagte Gemeindevertreter Bernd-Alois Tenhagen (BFN/BON/Feuerwehr). Die Erarbeitung eines neuen Flächennutzungsplanes, für die 2016 200 000 Euro in den Haushalt eingestellt wurden, wird hingegen ausgesetzt. „Der Flächennutzungsplan kostet viel Geld und wir wissen nicht, in welche Richtung die Landesentwicklungsplanung mit unserer Gemeinde will“, sagte Nuthetals Bürgermeisterin. Außerdem nehme eine Neufassung des FNP auch viel mehr Zeit in Anspruch. Für die in der Studie aufgespürten zusätzlichen Flächen könnten zum Beispiel über B-Planverfahren oder mit anderen Instrumenten Baurecht geschaffen werden, sagte Hustig. Für die Erarbeitung der Studie sind 30 000 Euro eingeplant.

Entgegen der Prognosen legt die Gemeinde Nuthetal nach kurzer Stagnation wieder an Einwohnern zu. Die 9000-er-Marke wurde vor anderthalb Jahren überschritten. Nuthetal hat keinen Wohnungsleerstand, braucht also Neubauten, um die Nachfrage zu befriedigen.

Von Jens Steglich

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