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Aufzug oder Halt in der Huchelchaussee

Wilhelmshorst Aufzug oder Halt in der Huchelchaussee

Auf der Suche nach einer Vorzugsvariante für den barrierefreien Umbau des Wilhelmshorster Bahnhofs sollen jetzt auch die Bürger ihre Favoriten wählen können. Bis 27. Juli können sie Stimmzettel mit ihren zwei Wunsch-Varianten ausfüllen. Allerdings stehen hinter zwei der insgesamt vier Optionen bereits Fragezeichen.

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Am Bahnhof Wilhelmshorst führt der Weg zum Bahnsteig derzeit nur über Stufen.

Quelle: Jens Steglich

Wilhelmshorst. Bei der Suche nach einer Vorzugsvariante für den barrierefreien Umbau des Wilhelmshorster Bahnhofs sind jetzt auch die Bürger gefragt. Sie haben die Möglichkeit, bis zum 27. Juli einen Stimmzettel auszufüllen und den eigenen Favoriten sowie einen Zweitwunsch anzukreuzen, sagte Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Stimmzettel, die am Donnerstagabend bereits bei einer Einwohnerversammlung verteilt wurden, können auch in der Gemeindeverwaltung in Michendorf angefordert werden. Die Ergebnisse der Befragung sollen am 1. August in einer Sondersitzung der Gemeindevertreter bekanntgegeben werden.

Wie berichtet, kann der Wilhelmshorster Bahnhof nach jahrelangem Kampf mit Geld aus einem neu aufgelegten Bundesprogramm für kleine Stationen barrierefrei umgebaut werden. Die Deutsche Bahn legte nach der Förderzusage drei Varianten vor und ergänzte diese mit dem Vorschlag des Gemeindevertreters Achim Sattler (FBL-UWG), der am Bahnhof einen ebenerdigen Fußgängerüberweg mit Schranken anregte. Inzwischen kristallisieren sich laut Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte (FBL-UWG) allerdings zwei Favoriten heraus: Der Einbau von Aufzügen (Kosten: 2,4 Millionen Euro) und das Anlegen von Rampen (3,9 Millionen) am Fußgängertunnel, der zu den Bahnsteigen führt. Derzeit sind die Stufen am Ein- und Ausgang des Tunnels schwer zu nehmende Hürden für Rollstuhlfahrer wie auch für Eltern mit Kinderwagen. Bei den beiden anderen Varianten – die Verlegung der Bahnstation an die Peter-Huchel-Chaussee und der Sattler-Vorschlag eines Fußgängerüberwegs am jetzigen Standort – gibt es das Risiko, ob dafür überhaupt Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden, sagte Sommerlatte. Bei der Sattler-Variante sei zudem fraglich, ob ein zweiter Bahnübergang – für Fußgänger – überhaupt genehmigt wird, so der Ortsvorsteher. Probleme sieht er auch bei der Option, die Bahnstation an die Peter-Huchel-Chaussee zu verlegen. In dem Fall müsse auch der jetzige Bahnübergang an der Huchelchaussee umgebaut werden. Bislang ist am Übergang nur auf einer Seite ein Fußweg. Zieht die Bahnstation in die Chaussee, müsste auch auf der anderen Seite ein Fußweg entstehen und dann wird ein Übergang mit Vollschranken gebraucht, sagte Sommerlatte auf Anfrage. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Fördermittel, die für den Bau der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof eingesetzt wurden, bei einer Verlegung der Station zurückgezahlt werden müssen. Denn in dem Fall verliert der Parkplatz für Pendler seine Bestimmung: Bei einer Stations-Verlegung würde am alten Bahnhof in der Albert-Schweitzer-Straße kein Zug mehr halten.

Von Jens Steglich

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